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Hannover Rück SE (HNR1.DE)

XETRA - XETRA Verzögerter Preis. Währung in EUR
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140,30-3,70 (-2,57%)
Börsenschluss: 5:35PM MEZ
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Kurs Vortag144,00
Öffnen142,90
Gebot140,80 x 9600
Briefkurs140,90 x 18700
Tagesspanne140,10 - 143,20
52-Wochen-Spanne98,25 - 169,10
Volumen186.353
Durchschn. Volumen163.783
Marktkap.16,92B
Beta (5 J., monatlich)0,79
Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.)17,83
EPS (roll. Hochrechn.)7,87
Gewinndatum11. März 2021
Erwartete Dividende & Rendite4,00 (2,85%)
Ex-Dividendendatum06. Mai 2021
1-Jahres-Kursziel110,10
  • DGAP

    Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

    DGAP-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges 04.02.2021 / 07:30 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Unternehmensmeldung Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021 Erneuerung zum 1. Januar 2021 mit währungskursbereinigter Prämiensteigerung von 8,5 % Nordamerika, Großbritannien sowie Spezialsparten mit besonders deutlichen Preissteigerungen Rückversicherer profitieren bei proportionalen Deckungen von deutlichen Preiserhöhungen in der Erstversicherung Durchschnittlicher Preisanstieg des erneuerten Geschäfts von 5,5 % Weitere Verbesserungen bei Preisen und Konditionen im Jahresverlauf zu erwarten Ausblick für 2021 bestätigt - Konzerngewinn von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd. EUR Konzerngewinn 2020 erreicht auf Basis vorläufiger Eckzahlen 883 Mio. EUR Hannover, 4. Februar 2021: Die Hannover Rück hat in der Vertragserneuerung zum 1. Januar 2021 ein währungskursbereinigtes Prämienwachstum in der traditionellen Schaden-Rückversicherung von 8,5 % verzeichnet. Dabei konnte ein Preisanstieg des erneuerten Geschäfts von 5,5 % erreicht werden. Haupttreiber für diese Preisentwicklung waren neben erneut hohen Groß- und Frequenzschäden in unterschiedlichen Regionen auch das niedrigere Zinsumfeld und die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie. "Wir blicken auf eine insgesamt sehr zufriedenstellende Vertragserneuerungsrunde zurück. Die Preisdynamik des vergangenen Jahres hat sich in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar fortgesetzt. Die nachhaltige Trendwende bei den Preisen hält an", sagte Jean-Jacques Henchoz, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Wir konnten über alle Sparten und Regionen hinweg weitere Verbesserungen bei Preisen und Konditionen in unterschiedlicher Ausprägung durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten sind kapitalstarke Rückversicherer wie wir besonders gefragt." Vom Prämienvolumen des Vorjahres auf Zeichnungsjahrbasis von 11.531 Mio. EUR in der traditionellen Schaden-Rückversicherung standen zum 1. Januar 2021 Verträge mit einem Prämienvolumen von 7.753 Mio. EUR oder 67 % des Geschäfts zur Erneuerung an. Hiervon wurden 7.018 Mio. EUR verlängert und 735 Mio. EUR gekündigt oder in veränderter Form erneuert. Inklusive der Zuwächse von 1.396 Mio. EUR aus neuen Verträgen sowie aus veränderten Preisen und Anteilen lag das erneuerte Prämienvolumen bei 8.414 Mio. EUR. In der Erneuerung wuchs die proportionale Rückversicherung um 8,3 % und erreichte ein erneuertes Prämienvolumen von 6.329 Mio. EUR. Der Preisanstieg belief sich hier auf 4,4 %. Das erneuerte Prämienvolumen in der nicht-proportionalen Rückversicherung wuchs um 9,3 % auf 2.085 Mio. EUR. Der Preisanstieg betrug 8,8 %. Regionale Märkte: Deutliche Zuwächse insbesondere in Nordamerika und Großbritannien In der Berichtskategorie Amerika, die Nord- und Lateinamerika umfasst, stieg das Prämienvolumen in der Erneuerung um 15,3 %. Nordamerika verzeichnete dabei erneut ein deutliches Prämienwachstum, das durch den Ausbau von Kundenbeziehungen und einer Verhärtung der Marktkonditionen geprägt war. Die Ratensteigerungen im Erstversicherungsgeschäft in fast allen Sparten als auch die Verbesserung der Rückversicherungskonditionen werden sich positiv auf die Ertragslage im Kalenderjahr 2021 auswirken. Die Hannover Rück rechnet auch für die noch unterjährig anstehenden Erneuerungen mit weiteren Geschäftsmöglichkeiten, da die Erstversicherer vermehrt hochwertige Rückversicherungskapazität nachfragen. Insbesondere für die Sachversicherung mit Betriebsunterbrechungsdeckungen, aber auch in anderen Sparten, wurden Deckungen und Ausschlüsse für Pandemie- und Cyber-Risiken konkretisiert. Trotz der aktuellen Pandemie wachsen die Märkte in Lateinamerika weiterhin stark in den jeweiligen Originalwährungen. Die Rückversicherungskonditionen haben sich insbesondere in Brasilien und Chile weiter verhärtet. Für 2021 erwartet die Hannover Rück, dass sich hier der Trend der Verbesserungen weiter fortsetzen wird. In der Region Asien-Pazifik konnte die Hannover Rück das Prämienvolumen mit einem Wachstum von 4,1 % leicht steigern und gleichzeitig die Ertragskraft steigern. Die Märkte zeigten sich während der Erneuerungsverhandlungen sehr heterogen und waren nicht einheitlich durch deutliche Konditionsverbesserungen geprägt. In China lag der Fokus nach Jahren sehr starken Wachstums auf dem profitablen Ausbau des bereits bestehenden Portfolios. In Südostasien stieg das Prämienvolumen nochmals um mehr als 20 %. In Korea ist ebenfalls eine signifikante Steigerung der Prämieneinnahmen gelungen, wobei sich die Bedingungen nachhaltig verbessert haben. Das Prämienvolumen für die Berichtskategorie Europa, Naher Osten und Afrika wuchs um 10,6 %. In Kontinentaleuropa hat die Hannover Rück durch die starke Fokussierung auf profitables Geschäft ihr Prämienvolumen reduziert. Die Nachfrage nach Rückversicherung war in der gesamten Region weiterhin hoch. Das Preisniveau stieg vor allem in schadenbetroffenen Programmen abermals stark an. Das Geschäft in Deutschland, Schweiz, Österreich und Italien konnte erfolgreich ausgebaut werden. Die innerhalb der Hannover Rück für Deutschland zuständige Tochtergesellschaft E+S Rückversicherung AG konnte ihre führende Position weiter stärken und insgesamt verbesserte Preise und Konditionen erzielen. Insbesondere bei schadenbelasteten Programmen mit Schwerpunkten in Gewerbe und Industrie wurden dabei in der Sach-Sparte deutliche Verbesserungen erzielt. In der Kfz-Rückversicherung blieben die Preise trotz des pandemiebedingt rückläufigen Verkehrsaufkommens und entsprechend geringerer Schäden stabil. Das Ratenniveau ist in diesem Segment weiter auskömmlich. Im Geschäft in Großbritannien, Irland und im Londoner Markt waren deutliche Verbesserungen bei Preisen und Konditionen zu erzielen. Dies betraf sowohl nicht-proportionales Motorgeschäft als auch Naturkatastrophenrisiken. Die Preise in den Haftpflichtsparten stiegen vor dem Hintergrund der originalseitigen Veränderungen ebenfalls deutlich an. Neben den beschriebenen Verbesserungen der Konditionen wurden die Bedingungswerke für verschiedene Sparten mit Ausschlüssen für Cyber- und Pandemierisiken versehen. Zudem trugen erhöhte Selbstbehalte der Kunden zu einer Verbesserung der Qualität des Portefeuilles bei. Globale Märkte: Deutliche Zuwächse insbesondere bei Luftfahrt und Transport In der Luftfahrt- und Transportrückversicherung wuchs das Prämienvolumen um 8,2 %. In der Luftfahrtrückversicherung hat sich das Marktumfeld auch aufgrund der Verschlechterung eines Großschadens weiterhin zugunsten der Rückversicherer verbessert. Der negative Einfluss auf das Prämienvolumen durch zum Teil deutlich geringere Aktivitäten im Luftfahrtbereich aufgrund von Covid-19 konnte durch diese Entwicklung begrenzt werden. Begünstigt durch ein sich deutlich verhärtendes Erstversicherungsumfeld konnte der Markt für Transportrückversicherung diesem Trend folgen. Trotz weiterhin intensiven Wettbewerbs und existierender Kapazitäten konnte ein besseres Preis- und Risikogefüge sowohl im Transport- als auch Meerestechniksegment erzielt werden. In der Sparte Kredit, Kaution und politische Risiken wirkten sich bislang keine pandemiebedingten Insolvenzen aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen aus. Das Prämienvolumen stieg um 5,3 %, sowohl dank des Ausbaus bestehender Geschäftsbeziehungen als auch dank der Gewinnung neuer Kunden. Die Konditionen zeigten sich sichtbar verbessert. Im Naturkatastrophengeschäft ließen sich leicht verbesserte Preise und Konditionen erzielen. Im US-Naturkatastrophengeschäft waren insbesondere bei schadenbelasteten Programmen Preissteigerungen von rund 10 % möglich. In Europa waren größtenteils nur in schadenbetroffenen Programmen deutliche Preiserhöhungen erzielbar. Für schadenfreie Programme blieben die Preise stabil bis leicht erhöht. In Summe zeigte sich aber auch hier ein im Vergleich zur Vorjahreserneuerung verbessertes Ratenniveau. In der strukturierten Rückversicherung, die ganzjährig erneuert wird, war weltweit eine höhere Nachfrage nach solvenzentlastenden Rückversicherungslösungen zu verzeichnen. Auch in der fakultativen Rückversicherung wird verstärkt Wert auf einen hochwertigen Versicherungsschutz gelegt. Hier haben sich in fast allen Regionen und Sparten die Preise und Konditionen verbessert und das Prämienvolumen konnte gesteigert werden. Ausblick für 2021 bestätigt "Der positive Trend aus der Erneuerungsrunde zum 1. Januar sollte sich auch in den unterjährigen Erneuerungsrunden fortsetzen", sagte Henchoz. "Die deutlichen Preissteigerungen, die wir auf der Erstversicherungsseite in vielen Sparten sehen, werden sukzessive auch die Raten in der Rückversicherung unterstützen. Hier profitieren wir direkt über proportionale Deckungen." Wie bereits im November mitgeteilt, erwartet die Hannover Rück für das Geschäftsjahr 2021 einen Konzernüberschuss von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd. EUR. Auf Basis konstanter Währungskurse sollte das Wachstum der Konzernbruttoprämie rund 5 % betragen und die Kapitalanlagerendite bei rund 2,4 % liegen. Alle Aussagen zu zukünftigen Zielen stehen wie üblich unter dem Vorbehalt, dass die Großschadenbelastung im Rahmen des Erwartungswerts von 1,1 Mrd. EUR bleibt und dass es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt. Auch die Dividendenpolitik wird wie in den Vorjahren unverändert fortgeführt. Vorläufige Eckzahlen für das Geschäftsjahr 2020 Der Konzernüberschuss der Hannover Rück erreichte im Geschäftsjahr 2020 auf Basis vorläufiger Eckzahlen einen Wert von 883 Mio. EUR (1,28 Mrd. EUR). Die Bruttoprämie stieg währungskursbereinigt um rund 12 % auf 24,8 Mrd. EUR (22,6 Mrd. EUR). Die Kapitalanlagerendite aus selbstverwalteten Kapitalanlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr belief sich auf 3,0 %. Die kombinierte Schaden-Kostenquote verschlechterte sich auf 101,6 % (98,2 %) und liegt damit über dem Zielwert von maximal 97 % für das Gesamtjahr. "Unser äußerst robustes Ergebnis im Pandemiejahr 2020 zeigt, dass wir mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell, unserem Risikomanagement und unserer Kapitalstärke solche Extremsituationen gut meistern können", sagte Henchoz. "Wir sind gut aufgestellt, um unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2021 zu erreichen." Die Hannover Rück veröffentlicht ihren testierten Jahresabschluss am 11. März 2021. Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 24 Mrd. EUR der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 150 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior". Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter: https://www.hannover-rueck.de/535878 Kontakt Corporate Communications: Karl Steinle Tel. +49 511 5604-1500 karl.steinle@hannover-re.com Media Relations: Oliver Süß Tel. +49 511 5604-1502 oliver.suess@hannover-re.com Investor Relations: Axel Bock Tel. +49 511 5604-1736 axel.bock@hannover-re.com www.hannover-rueck.de 04.02.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de Sprache: Deutsch Unternehmen: Hannover Rück SE Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Deutschland Telefon: +49-(0)511-5604-1500 Fax: +49-(0)511-5604-1648 Internet: www.hannover-re.com ISIN: DE0008402215 WKN: 840 221 Indizes: MDAX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard), Hannover; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate Exchange; Börse Luxemburg EQS News ID: 1165514 Ende der Mitteilung DGAP News-Service

  • DGAP

    Hannover Rück erwartet Konzerngewinn von mehr als 800 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2020

    DGAP-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Zwischenbericht/Planzahlen 04.11.2020 / 07:30 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Unternehmensmeldung Hannover Rück erwartet Konzerngewinn von mehr als 800 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2020 Bruttoprämie steigt in den ersten neun Monaten währungskursbereinigt um 12,3 % Eigenkapital steigt um 2,8 % auf 10,8 Mrd. EUR Eigenkapitalrendite erreicht 8,3 % Zusätzliche Reserven für Covid-19 im dritten Quartal im Rahmen der Erwartungen Nettokonzernergebnis von 667,8 Mio. EUR aufgrund von Covid-19-Reservierungen unter Vorjahreswert Konzerngewinnziel für 2020 von mehr als 800 Mio. EUR Ausblick 2021: Konzerngewinn von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd. EUR Hannover, 4. November 2020: Die Hannover Rück erwartet einen Nettokonzerngewinn von mehr als 800 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2020. Für den Schadenkomplex Covid-19 hat die Hannover Rück ihre Reserven in der Schaden-Rückversicherung um 100 Mio. EUR auf eine Gesamtsumme von 700 Mio. EUR per Ende September erhöht. In der Personen-Rückversicherung belaufen sich die Covid-19-Belastungen auf nunmehr 160 Mio. EUR. "Die Belastungen aus der Covid-19-Pandemie sind nach dem Ende des dritten Quartals besser abschätzbar, sodass wir uns wieder in der Lage sehen, Gewinnziele für 2020 und 2021 zu nennen", sagte Jean-Jacques Henchoz, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Während wir uns auf Basis der umsichtigen Reservierungen mit unserer Prognose für 2020 recht wohl fühlen, hängt der Ausblick für das kommende Jahr vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Die Entwicklung der Rückversicherungspreise stimmt uns gleichwohl positiv." Konzerngewinn erreicht nach neun Monaten 667,8 Mio. EUR Die gebuchte Konzernbruttoprämie erhöhte sich zum 30. September 2020 um 10,9 % auf 19,3 Mrd. EUR (17,4 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 12,3 % betragen. Die verdiente Nettoprämie stieg um 9,6 % auf 15,8 Mrd. EUR (14,4 Mrd. EUR), währungskursbereinigt um 11,1 %. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 902,9 Mio. EUR um 35,3 % unter dem Vorjahreswert (1.395,4 Mio. EUR). Der Konzernüberschuss ging um 33,4 % auf 667,8 Mio. EUR (1.003,2 Mio. EUR) zurück. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 5,54 EUR (8,32 EUR). Die Kapitalbedeckungsquote, welche die Risikotragfähigkeit der Hannover Rück misst, lag per Ende September bei 222 %. Dieser Wert liegt deutlich über dem internen Limit von 180 % und über dem Schwellenwert von 200 %. Schaden-Rückversicherung: Großschadenbelastung übertrifft veranschlagtes Budget In der Schaden-Rückversicherung sind die Belastungen aus der Covid-19-Pandemie mittlerweile zumindest für das laufende Jahr deutlich besser abzuschätzen. Zudem war bei den unterjährigen Erneuerungsrunden aufgrund der Belastungen aus der Pandemie, Großschäden und dem Niedrigzinsumfeld eine zunehmende und nachhaltige Verbesserung bei den Preisen und Konditionen für Erst- und Rückversicherer festzustellen. Die gebuchte Bruttoprämie in der Schaden-Rückversicherung wuchs um 14,5 % auf 13,3 Mrd. EUR (11,7 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 15,9 % betragen. Die verdiente Nettoprämie stieg um 13,2 % auf 10,5 Mrd. EUR (9,3 Mrd. EUR); auf währungskursbereinigter Basis hätte das Wachstum 14,7 % betragen. Die Netto-Großschadenbelastung lag in den ersten neun Monaten bei 1,1 Mrd. EUR. Davon entfielen 700 Mio. EUR auf den Schadenkomplex Covid-19. Zu den größten Netto-Schäden des dritten Quartals zählten, neben der Pandemie, ein Derecho-Sturm in den USA mit 83,9 Mio. EUR, der US-Hurrikan "Laura" mit 64,4 Mio. EUR und die Explosion im Hafen von Beirut mit 67,4 Mio. EUR. Folglich belief sich die kombinierte Schaden-Kostenquote in der Schaden-Rückversicherung auf 101,4 % (98,6 %). Um die Covid-19-bezogenen Schadenreserven bereinigt und unter Berücksichtigung einer Großschadenauslastung im Rahmen der Erwartungen hätte die kombinierte Schaden-Kostenquote 97,6 % betragen. Das operative Ergebnis (EBIT) der Schaden-Rückversicherung reduzierte sich um 36,0 % auf 588,5 Mio. EUR (919,0 Mio. EUR). Der Beitrag der Schaden-Rückversicherung zum Konzernergebnis fiel um 34,7 % auf 418,2 Mio. EUR (640,1 Mio. EUR). Personen-Rückversicherung: Belastungen aus Covid-19 in Höhe von 160 Mio. EUR In der Personen-Rückversicherung summierten sich die Belastungen aus der Covid-19-Pandemie per Ende September auf 160 Mio. EUR, wobei sich die konkreten Schadenmeldungen auf 91 Mio. EUR beliefen. Der Großteil entfiel dabei auf Leistungen für Erkrankungs- und Todesfälle in den USA. "Der Anstieg der Rückstellungen für Covid-19 in der Personen-Rückversicherung bildet das weltweite Infektionsgeschehen entsprechend unserer konservativen Reservierungspolitik ab", sagte Jean-Jacques Henchoz. "Dank der erfolgreichen Sanierung unseres US-Mortalitätsbestandsgeschäfts im Vorjahr können wir trotz der deutlichen Erhöhung der Risikovorsorge mit dem Ergebnis des Geschäftsfeldes sehr zufrieden sein." Die gebuchte Bruttoprämie in der Personen-Rückversicherung stieg per Ende September um 3,6 % auf 5,9 Mrd. EUR (5,7 Mrd. EUR); währungskursbereinigt hätte das Wachstum 5,0 % betragen. Ursächlich hierfür war vor allem ein anhaltend hohes Wachstum in Asien und Australien. Die verdiente Nettoprämie stieg auf 5,3 Mrd. EUR (5,1 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 4,4 % betragen. Nachdem das Ergebnis der Personen-Rückversicherung im Vorjahr zudem wesentlich von einem Einmalertrag bei den Kapitalanlagen begünstigt war, fiel das operative Ergebnis (EBIT) per Ende September um 34,0 % auf 315,5 Mio. EUR (477,7 Mio. EUR). Der Beitrag der Personen-Rückversicherung zum Konzernergebnis reduzierte sich um 26,4 % auf 296,6 Mio. EUR (402,9 Mio. EUR). Kapitalanlagen: Kapitalanlagerendite erreicht 2,8 % Der Bestand an selbstverwalteten Kapitalanlagen erhöhte sich auf 49,0 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 47,6 Mrd. EUR). Die ordentlichen Kapitalanlageerträge ohne Depotzinsen gingen um 11,5 % auf 919,4 Mio. EUR (1.039,3 Mio. EUR) zurück. Insgesamt konnte die Hannover Rück ein Kapitalanlageergebnis von 1.185,0 Mio. EUR (1.331,9 Mio. EUR) erzielen. Die annualisierte Durchschnittsrendite erreichte damit 2,8 %. Eigenkapital: Eigenkapital steigt um 2,8 % auf 10,8 Mrd. EUR Das Eigenkapital der Hannover Rück stieg zum 30. September 2020 um 2,8 % auf 10,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 10,5 Mrd. EUR). Der Buchwert je Aktie lag damit bei 89,74 EUR (31. Dezember 2019: 87,30 EUR). Die annualisierte Eigenkapitalrendite lag zum 30. September 2020 bei 8,3 % (31. Dezember 2019: 13,3 %). Ausblick 2020: Neues Konzerngewinnziel von mehr als 800 Mio. EUR Für das laufende Jahr rechnet die Hannover Rück auf Basis der vorliegenden Schadenschätzungen zu Covid-19 mit einem Konzerngewinn von mehr als 800 Mio. EUR. Die Kapitalanlagerendite sollte rund 2,7 % betragen und die gebuchte Konzernbruttoprämie sollte währungskursbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. In den zurückliegenden Erneuerungsrunden in der Schaden-Rückversicherung konnte die Hannover Rück von der gestiegenen Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Rückversicherungsschutz zu verbesserten Preisen und Konditionen profitieren. Diese Trendwende nach einer langen Phase des weichen Marktes dürfte sich sowohl in der Erst- als auch in der Rückversicherung weiter fortsetzen. Für die Erneuerungen zum 1. Januar 2021 in der Schaden-Rückversicherung geht die Hannover Rück entsprechend von steigenden Prämieneinnahmen und höheren Preisen aus. Bezüglich der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 rechnet die Hannover Rück mit einer Basisdividende auf dem Niveau des Vorjahres von 4,00 Euro je Aktie. Die Ausschüttung einer Sonderdividende hängt von den kurzfristigen Geschäftsmöglichkeiten und dem entsprechenden Kapitalbedarf ab, insbesondere aus den erwarteten Raten- und Konditionsverbesserungen in der Schadenrückversicherung in der Erneuerung zum 1. Januar 2021. Ausblick 2021: Konzerngewinn von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd. EUR "Die Covid-19-Pandemie wird uns auch im kommenden Jahr weiter beschäftigen," sagte Jean-Jacques Henchoz. "Dennoch haben wir bereits heute ein klareres Bild über die Lage und fühlen uns in unserer Einschätzung ausreichend konservativ aufgestellt, sodass wir einen Konzerngewinn von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd. EUR im kommenden Jahr erwarten. Damit ist das gute Ergebnis des Jahres 2019 dann auch wieder in Reichweite." Zudem rechnet die Hannover Rück mit einer Kapitalanlagerendite von rund 2,4 % und einem währungskursbereinigten Wachstum der Konzernbruttoprämie von rund 5 % im kommenden Jahr. Die Erwartungen für das Jahr 2021 reflektieren zudem ein auf 1,1 Mrd. EUR (975 Mio. EUR) erhöhtes Netto-Großschadenbudget. Grundlage für die Anpassung ist vor allem das weitere Wachstum des zugrundeliegenden Geschäfts. Alle Aussagen zu zukünftigen Zielen basieren wie üblich auf der Voraussetzung, dass die Großschadenbelastung im Rahmen des Erwartungswerts bleibt und es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt. Die Dividendenpolitik der Hannover Rück bleibt im kommenden Geschäftsjahr unverändert. Als Ausschüttungsquote für die Basisdividende sieht die Hannover Rück 35 % bis 45 % ihres IFRS-Konzernergebnisses vor. Die Basisdividende wird bei einer komfortablen Kapitalisierungssituation und einem Konzernergebnis im Rahmen der Erwartungen durch Zahlung einer Sonderdividende ergänzt. Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 22 Mrd. EUR der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 150 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior". Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter: https://www.hannover-rueck.de/535878 Kennzahlen der Hannover Rück-Gruppe (auf IFRS-Basis) in Mio. EUR Q1-3/2020 +/- Vorjahr Q1-3/2019 2019 Hannover Rück-Gruppe         Gebuchte Bruttoprämie 19.294,9 +10,9 % 17.393,5   Verdiente Nettoprämie 15.771,7 +9,6 % 14.391,4   Versicherungstechnisches Ergebnis1) -439,2   -33,4   Kapitalanlageergebnis 1.185,0 -11,0 % 1.331,9   Operatives Ergebnis (EBIT) 902,9 -35,3 % 1.395,4   Konzernergebnis 667,8 -33,4 % 1.003,2   Ergebnis je Aktie in EUR 5,54 -33,4 % 8,32   Selbstbehalt 90,1 %   90,5 %   Steuerquote 17,1 %   20,0 %   EBIT-Marge2) 5,7 %   9,7 %   Eigenkapitalrendite 8,3 %   13,7 % 13,3 %           in Mio. EUR Q1-3/2020 +/- Vorjahr Q1-3/2019 2019 Haftendes Kapital 13.874,0 +2,1 %   13.588,9 Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) 48.974,7 +2,8 %   47.629,4 Bilanzsumme 72.794,6 +2,0 %   71.356,4 Buchwert je Aktie in EUR 89,74 +2,8 %   87,30           Schaden-Rückversicherung         in Mio. EUR Q1-3/2020 +/- Vorjahr Q1-3/2019 2019 Gebuchte Bruttoprämie 13.347,6 +14,5 % 11.653,3   Verdiente Nettoprämie 10.512,0 +13,2 % 9.282,3   Versicherungstechnisches Ergebnis1) -145,8 -216,2 % 125,4   Operatives Ergebnis (EBIT) 588,5 -36,0 % 919,0   Konzernergebnis 418,2 -34,7 % 640,1   Selbstbehalt 90,3 %   90,8 %   Kombinierte Schaden-/Kostenquote1) 101,4 %   98,6 %   EBIT-Marge2) 5,6 %   9,9 %             Personen-Rückversicherung         in Mio. EUR Q1-3/2020 +/- Vorjahr Q1-3/2019 2019 Gebuchte Bruttoprämie 5.947,3 +3,6 % 5.740,1   Verdiente Nettoprämie 5.259,4 +2,9 % 5.108,9   Operatives Ergebnis (EBIT) 315,5 -34,0 % 477,7   Konzernergebnis 296,6 -26,4 % 402,9   Selbstbehalt 89,5 %   89,9 %   EBIT-Marge2) 6,0 %   9,4 %             1) Einschließlich Depotzinsen         2) Operatives Ergebnis (EBIT)/verdiente Nettoprämie         Kennzahlen der Hannover Rück-Gruppe (auf IFRS-Basis) in Mio. EUR Q3/2020 +/- Vorjahr Q3/2019 Hannover Rück-Gruppe       Gebuchte Bruttoprämie 6.148,8 +7,9 % 5.699,5 Verdiente Nettoprämie 5.393,6 +7,1 % 5.035,6 Versicherungstechnisches Ergebnis1) -108,9 +19,7 % -91,0 Kapitalanlageergebnis 391,9 -15,9 % 466,3 Operatives Ergebnis (EBIT) 399,3 -11,9 % 453,3 Konzernergebnis 265,5 -22,1 % 340,7 Ergebnis je Aktie in EUR 2,20 -22,1 % 2,82 Selbstbehalt 88,6 %   90,2 % Steuerquote 24,1 %   13,8 % EBIT-Marge2) 7,4 %   9,0 % Eigenkapitalrendite 9,9 %   13,3 %         Schaden-Rückversicherung       in Mio. EUR Q3/2020 +/- Vorjahr Q3/2019 Gebuchte Bruttoprämie 4.173,4 +9,7 % 3.805,9 Verdiente Nettoprämie 3.643,0 +9,8 % 3.318,5 Versicherungstechnisches Ergebnis1) 14,9 -121,2 % -70,5 Operatives Ergebnis (EBIT) 298,5 +13,9 % 262,1 Konzernergebnis 173,4 -16,9 % 208,7 Selbstbehalt 88,0 %   89,4 % Kombinierte Schaden-/Kostenquote1) 99,6 %   102,1 % EBIT-Marge2) 8,2 %   7,9 %         Personen-Rückversicherung       in Mio. EUR Q3/2020 +/- Vorjahr Q3/2019 Gebuchte Bruttoprämie 1.975,4 +4,3 % 1.893,6 Verdiente Nettoprämie 1.750,5 +1,9 % 1.717,1 Operatives Ergebnis (EBIT) 101,3 -47,2 % 191,7 Konzernergebnis 108,2 -25,5 % 145,2 Selbstbehalt 89,9 %   91,8 % EBIT-Marge2) 5,8 %   11,2 %         1) Einschließlich Depotzinsen       2) Operatives Ergebnis (EBIT)/verdiente Nettoprämie       Kontakt Corporate Communications: Karl Steinle Tel. +49 511 5604-1500 karl.steinle@hannover-re.com Media Relations: Oliver Süß Tel. +49 511 5604-1502 oliver.suess@hannover-re.com Investor Relations: Axel Bock Tel. +49 511 5604-1736 axel.bock@hannover-re.com www.hannover-rueck.de   04.11.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de Sprache: Deutsch Unternehmen: Hannover Rück SE Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Deutschland Telefon: +49-(0)511-5604-1500 Fax: +49-(0)511-5604-1648 Internet: www.hannover-re.com ISIN: DE0008402215 WKN: 840 221 Indizes: MDAX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard), Hannover; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate Exchange; Börse Luxemburg EQS News ID: 1145195   Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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    E+S Rück rechnet für 2021 mit steigenden Preisen und verbesserten Konditionen in der Schaden-Rückversicherung in Deutschland

    DGAP-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges 19.10.2020 / 07:30 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Unternehmensmeldung E+S Rück rechnet für 2021 mit steigenden Preisen und verbesserten Konditionen in der Schaden-Rückversicherung in Deutschland Covid-19-Schäden und verschärftes Niedrigzinsumfeld stützen Trendwende zu höheren Preisen in der Erst- und Rückversicherung Rückgang weltweiter Rückversicherungskapazitäten macht sich auch im deutschen Markt bemerkbar Weiterhin steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Schutz durch finanzstarke Rückversicherer Hannover, 19. Oktober 2020: Die E+S Rückversicherung AG, die für das Deutschlandgeschäft zuständige Tochter der Hannover Rück, geht im kommenden Jahr von insgesamt steigenden Preisen und verbesserten Konditionen in der Schaden-Rückversicherung im deutschen Markt aus. Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz durch finanzstarke Anbieter wird vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie weiter steigen. "Neben den direkten Folgen der Pandemie lasten auch die abermals gesunkenen Zinsen auf den Ergebnissen der Versicherungsbranche. Preiserhöhungen bei Erstversicherern sind daher unabdingbar und auch für Rückversicherer besteht Anpassungsbedarf", sagte Dr. Michael Pickel, Vorstandsvorsitzender der E+S Rück. "Auch in der Covid-19-Pandemie stehen wir unseren Kunden als verlässlicher Partner zur Seite und unterstützen sie dabei, die damit verbundenen Herausforderungen zu schultern. Dies beinhaltet neben traditioneller Rückversicherung auch Hilfe bei der Regulierung der Schäden, das Angebot maßgeschneiderter Lösungen zur Solvenzentlastung sowie die gemeinsame Entwicklung neuer Deckungskonzepte." Mit Blick auf künftige Pandemiedeckungen hat sich gezeigt, dass die immensen Kosten im Zusammenhang mit der globalen Ausbreitung von Krankheiten wie Covid-19 insgesamt nur sehr eingeschränkt von der Versicherungswirtschaft getragen werden können. Die E+S Rück unterstützt partnerschaftliche Lösungen auf Basis staatlicher und privatwirtschaftlicher Beteiligungen zur Deckung systemischer Risiken wie Pandemien. Entsprechend ist davon auszugehen, dass sowohl Erst- als auch Rückversicherer die Absicherung von Pandemien in ihren neuen Verträgen klarer regeln werden. Hier unterstützt die E+S Rück ihre Kunden bei der Anpassung und dem künftigen Umgang mit Pandemie-Exponierungen etwa bei Betriebsschließungsversicherungen. Die Folgen der Covid-19-Pandemie belasten in besonderem Maße kleine und mittelständische Unternehmen. Vor allem in der Betriebsschließungsversicherung sind zahlreiche Schadenmeldungen zu verzeichnen. Ähnliches gilt auch für die Veranstaltungsausfallversicherung, wenn auch bisher weniger stark ausgeprägt. In der Kraftfahrtversicherung war wegen des zeitweise reduzierten Verkehrsaufkommens im laufenden Jahr zunächst ein Rückgang der Schäden ersichtlich. Dies sollte allerdings eher ein Einmaleffekt bleiben. Zudem ist eine Reduzierung der versicherten Risiken im Flottengeschäft zu verzeichnen. Für 2021 ist mit einer normalisierten Schadenbelastung zu rechnen. Die Kostensteigerung bei Ersatzteilen und Reparaturen hält unverändert an. Um auf die steigende Nachfrage im Markt nach Telematik-Tarifen zu reagieren, bietet die E+S Rück ihren Kunden mit es|Tmatik eine Telematiklösung mit eigener Tarifierungsgrundlage an. Die Lösung befindet sich mittlerweile in einer zweiten Testphase. Seitens der Erstversicherer besteht reges Interesse an diesem Tool und es arbeiten zurzeit drei Gesellschaften an einer Einführung eines eigenen Telematiktarifs auf Basis von es|Tmatik. Für den deutschen Markt der Naturkatastrophenrisiken ist zu erwarten, dass sich die Rückversicherungspreise aufgrund der weltweiten Naturkatastrophenschäden und reduzierter Rückversicherungskapazität bei bisher eher durchschnittlicher regionaler Schadenlast in Summe verbessern. Dies gilt insbesondere für schadenbelastete Programme. Im Industrie- und Gewerbegeschäft war die Sparte Feuerindustrieversicherung in den vergangenen Jahren größtenteils defizitär. Hier zeigen die Sanierungsbestrebungen der Erstversicherer zwar erste Wirkung, der durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Konjunktureinbruch wirkt sich jedoch deutlich negativ aus. Zusammen mit den Folgen von Betriebsschließungen und Nachfrageeinbrüchen verschärft sich damit der Sanierungsbedarf in der Sachsparte in Gewerbe und Industrie weiter. Die Betriebsschließungsversicherung spielt als Zusatzdeckung, etwa bei Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, Hotels oder Gaststätten, eine wichtige Rolle. Für das kommende Jahr rechnet die E+S Rück im Rückversicherungsmarkt für Gewerbe- und Industrierisiken in Summe mit besseren Konditionen, insbesondere bei schadenbelasteten Programmen. Bei Rechtsschutzversicherungen sorgen die Covid-19-Pandemie und mit ihr verbundene Rechtsstreitigkeiten erneut für erhebliche Schadenbelastungen. Der bereits im Vorjahr erkennbare Trend zu einer Belebung der Nachfrage nach Rückversicherungsdeckungen dürfte somit weiter anhalten. Insgesamt geht die E+S Rück auch für 2021 von attraktiven Geschäftsopportunitäten in Deutschland aus. Der direkte Kundenkontakt und die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit sind auch vor dem Hintergrund der Pandemie und der zu ihrer Eindämmung notwendigen Kontaktbeschränkungen für die E+S Rück unverzichtbar. "Der persönliche Austausch hat gerade in Zeiten der Krise für uns eine besondere Priorität und wir freuen uns über jedes Treffen, soweit es unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen derzeit möglich und vertretbar ist", sagte Dr. Michael Pickel. "Durch vielfältige virtuelle Formate können wir den intensiven Kundenkontakt gewährleisten und trotz Abstand immer nah am Kunden sein." Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 22 Mrd. EUR der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 150 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior". Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter: https://www.hannover-rueck.de/535878 Kontakt Corporate Communications: Karl Steinle Tel. +49 511 5604-1500 karl.steinle@hannover-re.com Media Relations: Oliver Süß Tel. +49 511 5604-1502 oliver.suess@hannover-re.com Investor Relations: Axel Bock Tel. +49 511 5604-1736 axel.bock@hannover-re.com www.hannover-rueck.de 19.10.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. 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