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Vitamin D könnte laut Forschern ein Teil des „komplexen Puzzles“ von Corona sein — Studie zeigt Zusammenhang zwischen einem Mangel und schweren Verläufen

·Lesedauer: 3 Min.

Israelische Wissenschaftler haben Patienten, die vor der Ansteckung mit der Krankheit einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, mit denen verglichen, die dies nicht taten. Die Forscher hätten dabei "auffallende" Unterschiede bei der Wahrscheinlichkeit gefunden, schwer an COVID-19 zu erkranken.

Eine am vergangenen Donnerstag in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlichte Studie ergab, dass etwa die Hälfte der Menschen, die vor der Infektion einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel hatten, schwer erkrankten.
Bei den Personen, die einen höheren Vitamin-D-Gehalt im Blut hatten, waren es dagegen weniger als zehn Prozent. Es ist allgemein bekannt, dass Vitamin D entscheidend für die Knochengesundheit ist, seine Rolle beim Schutz vor schwerem COVID-19 war dagegen bislang weniger gut belegt.

Die erste Studie ihrer Art

Die neueste Forschungsarbeit, die sich mit dem Zusammenhang des Vitamin-D-Spiegels und schweren Corona-Verläufen beschäftigt hat, war laut den Wissenschaftlern die erste ihrer Art. Die Ergebnisse beweisen jedoch nicht, dass Vitamin D vor COVID-19 schützt. Zudem sind sie kein grünes Licht dafür, sich nicht Impfen zu lassen und stattdessen Vitamine einzunehmen. Die zugelassenen Impfstoffe senken das Risiko eines Krankenhausaufenthalts bei Omikron, insbesondere nach einer Auffrischimpfung, um bis zu 90 Prozent. Dies stellt die britische Gesundheitsbehörde dar.

Das meiste Vitamin D entsteht durch die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut. Das Vitamin ist aber auch in Lebensmitteln wie fetthaltigem Fisch, Pilzen und Eigelb sowie in bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Vitamin-D-Spiegel von mehr als 20 Nanogramm pro Milliliter gelten laut dem US-amerikanischen Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention für die meisten Menschen als ausreichend – das ist auch der Richtwert, der von den Forschern der Bar-Ilan-Universität und des Galilee Medical Center angewendet wurde.

Bei anderen Atemwegsinfektionen ähnliche Ergebnisse

Untersuchungen, die vor der Corona-Pandemie zusammengestellt und in „The Lancet“ veröffentlicht wurden, ergaben, dass Vitamin D das Risiko anderer Atemwegsinfektionen im Vergleich zu Scheinmedikamenten senkt. Bei COVID-19 sahen die ersten Ergebnisse dagegen widersprüchlich aus: Einige Studien haben einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und schwerem COVID-19 festgestellt, während andere zu dem Schluss gekommen sind, dass das Vitamin keinen Schutz bietet.

Selbst aus den Studien – deren Ergebnisse eine positive Korrelation zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und schwerem COVID-19 zeigten – wurde nicht klar, ob der Mangel an Vitamin D schon vor oder erst nach der Erkrankung der Patienten auftrat, sagten die israelischen Forscher.

Weitere Studien werden dadurch gerechtfertigt

Trotz der neuen Daten aus Israel wissen wir immer noch nicht verlässlich, ob niedrige Vitamin-D-Spiegel tatsächlich dazu führen, dass Menschen mit COVID-19 schwere Krankheitsverläufe entwickeln. Grunderkrankungen, die als Wirkung den Vitamin-D-Spiegel reduzieren, könnten den Menschen beispielsweise ebenfalls anfälliger eine schwere COVID-19-Erkrankung machen.

Die israelischen Forscher warnten davor, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel neben Komorbiditäten, genetischer Veranlagung, Ernährungsgewohnheiten und geografischen Faktoren "ein Teil des komplexen Puzzles" sei, das einem schweren Corona-Verlauf zugrunde liegt. "Unsere Forschungsarbeit rechtfertigt weitere Studien, in denen untersucht wird, ob und ab wann eine Vitamin-D-Ergänzung bei den betroffenen Personen den Verlauf einer möglichen COVID-19-Erkrankung beeinflussen kann", sagten sie.

Dieser Text wurde von Elias Holdenried aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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