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Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden, fanden sich auf TikTok und kamen wieder zusammen

Die Zwillinge wurden bei der Geburt getrennt und fanden sich über TikTok wieder. - Copyright: Matt Cardy
Die Zwillinge wurden bei der Geburt getrennt und fanden sich über TikTok wieder. - Copyright: Matt Cardy

Eineiige Zwillinge, die kurz nach der Geburt getrennt wurden, haben sich wiedergefunden, nachdem sie sich auf TikTok entdeckt hatten, berichtet die "BBC".

Die beiden erlebten ein außergewöhnliches Wiedersehen. Zuvor hatten sie ihre Familien mit ihren scheinbar mysteriösen Ähnlichkeiten konfrontiert. Mit einem DNA-Test konnte sie schließlich eine Schwester und eine leibliche Mutter ausfindig machten.

Sie reisten nach Deutschland, um ihre biologische Mutter Aza zu treffen. Dort erfuhren sie, dass das Krankenhauspersonal die Mutter fälschlicherweise darüber informiert hatte, dass die Zwillinge kurz nach der Geburt gestorben waren. Die Erkenntnis: Sie waren zwei von Tausenden von Kindern, die im Rahmen eines Kinderhandel-Systems in der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien gestohlen wurden, so der Bericht.

Sie stellten fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben

Die Geschichte des Wiedersehens von Amy Khvitia und Ano Sartania begann vor einigen Jahren. Damals sah die 12-jährige Amy in einer Folge von Georgia's Got Talent ein Mädchen, das genauso aussah wie sie.

„Alle riefen meine Mutter an und fragten: 'Warum tanzt Amy unter einem anderen Namen?'", sagte sie laut BBC. Aber die sagte ihr einfach, dass "jeder einen Doppelgänger hat". Jahre später sah die 19-jährige Ano ein TikTok, das Amy von sich selbst gepostet hatte. Sie versuchte, sie aufzuspüren, weil sie es "cool" fand, wie ähnlich sie sich sahen.

Sie nahm über Facebook Kontakt auf. Da "wusste" Amy angeblich bereits, dass es sich um dasselbe Mädchen handelte, das sie sieben Jahre zuvor bei der Talentshow gesehen hatte. Nachdem sie sich kennengelernt hatten, stellten sie fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten hatten. Unter anderem eine genetische Knochenkrankheit namens Dysplasie.

Als sie sich schließlich persönlich begegneten, sagte Amy, es sei gewesen, "als ob man in einen Spiegel schaut". Sie beschlossen, mit ihren Familien darüber zu sprechen. Dabei fanden sie heraus, dass ihre Eltern sie 2002 getrennt voneinander adoptiert hatten, nachdem sie Ärzte für "ungewollte" Babys bezahlten, berichtete die BBC.

Die Zwillinge erforschten ihre Vergangenheit und schlossen sich Vedzeb an. Das ist eine Facebook-Gruppe, die sich für die Wiedervereinigung von Familien einsetzt, die man durch mutmaßlich illegale Adoptionen getrennt hat.

Laut Schätzungen sind bis zu 100.000 Kinder verschwunden

Gegründet hat die Gruppe die Journalistin Tamuna Museridze. Sie schätzt, dass in Georgien zwischen den 1950er Jahren und 2005 bis zu 100.000 Babys auf einem Schwarzmarkt für Adoptionen verschwunden sind. Georgien begann 2022 mit der Untersuchung des Kinderhandels, aber die Regierung erklärte der BBC, dass "sehr alte und historische Daten verloren gegangen sind".

Laut dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte "verletzen illegale Adoptionen mehrere Normen und Grundsätze der Kinderrechte, darunter das Wohl des Kindes, das Subsidiaritätsprinzip und das Verbot unrechtmäßiger finanzieller Gewinne".

Weiter heißt es, dass diese "Prinzipien verletzt werden, wenn der Zweck einer Adoption darin besteht, ein Kind für Adoptiveltern zu finden und nicht eine Familie für das Kind."

Business Insider hat das georgische Innenministerium um eine Stellungnahme gebeten.

Lest den Originalartikel auf Business Insider