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Bei diesen Banken müsst ihr immer noch Negativzinsen zahlen, obwohl die EZB den Leitzins angehoben hat

Insgesamt erheben noch zehn Sparkassen ein Verwahrentgelt. - Copyright: picture alliance
Insgesamt erheben noch zehn Sparkassen ein Verwahrentgelt. - Copyright: picture alliance

Die Zinswende ist in vollem Gange. Mit der Erhöhung des Leitzinses auf 0,5 Prozent am 21. Juli hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Druck auf die Banken erhöht, die Negativzinsen für ihre Kunden abzuschaffen – und tatsächlich scheint sie damit Erfolg zu haben.

Eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass seit dem besagten Datum rund dreiviertel der Banken ihre Negativzinsen abgeschafft haben. Damals hatten noch 424 Banken Verwahrentgelte für das Giro- und Tagesgeldkonto ausgeschrieben.

Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich, sagt dazu: "Schon im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung am 21. Juli hatten 51 Banken ihre Verwahrentgelte ganz oder teilweise gestrichen. Nach der deutlichen Zinserhöhung hat sich dieser Trend jetzt noch einmal massiv beschleunigt."

Allerdings haben einige Banken die Konditionen noch nicht an die neue Zinspolitik der EZB angepasst. Bei 97 Banken müssen Kontoinhaber immer noch Negativzinsen zahlen. Den größten Anteil darunter machen Volks- und Raiffeisenbanken aus, aber auch zehn Sparkassen erheben noch ein Verwahrentgelt. Bei den meisten Direktbanken sind die Negativzinsen allerdings schon weggefallen.

In der Regel belaufen sich die Negativzinsen auf 0,5 Prozent pro Jahr und werden erst ab einem bestimmten Freibetrag erhoben. Unterschiedlich ist auch, ob die Banken Negativzinsen auf Tagesgeldkonten oder Girokonten erheben.

„Für die allermeisten Bankkunden werden Negativzinsen schon bald Geschichte sein“

Bei vier der Banken, die in der Liste zu finden sind, haben sich die Konditionen seit dem 21. Juli allerdings verbessert. Darunter die PSD Bank Berlin Brandenburg, die Volksbank Eisenberg und die Ethikbank, die den Freibetrag deutlich erhöht haben. Die Volksbank Gronau hingegen hat ihren Negativzins verringert.

"In den kommenden Tagen und Wochen dürften auch die meisten der noch verbleibenden Banken ihre Verwahrentgelte abschaffen. Das ist folgerichtig, schließlich hatten die Geldhäuser die Negativzinsen für ihre Kundschaft stets mit der Minuszinspolitik der Europäischen Zentralbank begründet", sagt Maier.

Nach der Zinserhöhung müssten die Kreditinstitute selbst nun keine Strafzinsen mehr bezahlen, erklärt der Finanzexperte. "Damit entfällt auch die Grundlage, die eigenen Sparer noch länger mit Negativzinsen zu belasten. Für die allermeisten Bankkunden werden Negativzinsen schon bald Geschichte sein."

Doch auch wenn eure Bank nicht unter der Liste ist: Beachten sollte man trotzdem, ob es noch eine Kontogebühr gibt. Einige Banken haben während der letzten Jahre zwar keine Negativzinsen erhoben, dafür die entstehenden Kosten in Form von unüblich hohen Kontogebühren weitergereicht.