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Zoff um Rot - und Beleidigungen? Hoeneß klärt auf

Christopher Michel
·Lesedauer: 3 Min.

Der harte Kampf zwischen Mainz und Hoffenheim findet in der Roten Karte gegen Dennis Geiger ihren Höhepunkt. Beide Trainer verlieren zwischenzeitlich die Nerven.

Kampfbetont, sehr intensiv - aber fair. So verlief die Partie zwischen Mainz 05 und der TSG Hoffenheim rund 80 Minuten lang.

Dann aber kochten die Emotionen auf dem Feld, den Trainerbänken und der Tribüne plötzlich über.

Die Rheinhessen befreiten sich aus einer engen Situation und wollten den Konter über Karim Onisiwo fahren, doch Dennis Geiger hatte etwas dagegen und trat dem Angreifer böse von hinten in die Waden.

Geiger-Platzverweis lässt in Mainz Emotionen hochkochen

Schiedsrichter Sascha Stegemann ließ sich wenige Sekunden Zeit, griff dann an die rechte Po-Tasche und zog die Rote Karte. Der Lärmpegel im leeren Stadion stieg urplötzlich an, es bildete sich ein Rudel auf dem Feld, auf der Tribüne verlor TSG-Geschäftsführer Peter Görlich beinahe vollständig die Nerven.

Vor allem aber die bis dahin an der Seitenlinie ganz ruhig agierenden Trainer Jan-Moritz Lichte und Sebastian Hoeneß wechselten im Eifer des Gefechts wild die Worte.

Kurioserweise ging es den TSG-Profis dabei weniger um den Platzverweis gegen Geiger, sondern vielmehr um die Situation wenige Sekunden vorher, als ein Zweikampf mit Kramaric ungeahndet blieb.

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"Dennis wollte ihm einen Gehfehler geben. In der Dynamik war er dann aber zu aggressiv. Wir haben aber darüber diskutiert, was vorher bei der Szene mit Kramaric war", sagte Kapitän Oliver Baumann bei Sky.

Wilder Disput zwischen Hoeneß und Lichte

Doch die beiden Trainer wollten sich zunächst nicht beruhigen. Sebastian Hoeneß sagte zwar: "Eskalation? Das hört sich übertrieben an."

Der TSG-Coach gab jedoch zu: "Da waren ordentlich Emotionen drin."

Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder erklärte: "Spiele von Mainz gegen Hoffenheim sind immer emotional. Ohne Fans im Stadion hörst du jedes einzelne Wort und jeder verteidigt sein Team. Hoffenheim wollte es erst nicht wahrhaben wollen, wir Mainzer sahen es anders und dann fallen die Worte."

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Beleidigungen? Hoeneß klärt auf

Aber gab es sogar unflätige Bemerkungen? Hoeneß soll in Richtung Mainzer Bank gerufen haben: "Hört mal auf, die Spieler zu beleidigen."

Diese Wortwahl dementierte der Coach der TSG nach Abpfiff entschieden: "Da ging es um keine Beleidigungen. Es ging nur darum, dass Geiger mit einer Roten Karte vom Platz musste. Ich habe keine Beleidigungen gehört und da ging nichts in Richtung Rouven Schröder." Es sei nun "alles gut" und man habe sich danach "die Hand gegeben".

Lichte erklärt das Gespräch mit Geiger

Als Geiger den Platz verließ, suchte Lichte aber doch noch den kurzen Kontakt zum Mittelfeldmann.

"Er hat mir mitgeteilt, dass er Karim nicht verletzen wollte. Ich habe ihm das voll abgenommen. Man sieht, dass er intensiv hinterher ging und das Foul machen wollte. Aber ich bin überzeugt davon, dass er ihn nicht verletzen wollte", sagte er auf Nachfrage von SPORT1.

Am Ende standen somit viele Emotionen – und ein 1:1, das beide Mannschaften sportlich nicht nach vorne bringt und somit in den Hintergrund trat.

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