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Zwei Tipps für eurer Traum-Akiya von einem Vater, der ein altes Haus in Japan für 22.200 Euro gekauft hat

McAskill steht vor seiner Akiya. - Copyright: Eric McAskill
McAskill steht vor seiner Akiya. - Copyright: Eric McAskill

Eric McAskill kaufte im März 2021 ein Akiya, also ein verlassenes Haus in Japan, für 3,5 Millionen japanische Yen, umgerechnet etwa 22.200 Euro.

Damals lebte der 38-jährige kanadische Vater von zwei Kindern mit seiner Familie in Bali, Indonesien.

Obwohl er aufgrund von Grenzbeschränkungen nicht nach Japan reisen konnte, um das Akiya persönlich in Augenschein zu nehmen, entschied sich McAskill für den Kauf auf der Grundlage eines GoPro-Videos, das ein Freund von der Hausbesichtigung gedreht hatte.

"Es war eigentlich schon lange ein Traum von mir", sagte McAskill, "Ich habe – ich weiß nicht, wie viele Stunden – nur davon geträumt, in Japan zu leben und eines dieser Häuser zu kaufen."

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Nach den jüngsten Daten der japanischen Wohnungs- und Grundstückserhebung aus dem Jahr 2018 gibt es etwa 8,49 Millionen verlassene Häuser im Land. Das sind schätzungsweise 14 Prozent des gesamten Wohnungsbestands. Das Nomura Research Institute, ein Thinktank in Japan, schätzt, dass diese Zahl bis 2023 auf über 30 Prozent ansteigen könnte, so "The Japan Times".

Die japanische Regierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Problem anzugehen, darunter auch Zuschüsse zu den Kosten für die Renovierung dieser Akiyas, wie "Nikkei Asia" berichtet. Die Preise der verlassenen Häuser variieren je nach Größe, Lage und Zustand. Einige werden kostenlos abgegeben, während andere schon für 400.000 japanische Yen, also etwa 2.530 Euro, zu haben sind.

Zum Glück für McAskill können Ausländer in Japan Eigentum erwerben. Er konnte die rechtliche Seite der Transaktion über einen Notar abwickeln, während er sich auf Bali aufhielt, und steckt nun mitten in der Restaurierung seiner Immobilie.

McAskill verrät, wie er sein altes, verlassenes Haus in Japan gekauft hat.

1. Benutzt Akiya-Banken, um alte Häuser zu finden

McAskill kaufte seine Akiya über eine Akiya-Bank, eine Datenbank, die von den örtlichen Gemeinden für verlassene oder leer stehende Häuser geführt wird.

Die Navigation in den Akiya-Banken kann jedoch verwirrend sein, da jede Gemeinde in Japan ihr eigenes Verzeichnis verlassener Häuser führt, so McAskill.

"Es gibt keine einheitliche Datenbank, in der man nach Immobilien suchen kann. Es gibt zwar einige Websites, die versuchen, diese Informationen zusammenzufassen, aber sie sind oft sehr verstreut", sagte er. "Kontaktinformationen sind in der Regel schwierig zu bekommen, und in der Regel ist es jemand innerhalb eines Dorfes, der es verwaltet."

Während Nozawaonsen – das Dorf, in dem er seine Akiya gekauft hat – über eine gut gepflegte Datenbank verfügte, ist das in anderen Gebieten nicht immer der Fall. In manchen Gegenden seien die Datenbanken seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden, sagte er.

Und wenn ihr ein Angebot gefunden habt, das euch gefällt, ist Schnelligkeit der Schlüssel: Nachdem das Angebot freigeschaltet wurde, tritt die erste Person, die ein Gebot für die Immobilie abgibt, in Verhandlungen mit dem Eigentümer ein.

McAskill sagte, dass er sein Angebot für die Akiya seiner Wahl kaum eine Minute, nachdem das Angebot online gegangen war, abgegeben hat. "Da ich der Erste in der Schlange war, konnten wir mit den Verhandlungen beginnen und hin und her gehen", fügte er hinzu.

Das renovierte Äußere der Akiya, die McAskill gekauft hat. - Copyright: Eric McAskill
Das renovierte Äußere der Akiya, die McAskill gekauft hat. - Copyright: Eric McAskill

2. Entscheidet euch zuerst für einen Standort

McAskill schlägt vor, dass potenzielle Hauskäufer zunächst einen Ort auswählen und dann die Liste der Häuser nach anderen Kriterien eingrenzen.

"Sagen wir, ich mag eine bestimmte Provinz, dann suche ich in dieser Provinz und dann in den Städten", sagte er. "Dann sucht man nach anderen Kriterien, z. B. ob es in der Nähe einen Supermarkt, einen Lebensmittelladen oder eine Grundschule gibt."

Es ist einfacher, eine Akiya zu finden, wenn man weiß, in welcher Art von Umgebung man leben möchte, so McAskill. Nachdem man das Gebiet eingegrenzt hat, besteht der nächste Schritt darin, die Gemeinde zu besuchen und die Menschen, die dort leben, kennenzulernen.

Auch die Akiya selbst sollte bestimmte Qualitätsstandards erfüllen, vor allem, wenn das Renovierungsbudget knapp bemessen ist, rät er.

"Bei einigen der Akiyas, die auf dem Markt angeboten werden, muss ich sagen: Wenn man von diesen kostenlosen Häusern in Japan hört und hineingeht, denkt man manchmal: 'Oh, jetzt verstehe ich, warum es kostenlos ist'", fügte er hinzu.


Lesen Sie den Originalartikel auf Englisch hier.