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Zweite Abschlagszahlung für geprellte P&R-Anleger

MÜNCHEN (dpa-AFX) -Die geprellten Kapitalanleger der P&R-Container-Investmentfirmen sollen vor Weihnachten eine zweite Abschlagszahlung bekommen. Insolvenzverwalter Michael Jaffé teilte am Donnerstag in München mit, in über 86 000 Einzelüberweisungen würden 139 Millionen Euro ausgezahlt.

Die P&R-Gesellschaften hatten Anlegern 1,6 Millionen Seefrachtcontainer verkauft - tatsächlich existierten bei der Insolvenz 2018 aber nur 618 000 Stück. In den Insolvenzverfahren der vier deutschen P&R-Containerverwaltungsgesellschaften wurden offene Forderungen in Höhe von 3,1 Milliarden Euro festgestellt. "Es bleibt unser erklärtes Ziel, aus der Verwertung der Flotte rund 1 Milliarde Euro für die Gläubiger zu generieren", sagte Jaffé. Nach der zweiten Abschlagszahlung hätten sie 346 Millionen Euro zurückbekommen.

Die Erlöse stammten vor allem aus der Vermietung der noch vorhandenen Container am Weltmarkt. Auslastung und Wechselkurs seien gut. Zudem würden Container nach Ablauf ihrer Lebensdauer verkauft. "Allein in diesem Jahr haben wir bislang rund 115 Millionen Euro für die Gläubiger einnehmen können, insgesamt seit März 2018 bereits rund 670 Millionen Euro", sagte Jaffé und stellte für nächstes Jahr eine weitere Abschlagszahlung in Aussicht.