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Zyprischer Präsident: Abkommen für Hilfszahlungen in Reichweite

Nikosia (dapd). Zypern steht nach Aussage seines Staatspräsidenten Dimitris Christofias kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens, mit dem der Inselstaat internationale Finanzhilfe erhalten soll. Es seien nur noch eine "sehr begrenzte" Zahl offener Fragen zu lösen, und man sei einem Abkommen "sehr nahe", gab Christofias am Donnerstag in einer schriftlichen Stellungnahme bekannt.

Am Mittwoch hatten die Unterhändler der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) eine dritte Verhandlungsrunde zu den im Juni angefragten Hilfsgeldern in Nikosia abgeschlossen. Zu den noch offenen Themen sollen die Privatisierung von profitablen Staatsunternehmen und der Umgang mit Erlösen aus Gasfunden zählen.

Am Mittwochabend stufte die Ratingagentur Fitch Zyperns Kreditwürdigkeit um zwei Stufen auf BB- herab, was sogenanntem Ramschniveau entspricht. Fitch begründete die Entscheidung auch mit den sich hinziehenden Verhandlungen über Hilfsgelder, die Zypern braucht, um seinen in Schwierigkeiten geratenen Banksektor zu rekapitalisieren und staatliche Verpflichtungen erfüllen zu können.

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