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Zweifel an Teslas Fahrerassistenzsystemen nach tödlichem Unfall in Texas wachsen

John BIERS
·Lesedauer: 2 Min.
Tesla-Autos in Kalifornien

Der jüngste tödliche Unfall mit einem Tesla in Texas sorgt für ernste Zweifel am Fahrerassistenzsystem des Elektroautobauers. Das US-Verbraucherschutzmagazin "Consumer Report" berichtete, es sei ganz einfach, den Autopiloten in einem Tesla-Auto auszutricksen - das System funktioniere auch, wenn niemand am Steuer sitze. US-Verkehrsminister Pete Buttigieg erklärte am Donnerstag, noch dauerten die Ermittlungen an; er betonte gleichzeitig, trotz Assistenzsystemen sei meist ein "aufmerksamer Fahrer am Lenkrad" nötig.

Bei dem Unfall des Tesla vergangenen Samstag in Houston waren zwei Menschen getötet worden. Der Wagen war gegen einen Baum gefahren und hatte Feuer gefangen. Laut Polizei saß niemand auf dem Fahrersitz. Die Leichen wurden auf dem Beifahrersitz und auf dem Rücksitz geborgen.

Tesla-Chef Elon Musk erklärte kurz darauf, die Datenauswertung habe gezeigt, dass der Autopilot nicht eingeschaltet gewesen sei. Das Assistenzsystem funktioniere zudem nicht auf unmarkierten Straßen. Teslas Autopilot kann einen Wagen auf Straßen mit Fahrbahnmarkierung lenken, beschleunigen und bremsen; ein teureres Assistenzsystem erlaubt den Spurwechsel, das Einparken und den Stopp an der Ampel. Tesla betont aber stets, dass der Fahrer dabei die "aktive Kontrolle" ausüben muss.

Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und die Unfallermittlungsbehörde NTSB übernahmen am Montag die Ermittlungen zu dem tödlichen Unfall in Texas. Die US-Senatoren Richard Blumenthal und Edward Markey forderten die NHTSA am Donnerstag auf, die Untersuchung zu "vertiefen" - und in ihren Bericht auch Empfehlungen aufzunehmen, wie solche Unfälle vermieden werden könnten. Bei Tesla-Modelle scheine es eine "Tendenz zu Sicherheitsproblemen" zu geben, schrieben die Senatoren an die NHTSA. Das sei "unglaublich besorgniserregend".

Das Verbrauchermagazin "Consumer Report" schrieb, Tesla sei mit seinen Fahrerassistenzsystemen hinterher: Andere Hersteller wie General Motors oder Ford "stützen sich auf eine höher entwickelte Technik um sicherzustellen, dass der Fahrer auf die Straße achtet".

ilo/jm