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Dax erholt sich - Wall-Street-Gewinne helfen

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Montag von seinen jüngsten Verlusten erholt. Nach Eröffnung der US-Börsen am Nachmittag orientierte sich der deutsche Leitindex an der Wall Street und verbuchte Gewinne.

Mit plus 0,56 Prozent stand er zum Handelsschluss bei 11.792,81 Punkten. Der MDax der mittelschweren Unternehmen gewann am Montag 0,46 Prozent auf 24.891,08 Zähler.

Unter den Einzelwerten rutschten am Montag die Aktien von Infineon mit einem Kursabschlag von 8,05 Prozent auf 14,79 Euro ans Dax-Ende und zeitweise mit 14,44 Euro auf den tiefsten Stand seit September 2016. Der Chiphersteller wagt den bisher größten Übernahmeversuch seiner Unternehmensgeschichte und will für umgerechnet rund neun Milliarden Euro den US-Konkurrenten Cypress Semiconductor erwerben. Die Kaufsumme soll bis zu 30 Prozent durch neues Eigenkapital finanziert werden.

Ein Händler wertete den geplanten Deal negativ für Infineon. Neben dem zu hohen Kaufpreis monierte er vor allem die Kapitalerhöhung als deutlichen Belastungsfaktor.

Wirecard-Anteile profitierten von Aussagen von Konzernchef Markus Braun zum Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und stiegen als Dax-Spitzenreiter um 3,64 Prozent. Braun hatte am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben, dass Wirecard auf ein herausragendes erstes Halbjahr 2019 zusteuere.

Mit 5,801 Euro fielen die Aktien der Deutschen Bank im Verlauf auf einen weiteren Tiefstand. Zum Handelsende notierten sie als zweitschwächster Dax-Wert 1,84 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag und kosten damit 5,975 Euro.

Die Aktien von Isra Vision gewannen 0,49 Prozent. Der Spezialmaschinenbauer bleibt auf Wachstumskurs und hatte im ersten Geschäftshalbjahr vor allem von guten Geschäften in Asien sowie Europa profitiert. Der konzernweite Umsatz war um zehn Prozent geklettert, das Vorsteuerergebnis um 17 Prozent. Die Orderbücher sind weiterhin gut gefüllt. Entsprechend bestätigten die Darmstädter ihre Jahresziele.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 0,60 Prozent auf 3300,22 Punkte vor. Der französische Cac 40 und der britische FTSE 100 legten ebenfalls zu. In New York stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss 0,25 Prozent höher.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,25 Prozent am Freitag auf minus 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 144,24 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,09 Prozent auf 168,38 Punkte. Der Eurokurs kletterte über 1,12 Dollar und lag zuletzt bei 1,1204 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1185 (Freitag: 1,1151) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8941 (0,8968) Euro gekostet.