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Kann CBD Corona-Infektionen verhindern? Mehrere Studien von US-Forschern legen das nahe

·Lesedauer: 3 Min.

Ein Inhaltsstoff aus der Hanfpflanze könnte möglicherweise Durchbruchsinfektionen mit dem Coronavirus verhindern. Das fand ein großes Forschungsteam der University of Chicago und der University of Louisville im Rahmen einer neuen Studie heraus. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten, welche Auswirkungen die Einnahme von CBD haben kann. Mehr als 1200 Testpersonen nahmen dafür 100 mg/ml CBD zu sich. Die Ergebnisse der Analyse zeigten: Sie erkrankten deutlich seltener an Corona als die Vergleichsgruppe, die kein CBD bekommen hatte.

CBD, die Kurzform von Cannabidiol, ist ein Wirkstoff, der aus den Blüten und Blättern der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. Im Gegensatz zu dem Inhaltsstoff THC wirkt Cannabidiol nicht berauschend. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es keine Anzeichen dafür, dass CBD abhängig macht. „Bislang gibt es keine Hinweise auf gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit der Verwendung von reinem CBD“, schreiben die Experten.

Vielmehr kann Cannabidiol grundsätzlich einige gesundheitliche Vorteile bringen, wie die Harvard Medical School schreibt. So kann CBD etwa die Zahl von Epilepsie-Anfällen verringern oder sogar ganz verhindern. CBD wird auch bei Panikattacken, Schlaflosigkeit und chronischen Schmerzen eingesetzt – obwohl hier ein klarer Beleg für den Nutzen noch aussteht.

Menschen, die CBD nahmen, infizierten sich seltener

Die Studie aus den USA zeigt nun, dass der Wirkstoff wahrscheinlich auch einen Effekt auf das Infektionsrisiko mit Corona Einfluss haben könnte: Von den Personen, die regelmäßig medizinisches CBD zu sich nahmen, infizierten sich 6,2 Prozent mit dem Virus. In der Vergleichsgruppe waren es dagegen 8,9 Prozent, die positiv getestet wurden.

Die Forscherinnen und Forscher führten außerdem Labortests durch, um zu untersuchen, welche Wirkung CBD auf menschliche Lungenzellen hat. Das Team um Hauptautorin Marsha Rosner von der University of Chicago behandelte dafür die Zellen mit CBD, bevor sie diese Zellen im Anschluss mit dem Coronavirus infizierte. Das Ergebnis: Das CBD verhinderte, dass sich bestimmte Gene replizierten, die dafür erforderlich sind, dass sich das Virus im Körper ausbreiten kann.

Auch eine Studie der Oregon State University und der Oregon Health & Sciences University kommt zu dem Ergebnis, dass die Vorstufen von Cannabis CBD-A und CBG-A – also die Säuren, die sich bei der Verbrennung in CBD und THC verwandeln – die Infektion von Zellen durch SARS-CoV-2 in Labortests aufhalten können.

Impfen und Maske tragen trotzdem wichtig

Forscherin Marsha Rosner von der University of Chicago warnt jedoch vor einem voreiligen Sicherheitsgefühl. "Was wir nicht wollen, ist, dass die Leute einfach losrennen und denken: 'Ich kann CBD nehmen, dann muss ich mich nicht impfen lassen oder keine Maske tragen'", sagte sie zum „Vice“ Magazin. "Das wollen wir wirklich nicht sehen." Am Ende der Studie betonen die Forscher daher auch, dass CBD auf keinen Fall ein Ersatz für einen Impfstoff sei.

Die Autorinnen und Autoren weisen außerdem darauf hin, dass es sich bei den Versuchen um reines, medizinisch geprüftes Cannabidiol handelte. „Wir warnen eindringlich vor der Versuchung, CBD in den derzeit erhältlichen Darreichungsformen wie Esswaren, Inhalationsmitteln oder topischen Präparaten als Präventiv- oder Behandlungstherapie zu verwenden“, schreiben sie in der Studie.

Der Wirkstoff CBD habe das Potenzial, vorbeugend zu wirken oder eine Infektion im frühen Stadium zu mildern. Dass es aber effektiv vor einem schweren Verlauf schützt, sei noch nicht belegt, so Rosner zu „Vice“. Dafür bräuchte es noch weitere klinische Studien.

hr

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