Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 18 Minuten
  • Nikkei 225

    28.632,17
    +0,72 (+0,00%)
     
  • Dow Jones 30

    30.996,98
    -179,02 (-0,57%)
     
  • BTC-EUR

    26.842,29
    +301,17 (+1,13%)
     
  • CMC Crypto 200

    668,43
    +58,43 (+9,58%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.543,06
    +12,15 (+0,09%)
     
  • S&P 500

    3.841,47
    -11,60 (-0,30%)
     

Spahn preist europäischen Weg; Japan erweitert Notstandsgebiet

David Verbeek
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Spahn verteidigt Impfstrategie, Österreich vor Verlängerung, Japan weitet Notstand aus: Der Corona-Überblick.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Mittwoch die Entscheidung der Bundesregierung verteidigt, sich bei der Beschaffung von Coronavirus-Impfstoffen auf die Europäische Union zu verlassen. Der europäische Weg liege im nationalen Interesse Deutschlands und im Interesse seiner Bürger, sagte er vor dem Bundestag. “Es ist eine Frage der ökonomischen Vernunft, dass wir nicht einzelne Nationen, sondern ganz Europa impfen”, so der Minister; nur so sei eine wirtschaftliche Erholung möglich. Ein Alleingang hätte konkrete negative Folgen für Deutschland gehabt, die deutsche Wirtschaft brauche offene Grenzen und freien Warenhandel.

Zuvor hatte Spahn in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt, Deutschland müsse die Pandemiemaßnahmen noch zwei bis drei Monate durchhalten. Danach würden die begonnenen Impfungen einen “echten Unterschied machen”. Schon jetzt sei aber klar, dass am 1. Februar nicht alle Beschränkungen aufgehoben werden können. Der Minister warnte vor der neuen Coronavirus-Mutation: „Wir müssen alles dafür tun, dass diese Mutation so wenig wie möglich nach Deutschland und Kontinentaleuropa eingetragen wird“, erklärte er. Dafür seien mehr Einreisebeschränkungen geplant.

Nach Angaben von Spahns österreichischem Amtskollegen wird das Land seinen dritten Lockdown, der eigentlich am 24. Januar enden sollte, wohl verlängern. Die stark ansteckende Virusvariante B117 breite sich bereits in Österreich aus, womit die ursprüngliche Planung hinfällig sei, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober dem Radiosender Ö1.

Japan weitet den Corona-Notstand über die Hauptstadtregion hinaus aus. Neben Tokio und einigen angrenzenden Bezirken sollen die Maßnahmen in sieben weiteren Präfekturen gelten, wie Premier Yoshihide Suga am Mittwoch gegenüber seiner Corona-Taskforce sagte. Das betroffene Gebiet umfasst nun mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes einschließlich der wichtigen Städte Osaka und Kyoto, womit die Gefahr steigt, dass die japanische Volkswirtschaft dieses Quartal wieder den Rückwärtsgang einlegt. Mit der steigenden Infektionsdynamik in Japan ist auch wieder fraglich, ob die olympischen Sommerspiele, die in Tokio stattfinden sollen, abgehalten werde können.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Mittwochmorgen für die zurückliegenden 24 Stunden 27.210 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 1.090 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 1.968.326 Personen nachgewiesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle lag bei 42.889.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 0,99, gg 1,32 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Spahn im Bundestag im 2. Absatz)

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.