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Zukunft des Wohnens: Jung und Alt unter einem Dach – Wohnen im Generationenhaus

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Berlin. Am Anfang war die Ruine. Da stand ein unbewohnter, bröckliger Altbau im Lichtenberger Weitlingkiez, der seine neue Bestimmung suchte. Für Heike Aßmann und ihre Weggefährten wurde er zum Ausgangspunkt eines Experiments, das den Beteiligten Glück brachte, Selbstbestimmung und eine günstige Miete. Natürlich auch die Unbequemlichkeit, mit Menschen zusammenzuleben, die in manchen Punkten anders denken als man selbst – aber auch das subsumieren die 23 Bewohner des Mehrgenerationen-Projekts – 17 Erwachsene und sechs Kinder – unter Glück.

„Es geht darum Verschiedenheit auszuhalten“, nennt Aßmann die Voraussetzung, mit der eine solche Gemeinschaft aus Menschen mit verschiedenen Lebensmodellen steht oder fällt. „Lichte Weiten“ – das sind sind zwei Worte, die auf die Örtlichkeit des Altbaus hinweisen – und dem Wohnprojekt seit 15 Jahren eine Bezeichnung geben. Außerdem stehen sie für einen gleichnamigen Verein.

Der leistete 2005 nach der Gründung des Projekts die Sanierung des Altbaus aus dem Jahre 1900 mit einer Investition von rund 1,2 Millionen Euro. Vergleichsweise bescheidene 40.000 Euro entfielen auf den Kauf des Inselgrundstücks. Kredite zahlt die Gemeinschaft solidarisch ab. Für den Physikprofessor ist ebenso Platz wie für eine Mitarbeiterin des Berliner Naturkundemuseums. Die jüngste Bewohnerin ist sieben Jahre jung – der älteste 88.

Heute beherbergt das sanierte Gründerzeithaus zehn separate Einheiten – und eine Gemeinschaftswohnung. Das...

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