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Wie ihr Nein zu zusätzlicher Arbeit im Job sagt – und ein Burnout vermeidet

Fast 40 Prozent der Arbeitnehmer berichten von Burnout-Symptomen. - Copyright: Westend61 / Getty Images
Fast 40 Prozent der Arbeitnehmer berichten von Burnout-Symptomen. - Copyright: Westend61 / Getty Images

Burnout ist unter Arbeitnehmern ein wachsendes Problem. Laut einer Untersuchung des Personaldienstleisters Adecco Group gaben fast vier von zehn Arbeitnehmern an, im vergangenen Jahr unter Symptomen von Burnout gelitten zu haben. Viele Experten glauben, dass die Corona-Pandemie dabei eine Rolle gespielt hat.

"Fast drei Jahre lang befand sich die ganze Welt in einem täglichen Überlebensmodus. Niemand wusste wirklich, was als Nächstes passieren würde und es war extrem stressig", sagte etwa Alexandra Levit, Beraterin für Unternehmen und Arbeit.

Doch was genau ist ein Burnout? Es entsteht durch chronischen Stress am Arbeitsplatz und äußert sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch ein Gefühl starker Erschöpfung, einer negativen Einstellung und verminderter Effizienz am Arbeitsplatz. Was daraus folgt: Frust, Resignation, teils auch Kündigungen oder aber eine distanziertere Haltung dem Job gegenüber.

Frau Arbeit Burn on
Frau Arbeit Burn on

Experten haben versucht, diesen verschiedenen Phänomen einen Namen zu geben – und so tauchten im vergangenen Jahr Konzepte wie "The Great Resignation" und "Quiet Quitting" auf. Der Begriff "The Great Resignation" (deutsch: Das große Kündigen) bezeichnet eine große Welle freiwilliger Kündigungen aufgrund der Unzufriedenheit von Arbeitnehmern. Mit "Quiet Quitting" (deutsch: stilles Kündigen) ist gemeint, dass insbesondere junge Menschen nicht mehr bereit sind, mehr als das vertraglich Vereinbarte zu leisten und dafür an ihre Grenzen zu gehen.

Eine der besten Möglichkeiten, ein Burnout zu vermeiden, ist die Bewältigung von Stress. Dieser kann durch zu viel Arbeit natürlich noch verstärkt werden. Business Insider fragte daher mehrere Arbeitsexperten, wie ihr am besten mit Zusatzaufgaben am Arbeitsplatz umgehen solltet, wenn ihr euch von ihnen zu sehr belastet fühlt.

Bittet um Hilfe

Laut Jessica Kriegel, der leitenden Wissenschaftlerin für Arbeitsplatzkultur bei Culture Partners, solltet ihr Stress am besten vorbeugen, bevor sich eure Aufgaben auftürmen. "Wenn euch ständig weitere Aufgaben übertragen werden und ihr nicht wisst, wie ihr sie schaffen sollt, ist es in Ordnung, um Hilfe zu bitten", sagte sie. Sie schlug vor, um Hilfe bei der Priorisierung von Projekten zu bitten. "Das ist eine wirklich sanfte Art zu sagen: 'Ich schaffe das alles nicht'", sagte sie.

Involviert euren Manager

Levit schloss sich Kriegel an und sagte, es sei am besten, euren Manager auf eine potenziell Stress auslösende Arbeitsbelastung aufmerksam zu machen, bevor sie zu einem Burnout führt.

"Im Grunde genommen lasst ihr einfach euren Vorgesetzten den Bösewicht spielen. Ihr solltet zu der Person zurückgehen, die euch um die Zusatzarbeit gebeten hat und sagen: 'Ich würde dir gerne helfen, aber mein Vorgesetzter hat mich gebeten, anderen Aufgaben den Vorrang zu geben'", erklärte sie. Levit empfiehlt euch, immer zuerst die Aufgaben eures eigenen Vorgesetzten zu priorisieren.

Geht, wenn es euch zu viel wird

Laut Chris Edmonds, einem Unternehmensberater und CEO der The Purposeful Culture Group, müssen Arbeitnehmer, die sich bei der Arbeit ständig überlastet fühlen, möglicherweise eine schwierige Entscheidung treffen. Er rät: Wenn ihr den Eindruck habt, dass eure Arbeit bis auf einen bestimmten Aspekt perfekt für euch ist, solltet ihr euch fragen, ob sich dieser Aspekt in naher Zukunft verbessern wird.

Falls nicht, empfiehlt euch Edmonds, die angespanntere Lage auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen und zu schauen, ob es bessere Gelegenheiten für euch gibt. "Wenn ihr jetzt unzufrieden seid, ist es meiner Ansicht nach unwahrscheinlich, dass es in den nächsten sechs bis 18 Monaten besser aussieht."

Dieser Artikel wurde von Stefanie Michallek aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.