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SGL Carbon SE (SGL.F)

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Börsenschluss: 4:29PM MESZ
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Kurs Vortag6,44
Öffnen6,58
Gebot0,00 x 130000
Briefkurs0,00 x 130000
Tagesspanne6,46 - 6,58
52-Wochen-Spanne2,44 - 7,52
Volumen215
Durchschn. Volumen7.972
Marktkap.797,208M
Beta (5 J., monatlich)1,97
Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.)N/A
EPS (roll. Hochrechn.)-1,08
GewinndatumN/A
Erwartete Dividende & RenditeN/A (N/A)
Ex-Dividendendatum02. Mai 2013
1-Jahres-Kursziel9,41
  • DGAP

    SGL Carbon reagiert mit konsequenten Gegenmaßnahmen auf die Krise und stößt umfangreiche Transformation an –stabiles EBIT vor Sondereinflüssen und deutlich positiver Free Cashflow im schwierigen Coronajahr 2020

    Konzernumsatz 2020 bei 919,4 Mio. € und damit um 15 % unter dem Vorjahresniveau Nettoergebnis wegen Wertminderung bei CFM und Restrukturierungsaufwendungen bei minus 132,2 Mio. € (Vorjahr: -90,0 Mio. €) EBIT vor Sondereinflüssen mit 50,2 Mio. € leicht über Vorjahr (48,4 Mio. €) Operatives EBIT vor Sondereinflüssen und Einmaleffekten mit 19,5 Mio. € leicht über den Erwartungen Free Cashflow mithilfe von strengen Investitions- und Ausgabenbegrenzungen sowie Einmaleffekten deutlich gesteigert um 91,0 Mio. € auf 73,7 Mio. € Nettofinanzschulden trotz Kaufpreiszahlung für Carbonfaserwerk in Moses Lake geringfügig reduziert auf 286,6 Mio. € Restrukturierungs- und Transformationsprogramm: bis 2023 jährlich wiederkehrende Einsparungen in Höhe von mehr als 100 Mio. € avisiert, davon bereits 40 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 erzielt Prognose für 2021: Umsatzerlöse zwischen 920 und 970 Mio. €, bereinigtes EBITDA bei 100 bis 120 Mio. € (2020: 92,8 Mio. €) Die Corona-Pandemie hatte im Geschäftsjahr 2020 einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SGL Carbon. Auch wenn die Produktion bei der SGL Carbon dank effektiver Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu keinem Zeitpunkt heruntergefahren werden musste, war das Unternehmen mit einer deutlich reduzierten Nachfrage konfrontiert. Während für das Berichtssegment Composites – Fibers & Materials (CFM) eine Nachfrageerholung zum Jahresende festzustellen war, hat sich die Nachfrage im Berichtssegment Graphite Materials & Systems (GMS) bis zum Jahresende nur wenig belebt. Der Konzernumsatz lag 2020 bei 919,4 Mio. € und damit um 15 % unter dem Vorjahresniveau (2019: 1.086,7 Mio. €). Wegen einer Wertminderung bei CFM sowie durch Restrukturierungsaufwendungen betrug zudem das Nettoergebnis minus 132,2 Mio. € nach minus 90,0 Mio. € im Vorjahr. Das EBIT vor Sondereinflüssen konnte die SGL Carbon jedoch unter anderem durch Einmaleffekte aus Grundstücksverkäufen und einer Ausgleichszahlung von Showa Denko, dem Käufer des ehemaligen Graphitelektrodengeschäfts, stabilisieren. Es verbesserte sich im Jahr 2020 leicht um 3,7 % auf 50,2 Mio. € (Vorjahr: 48,4 Mio. €). Auch operativ konnte das Unternehmen negative Auswirkungen der Corona-Pandemie teilweise ausgleichen, beispielsweise durch die Gewinnung von neuen Kunden im Windsektor oder auch durch eine Vielzahl bereits wirksamer Kosteneinsparungen. Das operative EBIT vor Sondereinflüssen und Einmaleffekten war dadurch mit 19,5 Mio. € zwar erwartungsgemäß rückläufig (Vorjahr: 46,6 Mio. €), lag aber dennoch leicht über den Erwartungen. Der Free Cashflow der fortgeführten Aktivitäten konnte dagegen mithilfe von strengen Investitions- und Ausgabenbegrenzungen sowie Einmaleffekten sogar auf 73,7 Mio. € deutlich gesteigert werden (Vorjahr: -17,3 Mio. €). Zudem konnten die Nettofinanzschulden trotz der geleisteten Kaufpreiszahlung von 62 Mio. USD bzw. 51,4 Mio. € für den 49 %-Anteil an der SGL Composites US (Carbonfaserwerk des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens mit BMW in Moses Lake) geringfügig reduziert werden auf 286,6. Mio. € (Vorjahr: 288,5 Mio. €). Umfangreiches Restrukturierungs- und Transformationsprogramm über Plan SGL Carbon hat im Jahr 2020 eine grundsätzliche Transformation des Unternehmens angestoßen. Um die Rentabilität deutlich zu steigern, verabschiedete der neue Vorstand der SGL Carbon bereits am 30. Oktober 2020 ein umfassendes Restrukturierungs- und Transformationsprogramm, das sowohl administrative Bereiche als auch die Geschäftseinheiten betrifft. Letztere sind seit Beginn des Jahres 2021 in vier homogen zugeschnittene Bereiche aufgeteilt. Die Zentralforschung und die zentrale Analytik wurden auf die vier neuen Geschäftsbereiche verteilt und die Produktionsstandorte den Geschäftsbereichen eindeutig zugeordnet. Diese neue Struktur erlaubt nun die Übertragung der vollen Gewinn- und Verlustverantwortung auf die Geschäftsbereichsleiter und damit eine bessere Steuerung der Einheiten mit Fokussierung auf Profitabilität. Das Programm beinhaltet darüber hinaus umfangreiche Einsparmaßnahmen sowie eine Vielzahl von Verbesserungsinitiativen für Produktion, Einkauf, Vertrieb und Verwaltung inklusive Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. In Summe wurden mehr als 700 Einzelmaßnahmen definiert, die von ca. 300 Mitarbeitern weltweit vorangetrieben und verantwortet werden. Damit sollen im Zuge der Umsetzung des Programms jährlich wiederkehrende Einsparungen in Höhe von mehr als 100 Mio. € bis zum Jahr 2023 (gegenüber dem Basisjahr 2019) realisiert werden. Neben umfangreichen Sachkosteneinsparungen ist auch ein möglichst sozialverträglicher Personalabbau von über 500 Mitarbeitern weltweit angestoßen worden. Für die Umsetzung der Einsparmaßnahmen werden insgesamt Kosten in Höhe von etwa 40 Mio. € erwartet. Im Geschäftsjahr 2020 wurden bereits 40 Mio. € der geplanten Einsparungen erzielt. Zudem waren schon Ende Dezember 2020 mehr als 50 % des geplanten Stellenabbaus durch getroffene Vereinbarungen angestoßen. Einordnungen des Vorstands „Das Jahr 2020 wird in der Öffentlichkeit häufig als ‚verlorenes‘ Jahr bezeichnet. Auch wir haben durch eine geringere Nachfrage unserer Kunden Umsatzverluste hinnehmen müssen. Anstatt diese Situation zu akzeptieren, haben wir jedoch die Ärmel hochgekrempelt und unsere Firma von Grund auf erneuert. Auf unsere Teams und das Erreichte sind wir sehr stolz. Wir bedanken uns daher bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren enormen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit. Allen Aktionärinnen und Aktionären danken wir für Ihre Geduld und ihr fortgesetztes Interesse an der SGL Carbon.“, sagt Dr. Torsten Derr, Vorsitzender des Vorstands der SGL Carbon. „Wir haben uns im Krisenmodus bewährt und gleichzeitig eine Struktur geschaffen, in der wir profitable und besonders aussichtsreiche Geschäfte gezielter fördern können. Insgesamt ist die SGL Carbon durch die verbesserte Kostenstruktur stabiler. Hinzu kommt, dass wir bis 2023 keine wesentlichen Fälligkeiten aus bestehenden Finanzinstrumenten haben. Wenn sich die globale Wirtschaft wieder normalisiert, wird die SGL Carbon doppelt profitieren: unser Geschäft kommt zurück und das bei deutlich niedrigeren Kosten.“, ergänzt Thomas Dippold, Finanzvorstand der SGL Carbon. Weitere Finanzkennzahlen Das Zinsergebnis verbesserte sich um 15,3 % auf minus 27,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von minus 32,0 Mio. €, vor allem aufgrund von geringeren Zinsaufwendungen für Pensionen. Des Weiteren hat sich das sonstige finanzielle Ergebnis von minus 6,9 Mio. € auf minus 2,3 Mio. € verbessert, vor allem, weil im Jahr 2019 Aufwendungen für den Rückkauf der Wandelanleihe das sonstige finanzielle Ergebnis belasteten. Damit lag das Finanzergebnis erwartungsgemäß deutlich besser als im Vorjahr, und zwar um 24,4 % bei minus 29,4 Mio. € (Vorjahr: minus 38,9 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr mit 55,8 Mio. € deutlich unterhalb der Prognose von rund 70 bis 80 Mio. € begrenzt (Vorjahresinvestition von 95,1 Mio.€). Die frei verfügbaren liquiden Mittel erhöhten sich im Wesentlichen durch den positiven Free Cashflow abzüglich der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der 49 %-Anteils an der SGL Composites US an BMW auf 141,8 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2020 (Vorjahr: 137,1 Mio. €). Die Renditekennziffer ROCEEBIT der fortgeführten Aktivitäten der SGL Carbon hat sich von 3,9 % auf 4,5 % verbessert, insbesondere wegen des niedrigeren gebundenen Kapitals. Geschäftsentwicklung nach Segmenten Composites – Fibers & Materials (CFM): Deutliche Ergebnisverbesserung Während der Umsatz im ersten Quartal 2020 im Berichtssegment Composites – Fibers & Materials (CFM) von der Corona-Krise noch weitgehend unbelastet war, wurden die negativen Effekte im zweiten Quartal 2020 deutlich spürbar. Erfreulicherweise schwächte sich der negative Einfluss im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sukzessive ab, sodass die Entwicklung im zweiten Halbjahr besser verlaufen ist als noch zum Halbjahr erwartet. Auch das Ergebnis wurde durch Verbesserungsmaßnahmen am Produktionsprozess aber auch durch niedrigere Rohstoff- und Energiekosten positiv beeinflusst. Insgesamt ist der Umsatz im Berichtsjahr um rund 9 % (kein nennenswerter Währungseinfluss) zurückgegangen auf 391,3 Mio. € von 431,6 Mio. € im Vorjahr. Den prozentual größten Rückgang verzeichnete das Marktsegment Textile Fasern. Dies lag daran, dass SGL Carbon Ende 2019 als Teil der Ergebnisverbesserungsmaßnahmen begonnen hat, zwei Acrylfaserlinien stillzulegen und eine weitere Linie auf Precursor umzustellen. Coronabedingte Rückgänge wurden in den Marktsegmenten Automobil und Industrielle Anwendungen verzeichnet. Das Luftfahrtgeschäft blieb in etwa stabil im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen wuchs das Geschäft mit der Windenergieindustrie im Jahresvergleich um etwa 45 % und entwickelte sich damit besser als ursprünglich geplant. Das EBIT vor Sondereinflüssen des Berichtssegments CFM verbesserte sich auf 19,1 Mio. € gegenüber minus 8,3 Mio. € im Vorjahr. Dies entsprach einer Umsatzrendite von 4,9 % gegenüber minus 1,9 % im Vorjahr. Die deutlich verbesserten Ergebnisse im Geschäft mit der Windenergieindustrie und im Marktsegment Textile Fasern sowie die positiven Effekte aus den eingeleiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen wurden nur teilweise aufgezehrt durch das schwächere Automobilgeschäft und durch das um rund 4 Mio. € verschlechterte Ergebnis aus At-Equity bilanzierten Beteiligungen. Im operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen von 14,2 Mio. € wurden Einmaleffekte aus personalbedingten Gutschriften und einem Ertrag aus dem Verkauf von Vermögenswerten von insgesamt 4,9 Mio. € bereinigt. Darüber hinaus zeichneten sich im Geschäftsbereich CFM im Berichtsjahr 2020 am 30. Oktober 2020 vor allem aufgrund der anhaltenden Schwäche in den Marktsegmenten Automobil und Luftfahrt im Berichtssegment CFM signifikante Abweichungen zum letzten Fünfjahresplan ab. Die SGL Carbon hat daraufhin Wertminderungsprüfungen in allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGEs) von CFM durchgeführt und einen Wertminderungsaufwand auf den Geschäftswert und die Sachanlagen von insgesamt 106,5 Mio. € bei CFM im vierten Quartal 2020 erfasst. Die Wertminderung betraf ausschließlich die neue ZGE CF (Carbon Fibers). Graphite Materials & Systems (GMS): Pandemiebedingter Nachfragerückgang Im Berichtssegment Graphite Materials & Systems (GMS) haben sich die Folgen der Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr 2020 weiter verstärkt. Dies lässt sich im Wesentlichen auf die spätzyklische Natur des GMS-Geschäfts zurückführen. Insgesamt sank der Umsatz im Berichtssegment GMS in dem Berichtsjahr um rund 20 % auf 495,4 Mio. € im Vergleich zum Rekordniveau des Vorjahres von 622,5 Mio. € (kein wesentlicher Währungseffekt). Dazu beigetragen haben erwartete Veränderungen in der Lieferkette im Lithium-Ionen-Batteriegeschäft sowie pandemiebedingte niedrigere Umsätze in allen Marktsegmenten mit Ausnahme des Marktsegments Halbleiter, in dem der Umsatz zweistellig gewachsen ist. Gegenüber dem Rekordergebnis im Vorjahreszeitraum von 85,5 Mio. € ist das EBIT vor Sondereinflüssen im Berichtsjahr mit 42,4 Mio. € um rund 50 % zurückgegangen. Die EBIT-Marge verschlechterte sich auf 8,6 % (Vorjahr: 13,7 %). Im operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen von 33,1 Mio. € wurden Einmaleffekte aus Versicherungserträgen und aus personalbedingten Gutschriften von insgesamt 9,3 Mio. € bereinigt. Analog zum Umsatz verzeichneten fast alle Marktsegmente einen deutlichen Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert aus der deutlich gesunkenen Auslastung für industrielle und chemische Anwendungen und der reduzierten Fixkostenabsorption insbesondere im zweiten Halbjahr, was nur zum Teil durch Kosteneinsparungen kompensiert werden konnte. Lediglich im Automobil-Bereich konnte das Ergebnisniveau stabil gehalten werden. Corporate: Signifikante Einmalerträge Die Umsatzerlöse im Berichtssegment Corporate im Geschäftsjahr 2020 lagen auf Vorjahresniveau (kein Währungseffekt). Der positive Umsatzeffekt aus der im Juli 2020 zwischen SGL Carbon und Showa Denko geschlossenen Vereinbarung in Höhe von 8,5 Mio. € wurde im zweiten Halbjahr durch geringere Serviceleistungen an die veräußerten Geschäftseinheiten (ehemaliger Geschäftsbereich Performance Products bzw. PP) ausgeglichen. Mit minus 11,3 Mio. € verbesserte sich das EBIT vor Sondereinflüssen im Berichtssegment Corporate gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr: minus 28,8 Mio. €). Hauptursachen für diese starke Ergebnisverbesserung waren der positive Effekt aus der Vereinbarung mit Showa Denko von 8,5 Mio. € und Erträge aus Grundstücksverkäufen von 7,9 Mio. €, die im operativen EBIT vor Sondereinflüssen von minus 27,8 Mio. € bereinigt wurden. Zudem trugen niedrigere Aufwendungen für Management-Incentivepläne aufgrund der rückläufigen Ergebnisentwicklung im Konzern zur EBIT-Verbesserung bei. Die Aufwendungen für unsere zentralen Forschungsaktivitäten lagen aufgrund von Kosteneinsparmaßnahmen erwartungsgemäß mit 9,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 11,4 Mio. €. Prognose Entwicklung des Konzerns Nach dem starken wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 gehen wir davon aus, dass das Geschäftsjahr 2021 von einer moderaten Erholung geprägt sein wird. Die Umsatzerlöse sollten über dem Vorjahresniveau (2020: 919,4 Mio. €) in der Spanne zwischen 920 und 970 Mio. € liegen. Für das bereinigte EBITDA erwarten wir eine Verbesserung auf 100 bis 120 Mio. € (2020: 92,8 Mio. €). Hier werden sich insbesondere Einsparungen aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen positiv widerspiegeln. Nach einem Konzern-Jahresfehlbetrag der fortgeführten Aktivitäten von 132,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2020, der primär auf Wertminderungen bei CFM und die Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen ist, dürfte sich das Nettoergebnis (fortgeführte Aktivitäten) im Jahr 2021 deutlich verbessern und im Bereich zwischen minus 20 Mio. € und einem ausgeglichenen Ergebnis liegen. Entwicklung der Berichtssegmente Mit Beginn des Berichtsjahres 2021 werden wir entlang der vier neuen Geschäftsbereiche der SGL Carbon berichten. Diese sind: Graphite Solutions (GS) und Process Technology (PT), beide zusammen vormals GMS, sowie Carbon Fibers (CF) und Composite Solutions (CS), bislang zusammen CFM. Segment KPI Ist 2020 Prognose 20211) GS Umsatzerlöse 407,5 leichte Verbesserung EBITDA bereinigt 63,1 deutliche Verbesserung PT Umsatzerlöse 88,2 konstant EBITDA bereinigt 3,4 konstant CF Umsatzerlöse 303,9 konstant EBITDA bereinigt 41,4 leichte Verbesserung CS Umsatzerlöse 88,6 deutliche Verbesserung EBITDA bereinigt -4,7 leicht positiv Corporate EBITDA bereinigt -10,4 deutliche Verschlechterung 1) “leicht“ bezieht sich auf eine prozentuale Veränderung von bis zu 10%; „deutlich“ auf eine prozentuale Veränderung von mehr als 10% Für das Berichtssegment GS erwarten wir eine sukzessive Erholung der Nachfrage im Jahr 2021 und infolgedessen in allen Marktsegmenten leicht verbesserte oder mindestens konstante Umsatzerlöse. Insbesondere durch Einsparungen aus der Restrukturierung erwarten wir eine deutliche Verbesserung des bereinigten EBITDA. Im Berichtssegment PT sehen wir noch keine wesentliche Belebung, da die Chemieindustrie bei Neuinvestitionen weiter sehr zurückhaltend ist. Wir gehen daher von einem Umsatz und bereinigtem EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres aus. Im Berichtssegment CF erwarten wir den Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2020, während sich das bereinigte EBITDA durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen leicht verbessern wird. Der Umsatz im Berichtssegment CS wird 2021 deutlich steigen, da neue Automobilprojekte wie die Fertigung von Batteriekästen auf Basis von Verbundwerkstoffen anlaufen. Insbesondere das deutlich gesteigerte Umsatzvolumen wird zu einem positiven bereinigten EBITDA beitragen. Die deutliche Verschlechterung im bereinigten EBITDA im Berichtssegment Corporate ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass der Vergleichswert des Jahres 2020 begünstigt war von niedrigeren Aufwendungen für Management-Incentive-Pläne. Entwicklung der Investionen und des Free Cashflows Nachdem wir im Berichtsjahr die Investitionen auf rund 55 Mio. € begrenzt hatten, erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr Investitionsausgaben auf dem Niveau der Abschreibungen. Auf-grund der Wertberichtigung im Jahr 2020 verringern sich diese 2021 auf rund 60 Mio. €. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt im weiteren Ausbau unserer Fertigung für Brennstoffzellenkomponenten und im projektbezogenen Ausbau unserer Fertigung für Verbundwerkstoffe (z. B. Batteriekästen) für Kunden aus der Automobilindustrie. Die strategischen Geschäftspläne der operativen Geschäftseinheiten bestimmen den Finanzierungsbedarf des Konzerns. Dieser wird jährlich anhand der neuen Planungen überprüft und angepasst. Mit konsequentem Cash Management, dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken und einer deutlichen Reduzierung des Nettoumlaufvermögens haben wir im Jahr 2020 einen positiven Free Cashflow erreicht. Die vorhandenen liquiden Mittel und der zur Verfügung stehende Finanzierungsrahmen gewährleisten die Abdeckung des für 2021 erwarteten Liquiditätsbedarfs. Für 2021 erwarten wir aufgrund des sich im Jahresverlauf wiederbelebenden Geschäfts einen Anstieg im Nettoumlaufvermögen. Diesen werden wir aus eigenen Mitteln finanzieren, sodass wir insgesamt einen ausgeglichen Free Cashflow anstreben. Wichtige Kennzahlen der SGL Carbon (in Mio. Euro) Ertragslage 2020 2019 Veränderung Umsatzerlöse 919,4 1.086,7 -15,4 % Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen 1) 123,5 120,0 2,9 % Ergebnis vor Sondereinflüssen und Einmaleffekten (bereinigtes EBITDA) 92,8 118,2 - 21,5 % Ergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen 1) 50,2 48,4 3,7 % Operatives EBIT vor Sondereinflüssen und Einmaleffekten 2) 19,5 46,6 - 58,2 % Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern - 123,1 -73,2 - 68,2 % Nettoergebnis - 132,2 - 90,0 - 46,9 % Umsatzrendite (EBIT-Marge) 3) 5,5 % 4,5 % 1,0 %-Punkte Kapitalrendite (ROCE EBIT) 4) 4,5 % 3,9 % 0,6 %-Punkte Kapitalrendite (ROCE EBITDA) 5) 11,1 % 9,6 % 1,5 %-Punkte Ergebnis je Aktie, unverwässert und verwässert (in €) - 1,08 - 0,74 - 45,9 % 1) Vor Sondereinflüssen von minus 143,9 Mio. € in 2020 und minus 82,7 Mio. € im Jahr 2019 2) Vor Sondereinflüssen bzw. Einmaleffekten von minus 143,9 Mio. € bzw. 30,7 Mio. € in 2020 und minus 82,7 Mio. € bzw. 1,8 Mio. € im Jahr 2019 3) EBIT vor Sondereinflüssen zu Umsatzerlöse 4) EBIT vor Sondereinflüssen zu durchschnittlich gebundenem Kapital (Summe aus Geschäftswert, sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, At-Equity bilanzierte Beteiligungen und Nettoumlaufvermögen) 5) EBITDA vor Sondereinflüssen zu durchschnittlich gebundenem Kapital (Summe aus Geschäftswert, sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, At-Equity bilanzierte Beteiligungen und Nettoumlaufvermögen) Vermögenslage 31. Dez. 2020 31. Dez. 2019 Veränderung Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 220,7 418,6 - 47,3 % Bilanzsumme 1.258,8 1.504,8 - 16,3 % Nettofinanzschulden 286,5 288,5 0,7 % Eigenkapitalquote 6) 17,5 % 27,8 % -10,3%-Punkte Verschuldungsfaktor (Leverage Ratio) 7) 2,3 2,4 4,2 % Anzahl der Mitarbeiter 8) 4.837 5.127 - 5,7 % 6) Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens zu Bilanzsumme 7) Nettofinanzschulden zu EBITDA vor Sondereinflüssen 8) Jeweils zum 31. Dez. einschließlich befristet Beschäftigte Finanzlage 31. Dez. 2020 31. Dez. 2019 Veränderung Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 55,8 95,1 - 41,3 % Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 73,3 71,6 2,4 % Nettoumlaufvermögen 351,8 406,8 - 13,5 % Free Cashflow 9) 73,7 - 17,3 - 9) Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (fortgeführte Aktivitäten) abzgl. Cashflow aus Investitionstätigkeit (fortgeführte Aktivitäten) Über SGL Carbon Die SGL Carbon ist ein technologiebasiertes und weltweit führendes Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung von kohlenstoffbasierten Lösungen. Ihre hochwertigen Materialien und Produkte aus Spezialgraphit und Verbundwerkstoffen kommen in zukunftsbestimmenden Industriebranchen zum Einsatz: Automobil, Luft- und Raumfahrt, Halbleitertechnik, Solar- und Windenergie, LED sowie bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, Brennstoffzellen und anderen Energiespeichersystemen. Darüber hinaus entwickeln wir Lösungen für die Bereiche Chemie und industrielle Anwendungen. Im Jahr 2020 erzielte die SGL Carbon SE einen Umsatz von über 900 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 31 Standorten in Europa, Nordamerika und Asien. Materialien, Produkte und Lösungen der SGL Carbon sind in die großen Zukunftsthemen eingebunden: nachhaltige Mobilität, neue Energien und branchenübergreifende Digitalisierung. Weiterentwicklungen in diesen Bereichen erfordern intelligentere, miteinander vernetzte, effizientere und nachhaltige Lösungen. Hier setzt die unternehmerische Vision der SGL Carbon an: einen Beitrag zu leisten zu einer smarteren Welt. Weitere Informationen zur SGL Carbon sind unter www.sglcarbon.com/presse zu finden. Wichtiger Hinweis: Soweit unsere Pressemitteilung in die Zukunft gerichtete Aussagen enthält, beruhen sie auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen und unseren aktuellen Prognosen und Annahmen. Naturgemäß sind zukunftsgerichtete Aussagen mit bekannten wie auch unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Einschätzungen abweichen können. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen z. B. nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld unserer Hauptkundenindustrien, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kosteneinsparungsprogrammen. Die SGL Carbon übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen oder sonst zu aktualisieren. Kontakt Jürgen Reck – Senior Manager Investor RelationsSöhnleinstraße 8 65201 Wiesbaden/GermanyTelefon +49 611 6029-102 juergen.reck@sglcarbon.com Philipp Stieffenhofer – Senior Manager Corporate Communications & MarketingSöhnleinstraße 8 65201 Wiesbaden/GermanyTelefon +49 611 6029-104 philipp.stieffenhofer@sglcarbon.com www.sglcarbon.com LinkedIn Facebook Twitter

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    SGL Carbon SE: SGL Carbon erhält 42,9 Mio. Euro Fördermittel unter IPCEI für Graphitanodenmaterialien (GAM) in Lithium-Ionen-Batterien

    SGL CARBON SE / Schlagwort(e): Sonstiges SGL Carbon SE: SGL Carbon erhält 42,9 Mio. Euro Fördermittel unter IPCEI für Graphitanodenmaterialien (GAM) in Lithium-Ionen-Batterien 10.03.2021 / 09:24 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. SGL Carbon erhält 42,9 Mio. Euro Fördermittel unter IPCEI für Graphitanodenmaterialien (GAM) in Lithium-Ionen-Batterien Förderung in Höhe von 42,9 Mio. € bis 2028 für SGL Carbon GmbH durch Bund und Freistaat Bayern SGL Carbon-Projekt zielt auf europäische Fertigung innovativer Anodenmaterialien als eine zentrale Wertschöpfungstufe der Elektromobilität ab Wiesbaden, 10. März 2021. SGL Carbon GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der SGL Carbon SE, erhielt heute einen Förderbescheid vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für die Entwicklung und Industrialisierung von innovativen Anodenmaterialien aus synthetischem Graphit für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien. Das Förderprogramm läuft im Rahmen des zweiten europäischen IPCEI-Programms (Important Project of Common European Interest) / EUBatIn (European Battery Innovation), das sich zum Ziel gesetzt hat, eine wettbewerbsfähige europäische Wertschöpfungskette für Lithium-Ionen-Batterien basierend auf innovativen und nachhaltigen Technologien aufzubauen. Die SGL Carbon ist einer der wenigen Hersteller von synthetischem Graphit für Anodenmaterial in Europa. Der Beitrag des Unternehmens im IPCEI-Projekt erstreckt sich dabei von der Entwicklung von Anodenmaterialien mit gesteigerter Leistungsfähigkeit über energieeffiziente und nachhaltige Herstellungsprozesse bis hin zu neuartigen Recyclingkonzepten. Er umfasst auch deren Skalierung über den Pilotmaßstab in die Massenproduktion. Ziel ist es, über die Projektlaufzeit bis 2028 einen geschlossenen Kreislauf für diese Zellkomponente aufzubauen. Eine solide Grundlage für das Projekt hat die SGL Carbon bereits durch bisherige Investitionen wie etwa dem Batterieanwendungslabor am Standort Meitingen geschaffen. Bund und Freistaat Bayern stellen für das SGL Carbon-Projekt Fördermittel in Höhe von insgesamt 42,9 Mio. € zur Verfügung, die über die Projektlaufzeit abgerufen werden können. Bei der Finanzierung der geförderten Projektteile wird die SGL Carbon zum jeweiligen Zeitpunkt zunächst in Vorleistung gehen. Durch die bewilligten Fördermittel werden der SGL Carbon die Abschreibungen aus den Investitionen sowie die operativen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Förderprojekt dann anteilig, maximal bis zur genannten Fördersumme über die Laufzeit erstattet. Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:Wichtiger Hinweis: Soweit unsere Pressemitteilung in die Zukunft gerichtete Aussagen enthält, beruhen sie auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen und unseren aktuellen Prognosen und Annahmen. Naturgemäß sind zukunftsgerichtete Aussagen mit bekannten wie auch unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Einschätzungen abweichen können. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen z. B. nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld unserer Hauptkundenindustrien, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kosteneinsparungsprogrammen. Die SGL Carbon übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen oder sonst zu aktualisieren. 10.03.2021 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de Sprache: Deutsch Unternehmen: SGL CARBON SE Söhnleinstraße 8 65201 Wiesbaden Deutschland Telefon: +49 (0)611 6029 - 0 Fax: +49 (0)611 6029 - 101 E-Mail: investor-relations@sglcarbon.com Internet: www.sglcarbon.com ISIN: DE0007235301, DE000A2G8VX7 WKN: 723530, A2G8VX7 Indizes: Prime Standard Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Tradegate Exchange EQS News ID: 1174443 Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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    SGL Carbon setzt in der Krise auf konsequente Gegenmaßnahmen – Vergleichsweise solide Geschäftsentwicklung im dritten Quartal

    Umsatz im dritten Quartal mit 227 Mio. € etwa 10% höher als im Vorquartal. Operatives EBIT vor Sondereinflüssen mit rund 15 Mio. € deutlich besser als im pandemiebedingt schwachen Vorquartal Konzernumsatz im Neunmonatsvergleich verringert sich um rund 18 % auf 684 Mio. €. Operatives Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen bei 25 Mio. € (9M/2019: 54 Mio. €) Aktueller Stand der neuen 5-Jahresplanung, wie bereits am 30. Oktober berichtet, erfordert im vierten Quartal 2020 Wertminderung von 80 – 100 Mio. €. Zusätzlich Restrukturierungs-programm mit ergebnisverbessernden Maßnahmen über 100 Mio. € bis 2023 beschlossen Prognose für Konzernumsatz und operatives Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen für 2020 bestätigt. Prognose für das Konzernergebnis dagegen infolge Wertminderung und Aufwendungen für Restrukturierungen auf minus 130-150 Mio. € reduziert. Free Cashflow von rund 44 Mio. € in 9M/2020. Damit sehr positive Entwicklung der liquiden Mittel auf 167 Mio. € zum 30. September 2020 aufgrund strikter Ausgabendisziplin und nicht-kapitalmarktbezogener Finanzierungsmaßnahmen (Jahresende 2019: 137 Mio. €)   Die mittelfristigen Geschäftsaussichten der SGL Carbon sind von der Corona-Pandemie sowie von strukturellen Veränderungen in einigen Märkten geprägt. Während die Entwicklung dadurch bei Automobil und Luftfahrt niedriger ausfällt als im letzten 5-Jahresplan erwartet, wächst das Geschäft mit der Windenergie deutlich stärker als antizipiert. Diese Veränderungen im Mix und den daraus folgenden Ergebnisabweichungen veranlassten das Unternehmen zu einer anlassbezogenen Wertminderungsprüfung im Berichtssegment CFM. Auf Basis des aktuellen Stands der vorläufigen 5-Jahresplanung ergibt sich - wie am 30. 10. 2020 kommuniziert - die Notwendigkeit einer Wertminderung von 80-100 Mio. €, die im 4. Quartal 2020 gebucht wird. Um die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit der SGL Carbon nachhaltig zu stärken, hat der Vorstand ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm mit ergebnisverbessernden Maßnahmen von über 100 Mio. € bis zum Jahr 2023 beschlossen (Basisjahr 2019). Die Maßnahmen setzen sich zusammen aus einem geplanten sozialverträglichen Personalabbau von über 500 Mitarbeitern und umfangreichen Sachkosteneinsparungen. Zur Umsetzung dieses Restrukturierungsprogramms werden aus heutiger Sicht insgesamt Kosten in Höhe von etwa 40 Mio. € erwartet, von denen etwas mehr als die Hälfte im vierten Quartal 2020 gebucht wird. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das Unternehmen unverändert mit einem um 15 % bis 20 % rückläufigen Konzernumsatz und einem leicht positiven operativen Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen. Dagegen wird die Prognose für das Konzernergebnis aufgrund der vorgenannten Maßnahmen auf minus 130 bis 150 Mio. € reduziert. „Wie viele andere Unternehmen belastet die Corona-Pandemie auch uns erheblich. Hinzu kommen strukturelle Veränderungen in einigen unserer Märkte, etwa im Automobil und Luftfahrtbereich. Dank konsequenter Gegenmaßnahmen kommen wir aber operativ verhältnis-mäßig gut durch die Krise. Darüber hinaus haben wir mit unserem Restrukturierungsprogramm den Grundstein gelegt für die nachhaltige Transformation des Unternehmens hin zu einer schlankeren, profitablen und erfolgreichen SGL Carbon.“, erklärt Dr. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon. Konzern-Geschäftsentwicklung beeinflusst durch die Corona-Pandemie, strukturellen Veränderungen in einigen Märkten sowie von einem positiven Einmaleffekt Der Umsatz der SGL Carbon im dritten Quartal lag mit 227 Mio. € etwa 10% höher als im Vorquartal. Das operatives EBIT vor Sondereinflüssen war mit rund 15 Mio. € deutlich besser als im pandemiebedingt schwachen Vorquartal. Im Neunmonatszeitraum sanken die Umsatzerlöse dagegen deutlich um nahezu 18 % (kein Währungseffekt) auf 683,5 Mio. € (9M/2019: 832,4 Mio. €) vor allem aufgrund der pandemie-bedingten schwächeren Geschäftsentwicklung sowie erwarteter rückläufiger Entwicklungen bei Batterie & sonst. Energie (GMS) und Kapazitätsanpassungen bei Textilen Fasern (CFM). Entsprechend sank das EBIT vor Sondereinflüssen im gleichen Zeitraum um rund 38 % auf 33,9 Mio. € (9M/2019: 54,2 Mio. €). Hierin enthalten ist ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 8,5 Mio. € aus der Ausgleichsvereinbarung mit dem Käufer eines ehemaligen Geschäfts-bereichs (Showa Denko). Das Finanzergebnis verbesserte sich im Neunmonatszeitraum deutlich auf minus 23,4 Mio. € (Vorjahr: minus 32,6 Mio. €). Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern veränderte sich signifikant von minus 59,4 Mio. € in der Vorjahresperiode auf plus 1,4 Mio. € in der Berichtsperiode, da die Vorjahresperiode eine Wertminderung in Höhe von rund 75 Mio. € enthielt. Nach Steuern ergibt sich in der Berichtsperiode ein Konzernergebnis von minus 3,9 Mio. € gegenüber minus 74,5 Mio. € in der Vorjahresperiode. Der Free Cashflow verbesserte sich deutlich auf rund 44 Mio. € in 9M/2020 (9M/2019: minus 9,6 Mio. €). In der Folge stiegen die liquiden Mittel auf 167 Mio. € zum 30.9.2020 aufgrund strikter Ausgabendisziplin und nicht-kapitalmarktbezogener Finanzierungsmaßnahmen (Jahresende 2019: 137 Mio. €). Geschäftsentwicklung nach Segmenten Composites – Fibers & Materials (CFM): Zweites Quartal markierte den Tiefpunkt bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung – Deutliche Erholung im dritten Quartal Während das erste Quartal 2020 im Berichtssegment Composites – Fibers & Materials (CFM) von der Corona Krise noch weitgehend unbelastet war, wurden die negativen Effekte im zweiten Quartal 2020 deutlich spürbar. Erfreulicherweise schwächte sich der negative Einfluss im dritten Quartal wieder ab, so dass die Entwicklung – vor allem ergebnisseitig – im dritten Quartal deutlich besser verlaufen ist, als noch zum Halbjahr prognostiziert. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich der Umsatz der CFM um 20 % auf 97,7 Mio. € gesteigert. Beim EBIT vor Sondereinflüssen war sogar eine deutliche Zunahme von minus 1,9 Mio. € auf 8,8 Mio. € zu verzeichnen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 entwickelte sich der Umsatz dagegen um ca. 11 % rückläufig, das EBIT vor Sondereinflüssen verbesserte sich deutlich von minus 4,6 Mio. € im Vorjahresquartal auf 8,8 Mio. € in Q3/2020. Im Neunmonatsvergleich ist der Umsatz von 328,6 Mio. € in der Vorjahresperiode um rund 14 % (kein nennenswerter Währungseinfluss) zurückgegangen auf 283,4 Mio. €. Den prozentual größten Rückgang verzeichnete das defizitäre Marktsegment Textile Fasern. Dies liegt daran, dass die SGL Carbon Ende 2019 Ergebnisverbesserungsmaßnahmen angefangen hat, zwei Acrylfaserlinien stillzulegen und eine weitere Linie auf Precursor umzustellen. Coronabedingte Rückgänge wurden in den Marktsegmenten Automobil und Industrielle Anwendungen verzeichnet. Dagegen wuchs das Geschäft mit der Windenergiebranche um mehr als 60 % und entwickelte sich damit erneut besser als ursprünglich erwartet. Das Luftfahrtgeschäft blieb in etwa stabil auf niedrigem Niveau. Das EBIT vor Sondereinflüssen 2020 verbesserte sich von minus 1,8 Mio. € in der Vorjahres-periode auf 10,6 Mio. € im Dreivierteljahr 2020. Die deutlich verbesserten Ergebnisse im Geschäft mit der Windenergiebranche sowie die positiven Effekte aus den Ende 2019 einge-leiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen wurden nur teilweise aufgezehrt durch das schwächere Automobilgeschäft und durch das um rund 4 Mio. € verschlechterte Ergebnis aus At-Equity bilanzierten Beteiligungen. Entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge in diesem Geschäftsbereich von minus 0,5 % auf 3,7 % in der Berichtsperiode. Nach Berücksichtigung von Sondereinflüssen in Höhe von minus 7,6 Mio. € hat sich das EBIT in den ersten neun Monaten 2020 auf 3,0 Mio. € verbessert (9M/2019: minus 82,8 Mio. €). Die Sondereinflüsse in der Berichtsperiode sowie im Vorjahreszeitraum beinhalteten die Abschreib-ung aus der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Anteile an den SGL Composites Gesell-schaften sowie den Wertminderungsaufwand in Höhe von 74,7 Mio. € in der Vorjahresperiode. Graphite Materials & Systems (GMS): Negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung infolge Corona-Pandemie und spätzyklischer Natur des Geschäfts weiter verstärkt Im Berichtssegment Graphite Materials & Systems (GMS) haben sich die Folgen der Corona-Pandemie im dritten Quartal 2020 weiter verstärkt. Dies lässt sich im Wesentlichen auf die spätzyklische Natur des GMS-Geschäfts zurückführen. Hier ging im Vergleich zum Vorquartal der Umsatz um rund 7 % auf 115,1 Mio. € zurück. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um rund 11% auf 11,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Umsatz im dritten Quartal um rund 25 % und das EBIT um rund 55 %. Im Neunmonatsvergleich sank der Umsatz um rund 22 % (kein nennenswerter Währungseffekt) auf 373,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahresniveau. Dazu beigetragen haben erwartete Veränderungen in der Lieferkette im Lithium-Ionen-Batteriegeschäft sowie pandemiebedingte niedrigere Umsätze in allen Marktsegmenten mit Ausnahme des Marktsegments Halbleiter, wo der Umsatz leicht zweistellig gewachsen ist. Gegenüber dem Rekordergebnis von 74,5 Mio. € in der Vorjahresperiode ist das EBIT in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit 35,4 Mio. € um rund 52 % zurückgegangen. Allein aus dem IFRS 15 Effekt ergab sich im Jahresvergleich eine Ergebnisverschlechterung von rund 10 Mio. €. Die EBIT-Marge verschlechterte sich auf 9,5 % (9M/2019: 15,5 %). Analog zum Umsatz verzeichneten fast alle Marktsegmente einen Ergebnisrückgang gegenüber der Vorjahres-periode. Lediglich die Marktsegmente Halbleiter sowie Automobil & Transport konnten sich nahe dem Niveau der Vorjahresperiode stabilisieren. Corporate: Umsatz und Ergebnis positiv beeinflusst durch Einmalertrag infolge Vereinbarung mit Showa Denko Die Umsatzerlöse im Berichtssegment Corporate in den ersten neun Monaten 2020 lagen rund 14 % über dem Vorjahr (kein Währungseffekt) aufgrund der im Juli 2020 zwischen SGL Carbon und Showa Denko geschlossenen Vereinbarung, sämtliche gegenseitigen vertraglichen Beziehungen einvernehmlich durch Ausgleichszahlungen von Showa Denko in Höhe eines niedrigen zweistelligen Mio. €-Betrags zu ändern bzw. zu beenden. Ein Anteil von 8,5 Mio. € des verein-barten Ausgleichsbetrags erfolgt als Kompensation für vorzeitig gekündigte Dienstleistungs- und Mietverträge und wurde im dritten Quartal 2020 umsatz- und ergebniswirksam als positiver Einmaleffekt erfasst. Mit minus 20,6 Mio. € verschlechterte sich das operative EBIT vor Sondereinflüssen im Berichtssegment Corporate um 11 % gegenüber der Vergleichsperiode (9M/2019: minus 18,5 Mio. €). Unter Berücksichtigung des positiven Einmaleffekts in Höhe von 8,5 Mio. € und von Sondereinflüssen in Höhe von minus 1,5 Mio. € verbesserte sich das EBIT um rund 27 % auf minus 13,6 Mio. € (9M/2019: minus 18,5 Mio. €). Sondereinflüsse in der Berichtsperiode beinhalteten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen für Beratung. Free Cashflow: Deutliche Verbesserung aufgrund verbesserter operativer Performance, optimiertem Working Capital sowie restriktiven Investitionsausgaben      Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in den ersten neun Monaten 2020 verbesserte sich deutlich um 38,9 Mio. € auf 68,8 Mio. €, insbesondere weil - im Gegensatz zu den Vorjahren - kein wesentlicher Aufbau des Nettoumlaufvermögens im Neunmonatszeitraum erfolgte. Zudem wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 39,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf minus 25,1 Mio. € in der Berichtsperiode verringert. Die Investitionen wurden in der Berichts-periode deutlich um rund ein Drittel auf 33,2 Mio. € reduziert (9M/2019: 50,7 Mio. €). Der Free Cashflow aus fortgeführten Tätigkeiten verbesserte sich als Folge der oben genannten Effekte deutlich auf 43,7 Mio. € (9M/2019: minus 9,6 Mio. €). Ausblick 2020 Prognose Konzern: Umsatz und operatives EBIT vor Sondereinflüssen bestätigt. Jahresergebnis deutlich unter bisheriger Prognose. Komfortable Liquiditätssituation Trotz der anhaltenden, von Covid-19 dominierten Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Situation, hatte die SGL Carbon am 28. Juli 2020 unter gewissen Annahmen eine Konzern-prognose  für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Obwohl sich kurzfristig die Unsicherheit bezüglich einer zweiten Pandemiewelle und ein hiermit einhergehender weiterer rezessionsbedingter Nachfragerück-gang erhöht hat, kann das Unternehmen an seiner Prognose für Konzernumsatz und dem operativen Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen für das Geschäftsjahr 2020 festhalten: Auf Basis der oben aufgeführten Entwicklungen in den Berichtssegmenten rechnet die SGL Carbon im Gesamtjahr 2020 unverändert mit einem um 15 % bis 20 % rückläufigen Konzernumsatz und einem leicht positiven operativen EBIT vor Sondereinflüssen. Wie in der Mitteilung vom 30. Oktober 2020 angekündigt, dürfte das Konzernjahresergebnis aus fortgeführten Aktivitäten deutlich unter der bisherigen Prognose (Verbesserung auf einen negativen zweistelligen Mio. € Betrag) und dem Vorjahresergebnis von minus 90 Mio. € liegen und minus 130 bis 150 Mio. € erreichen. Gründe hierfür sind die Wertminderung und Restrukturierungsaufwendungen, die im vierten Quartal 2020 gebucht werden.  Um den reduzierten operativen Ergebniserwartungen Rechnung zu tragen und im Sinne eines konservativen Free Cashflow-Managements, hat die SGL Carbon die Investitionsausgaben im laufenden Jahr auf rund 60 Mio. € begrenzt. Der Fokus der Investitionen bei CFM liegt auf Automobil (vor allem für neue Batteriekasten-Aufträge). Darüber hinaus wurde in die erwähnte Umstellung einer weiteren textilen Acrylfaserlinie auf Precursor zur Versorgung der Carbonfaserproduktion investiert. Bei der GMS liegt der Investitionsschwerpunkt auf dem Marktsegment Batterie & sonst. Energie (Brennstoffzellenkomponenten). Aufgrund der oben erwähnten erfolgreichen Umsetzung von zusätzlichen, nicht-kapitalmarktbezogenen Finanzierungsmaßnahmen kann die SGL Carbon die im März 2020 avisierte Erhöhung der Nettofinanzschulden zum Jahresende 2020 um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag im Vergleich zu Ende 2019 trotz einer deutlich niedrigeren operativen Ergebniserwartung weitgehend bestätigen. Die Erhöhung der Nettofinanzschulden ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die bis Jahresende fällige Zahlung des Kaufpreises für SGL Composites US (Carbonfaserwerk des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens mit BMW in Moses Lake, Washington, USA) in Höhe von 62 Mio. USD. Auf Basis der guten Liquidität zum 30. September 2020, weiterer Zahlungseingänge aus den vorgenannten Maßnahmen und trotz der im vierten Quartal 2020 geplanten Kaufpreiszahlung sowie der anstehenden Auszahlungen für die Restrukturierungsmaßnahmen erwartet das Unternehmen eine weiterhin komfortable Liquiditätssituation. Darüber hinaus hat die SGL Carbon unverändert Zugang zu einem ungezogenen syndizierten Kredit in Höhe von 175 Mio. €. Prognose CFM: Umsatzrückgang um etwa 10 %, dennoch deutliche Verbesserung im operativem EBIT vor Sondereinflüssen.    Für den Geschäftsbereich CFM wird weiterhin ein Umsatzrückgang von etwa 10 % erwartet. Der Rückgang im Marktsegment Textile Fasern, der vor allem auf die Kapazitätsanpassung zurückzuführen ist, sowie der insbesondere im zweiten Quartal 2020 erfolgte COVID-19 bedingte Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie, wird voraussichtlich nicht durch das starke Wachstum im Windgeschäft kompensiert werden können. Für das operative EBIT vor Sondereinflüssen erwartet das Unternehmen nun ein leicht positives Ergebnis. Unter anderem tragen die bereits im zweiten Halbjahr 2019 eingeleiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen bei Textile Fasern sowie den Anfang 2020 durchgesetzten Preiserhöhungen im Windenergie-segment zur Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr bei. Prognose GMS: Umsatzrückgang um etwa 20 % sowie überproportionaler Rückgang beim operativen EBIT vor Sondereinflüssen um mind. 50 % Im Geschäftsbereich GMS antizipiert die SGL Carbon nach wie vor einen Umsatzrückgang um rund 20 % aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens in allen Marktsegmenten bis auf das Halbleitergeschäft, das leicht wachsen dürfte. Auch für das operative EBIT vor Sonder-einflüssen wird unverändert ein Rückgang um mindestens 50 % erwartet aufgrund der rückläufigen Umsatzentwicklung und der deutlich niedrigeren Kapazitätsauslastung. Prognose Corporate: Deutliche Verschlechterung des operativen EBIT vor Sondereinflüssen Im Berichtssegment Corporate wird weiterhin eine deutliche Verschlechterung im operativen EBIT vor Sondereinflüssen erwartet, zum einen aufgrund von höheren Beraterkosten, zum anderen weil das Vorjahr durch Einmalerträge für Serviceleistungen an den Käufer des ehemaligen PP-Geschäfts begünstigt war. Diese Prognose berücksichtigt nicht die positiven Einmalerträge im dritten Quartal 2020 in Höhe von 8,5 Mio. €. Wichtige Kennzahlen der SGL Carbon(in Millionen Euro)   Dreivierteljahr 2020 Dreivierteljahr 2019 Veränderung Umsatzerlöse 683,5 832,4 -17,9 % Ergebnis aus Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen 86,0 107,2 -19,8 % Operatives EBIT 1) vor Sondereinflüssen 25,4 54,2 -53,1 % Ergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen 33,9 54,2 -37,5 % Umsatzrendite (EBIT-Marge) 2) 5,0 % 6,5 % -1,5 %-Punkte Kapitalrendite (ROCEEBIT) 3) 2,3 % 4,7 % -2,4 %-Punkte Ergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) 24,8 -26,8 - Konzernergebnis -3,9 -74,5 94,8 % Ergebnis je Aktie, unverwässert und verwässert (in €) 4) -0,03 -0,61 95,1 % Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -33,2 -50,7 -34,5 % Free Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten 43,7 -9,6 -     30. September 2020 31. Dezember 2019 Veränderung Bilanzsumme 1.454,1 1.504,8 -3,4 % Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 372,0 418,6 -11,1 % Nettofinanzschulden 5) 262,4 288,5 -9,0 % Verschuldungsfaktor 6) 2,66 2,40 - Eigenkapitalquote 7) 25,6 % 27,8 % -2,2 %-Punkte Mitarbeiter 4.948 5.127 -3,5 %  1 Ergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen und vor positiven Einmaleffekten von 8,5 Mio. im Dreivierteljahr 20202 Ergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen zu Umsatz3 Ergebnis aus Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen der letzten zwölf Monate zu durchschnittlich gebundenem Kapital - fortgeführte Aktivitäten (Summe von Geschäftswert, sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, At-Equity bilanzierte Beteiligungen und Nettoumlaufvermögen)4 Bezogen auf eine durchschnittliche Zahl von 122,3 Millionen Aktien (Vorjahr: 122,3 Millionen Aktien)5 Finanzschulden (nominal) abzüglich liquider Mittel6 Nettofinanzschulden zu EBITDA vor Sondereinflüssen der letzten zwölf Monate7 Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens zu Bilanzsumme Über SGL Carbon Die SGL Carbon ist ein technologiebasiertes und weltweit führendes Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung von kohlenstoffbasierten Lösungen. Ihre hochwertigen Materialien und Produkte aus Spezialgraphit und Verbundwerkstoffen kommen in zukunftsbestimmenden Industriebranchen zum Einsatz: Automobil, Luft- und Raumfahrt, Halbleitertechnik, Solar- und Windenergie, LED sowie bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, Brennstoffzellen und anderen Energiespeichersystemen. Darüber hinaus entwickeln wir Lösungen für die Bereiche Chemie und industrielle Anwendungen. Im Jahr 2019 erzielte die SGL Carbon SE einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 5.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 31 Standorten in Europa, Nordamerika und Asien. Materialien, Produkte und Lösungen der SGL Carbon sind in die großen Zukunftsthemen eingebunden: nachhaltige Mobilität, neue Energien und branchenübergreifende Digitalisierung. Weiterentwicklungen in diesen Bereichen erfordern intelligentere, miteinander vernetzte, effizientere und nachhaltige Lösungen. Hier setzt die unternehmerische Vision der SGL Carbon an: einen Beitrag zu leisten zu einer smarteren Welt. Weitere Informationen zur SGL Carbon sind unter www.sglcarbon.com/presse zu finden.   Wichtiger Hinweis: Soweit unsere Pressemitteilung in die Zukunft gerichtete Aussagen enthält, beruhen sie auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen und unseren aktuellen Prognosen und Annahmen. Naturgemäß sind zukunftsgerichtete Aussagen mit bekannten wie auch unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Einschätzungen abweichen können. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen z. B. nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld unserer Hauptkundenindustrien, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kosteneinsparungsprogrammen. Die SGL Carbon übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen oder sonst zu aktualisieren.   SGL Carbon SERaj Junginger – Head of Capital Markets & CommunicationsSöhnleinstraße 8 65201 Wiesbaden/Germany Telefon +49 611 6029-100 Telefax +49 611 6029-101 presse@sglcarbon.com www.sglcarbon.com  LinkedIn  Facebook  Twitter