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Alles wird teurer, aber der Holzpreis stürzt ab – ist damit die Rekordinflation bald vorbei?

Holzpreise schossen zu Beginn der Pandemie in die Höhe – jetzt fallen sie rapide. - Copyright: picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke
Holzpreise schossen zu Beginn der Pandemie in die Höhe – jetzt fallen sie rapide. - Copyright: picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke

Zu Beginn der Pandemie wurden nicht nur Toilettenpapier und Mehl teuer, sondern vor allem auch eines: Holz. Doch während die meisten Produkte heute teurer denn je sind, stürzt der Holzpreis ab, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ). Das könnte ein Signal sein, dass die Inflation bald abflacht.

Im Frühjahr 2020 gehörte Holz nämlich zu den allerersten Produkten, von denen die Preise explodiert sind – bis Mai 2021 auf 680 Euro pro Kubikmeter. Selbst im Baumarkt war Holz plötzlich sehr viel teurer. Andere Produkte zogen erst dann nach. Damit habe Holz sich als Frühindikator für die rasanten Preisanstiege bewiesen, so die „SZ“.

Möglicherweise passiert nun genau das gleiche, aber in entgegengesetzter Richtung. Aktuell beträgt der Holzpreis nämlich nur noch rund 230 Euro pro Kubikmeter – 66 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Das liegt laut dem Branchenmedium "agrarheute" einerseits an einem steigenden Angebot an Schnittholz. Gleichzeitig sinke auch die Nachfrage. Dafür verantwortlich seien wieder steigende Immobilienzinsen, was den Bedarf an Holz im Bau drossele. Andererseits sorge die Inflation dafür, dass Endverbraucher weniger Holz für Reparatur- und Renovierungsarbeiten kauften. Denn gäben sie mehr Geld für andere Produkte aus, etwa teurer gewordene Lebensmittel, Sprit oder Energie.

Statt eines Mangels an Bauholz gibt es jetzt also fast zu viel – und die Preise für den Rohstoff sinken weltweit auf den Terminmärkten.

Doch bei aller Euphorie: Vom Vor-Corona-Stand ist der Holzpreis noch weit entfernt. Dieser lag dem "SZ"-Bericht zufolge im Schnitt bei 120 Euro pro Kubikmeter.

bp

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