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Zufallsfunde, die reich machten: Ein Haufen Schrott für 2,3 Millionen Euro

Ena Clarke
Freie Autorin

12 Tonnen Messingschrott sind doch mehr wert als 22.000 Euro, dachte sich ein Bauunternehmer und riss sich das Schnäppchen unter den Nagel – nicht wissend, dass es sich um Designerware handelte, die Millionen wert ist.

Schrott ist nicht gleich Schrott (Symbolbild: Getty Images)

Knöpfe, Briefkästen, Hutständer, Schrauben, Scharniere, Türknäufe, Beschläge aller Art: Die 12 Tonnen Messingschrott, die ein Bauunternehmer 2012 in Penzance, Cornwall, für einen Schnäppchenpreis von umgerechnet 22.000 Euro angeboten bekam, beinhalteten jede Menge Kleinteile. Brian Cairns witterte ein gutes Geschäft und schlug ein – zumindest das Dreifache sollte sich doch herausschlagen lassen, wenn er den Schrott wiederverkaufte. Das Dreifache? Eine grobe Unterschätzung!

Cairns ging wie nach jedem Ankauf die Ware durch – und stutzte: Denn einige der Türknäufe und –knöpfe waren hübsch verziert, definitiv alt und doch sicher zu schade zum Wegwerfen. Wo die wohl herstammten? Der Unternehmer rief einen Fachmann zu Rate – und schnappte bald nach Luft: Die antiken Knöpfe stammten von Valli Columbo, einem renommierten italienischen Unternehmen, das vor bald 60 Jahren hatte schließen müssen und für seine ausgezeichneten Designs bekannt gewesen war.

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Die Knäufe wurden – jeweils! – auf um die 170 Euro geschätzt, andere Messinggriffe waren jeweils bis zu 230 Euro wert. Und Cairns hatte rund 655.000 Gegenstände erstanden! “Ich schickte eine Inventarliste an eine italienische Firma und erhielt die Antwort, dass alles zusammen 2 Millionen Pfund wert ist“, sagte Cairns dem englischen Telegraph.

Die Türgriffe, die Brian Cairns fand, brachten ihm ein Vermögen ein (Symbolbild: Getty Images)

Ursprünglich gehörten die Messingteile einem Trödelhändler, der seinen Laden jedoch in den 1970er Jahren aufgab. Als Cairns die Räumlichkeiten erstmals betrat, waren diese schon jahrelang verschlossen gewesen.

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“Das passiert einem nur einmal im Leben”

“Es war wirklich eine unheimliche Erfahrung. Es war immer noch Geld in der Kasse, ich glaube, ein paar alte 50-Pence-Stücke und eine Zeitung, die jemand auf dem Tisch liegengelassen hatte.“ Und eben 12 Tonnen Messing, die sich als teure Designerprodukte herausstellten: “Es gibt Händler auf der ganzen Welt, die versuchen, sie zu ergattern. Das ist wirklich ein Coup“, sagte Cairns dem Telegraph.

Die teuren Vintageteile wurden zunächst sortiert und sollen Schritt für Schritt versteigert werden. Zu einem hoffentlich hohen Preis, den der schlaue Geschäftsmann doch sicher mit seiner Fachkenntnis verdient hat? Der vierfache Vater Brian Cairns bleibt bescheiden:
“Das passiert einem nur einmal im Leben. Ich glaube, ich hatte einfach Glück.“

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