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Zypern fordert direkte Bankenhilfe aus dem ESM

Straßburg (dapd). Zur Rettung seiner maroden Banken fordert Zypern direkte Hilfe aus dem Eurofonds ESM. Nach Berechnungen der Troika sind rund zehn Milliarden Euro zur Stützung des angeschlagenen Sektors notwendig. "Es wäre gerecht, wenn das direkt vom Rettungsfonds übernommen wird, ohne auf die Verschuldung Zyperns angerechnet zu werden", sagte Staatspräsident Dimitris Christofias am Dienstag in Straßburg. Schließlich sei der Bankensektor durch die Maßnahmen in Griechenland - insbesondere den Schuldenschnitt der Privatinvestoren - schwer getroffen worden.

Sollte Zypern wie die anderen Programmländer selbst für die Rettungsmilliarden des ESM haften müssen, dann würde die Staatsverschuldung eine kaum tragbare Höhe erreichen. Die Staats- und Regierungschefs haben zwar grundsätzlich die Tür zu direkter Bankenhilfe aufgestoßen. Über die Einzelheiten wird aber noch gestritten und mit einer Einigung ist nicht vor dem Sommer zu rechnen.

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