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Zweite Runde der Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe begonnen

Bauarbeiten an einem Gebäude in Berlin

Die Tarifverhandlungen für die rund 850.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind am Mittwoch in die zweite Runde gegangen. Beim Auftakt am 19. Mai hatten die Tarifparteien noch keine Annäherung der Standpunkte erreicht. Laut Gewerkschaft war ein Knackpunkt die Entschädigung der Wegezeiten, also für die Fahrt vom Betrieb zur Baustelle.

Die Tarifverhandlungen werden geführt vom ZDB und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie auf der einen sowie der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf der anderen Seite. Sie sollten ursprünglich bereits im März stattfinden, waren aber wegen der Corona-Krise mehrfach verschoben worden.

Die IG BAU fordert wie vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland 6,8 Prozent mehr Lohn sowie die Entschädigung für Wegezeiten. Die Gewerkschaft argumentiert, die Baubranche laufe "nach wie vor auf Hochtouren". Das Baugewerbe dagegen verweist auf einen erwarteten Umsatzrückgang in diesem Jahr um real mindestens drei Prozent. Diese schwierige Lage der Branche müsse die Gewerkschaft erkennen.