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Zwei Filmemacher haben mit einer Unterwasserdrohne durch Zufall ein 128 Jahre altes Schiffswrack auf dem Grund eines Sees gefunden

Die Filmemacher Yvonne Drebert und Zach Melnick entdeckten das Wrack der "Africa" im Huronsee. - Copyright: Courtesy of Yvonne Drebert and Zach Melnick
Die Filmemacher Yvonne Drebert und Zach Melnick entdeckten das Wrack der "Africa" im Huronsee. - Copyright: Courtesy of Yvonne Drebert and Zach Melnick

Zwei Filmemacher, die zwei Jahre lang Material für einen Dokumentarfilm über invasive Muscheln in den Großen Seen drehten, entdeckten zufällig ein 128 Jahre altes Schiffswrack, das 1895 verschwand. Bei dem Wrack handelt es sich vermutlich um die "Africa", die im Oktober 1895 zusammen mit elf verunglückten Seeleuten Kohle von Ohio nach Ontario transportierte, bevor sie inmitten eines Schneesturms im Huronsee verschwand, wie die Filmemacher berichten.

Mehr als ein Jahrhundert später erhielten Yvonne Drebert und Zach Melnick während der Arbeit an ihrem Dokumentarfilm einen Hinweis von Wissenschaftlern. "Wissenschaftler, die eine Offshore-Fischuntersuchung durchführten, hatten eine Anomalie auf ihrer Sonaranzeige bemerkt, im Grunde eine ungewöhnliche Beule auf einem ansonsten flachen Seebett", so Melnick in einer Pressemitteilung. Das Ehepaar, das sich auf Unterwasservideografie spezialisiert hat, schnappte sich sein ultraleichtes, hochauflösendes Kamerasystem und machte sich auf den Weg zum Ort der Anomalie, in der Erwartung, "einen Steinhaufen" zu finden.

Als sie mit ihrem ferngesteuerten Fahrzeug 85 Meter tief hinabfuhren, tauchte stattdessen "eine riesige Struktur aus der Tiefe auf – es war ein Schiffswrack. Wir konnten es nicht glauben", sagte Melnick. Das Wrack war schwer zu identifizieren – die Bilder der Filmemacher zeigen, dass das Schiff von den invasiven Quagga-Muscheln bedeckt ist, die das Ökosystem der Großen Seen in Nordamerika umgestaltet haben.

Jeder Zentimeter der "Afrika" ist mit invasiven Quagga-Muscheln bedeckt, die die Großen Seen seit Jahren plagen. - Copyright: Yvonne Drebert und Zach Melnick
Jeder Zentimeter der "Afrika" ist mit invasiven Quagga-Muscheln bedeckt, die die Großen Seen seit Jahren plagen. - Copyright: Yvonne Drebert und Zach Melnick

Aber die Filmemacher sagten, dass sich mithilfe eines örtlichen Schifffahrtshistorikers und eines Meeresarchäologen die "Africa" als wahrscheinlichste Möglichkeit herausstellte. Die Abmessungen des Schiffes stimmten mit denen der "Africa" überein, außerdem sahen Melnick und Drebert in der Nähe des Wracks Kohle auf dem Seegrund verstreut.

"Es gibt so viele Quaggas, die die Großen Seen filtern, dass die Seen bis zu dreimal so klar sind wie vor den Muscheln", so Drebert in der Pressemitteilung: "Die Quaggas sind der Grund dafür, dass wir das Schiffswrack in fast 90 Meter Wassertiefe ohne zusätzliche Beleuchtung sehen können. Aber sie sind auch dafür verantwortlich, dass die Identifizierung von Wracks in den Großen Seen so unglaublich schwierig ist." Der Dokumentarfilm des Paares, "All Too Clear: Beneath the Surface of the Great Lakes" (zu Deutsch: Allzu klar: Unter der Oberfläche der Großen Seen), wird Anfang 2024 veröffentlicht.

Lest den Originalartikel auf Englisch hier.