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ZF-Werk in Eitorf steht wegen Corona-Ausbruch still

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In einem Werk des Autozulieferers ZF in Eitorf häufen sich die Coronafälle. Nun werden alle 700 Beschäftigte zur Sicherheit in Quarantäne geschickt.

Im Werk in Eitorf werden alle Mitarbeiter in Quarantäne geschickt. Foto: dpa
Im Werk in Eitorf werden alle Mitarbeiter in Quarantäne geschickt. Foto: dpa

Der Autozulieferer ZF schließt wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend sein Stoßdämpferwerk in Eitorf in Nordrhein-Westfalen. Bislang wurden 91 von knapp 700 Beschäftigten positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet, bestätigte ein Sprecher des drittgrößten deutschen Automobilzulieferers. Daher wird das Werk von Donnerstag bis Sonntag dichtgemacht.

Nachdem in den vergangenen Wochen einige ZF-Beschäftigte an Corona erkrankt waren, hatte das Gesundheitsamt alle verfügbaren Mitarbeiter am Standort getestet. 91 Beschäftigte wurden mit positivem Test direkt in Quarantäne geschickt. Auch wenn es bisher keinen Beleg dafür gibt, dass sich das Coronavirus auf dem ZF-Werksgelände verbreitet hat, wurden jetzt auch alle anderen Mitarbeiter vom Gesundheitsamt angewiesen, sich in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben.

Alle Beschäftigten werden am Donnerstag auf Corona getestet. Nur wer einen zweiten negativen Test vorweisen kann, darf am Montag zurück zur Arbeit. Die Sondergenehmigung des Gesundheitsamtes sieht aber vor, dass sich die ZF-Beschäftigten – trotz der ansonsten geltenden Quarantäne – auf direktem Weg zur und von der Arbeit im öffentlichen Raum bewegen dürfen.

„ZF arbeitet eng mit den lokalen Behörden in Eitorf zusammen“, betonte ein ZF-Sprecher. Das gemeinsame Ziel sei der bestmögliche Schutz der Menschen – innerhalb und außerhalb des Werksgeländes und im ganzen Rhein-Sieg-Kreis.

In der 19.000-Einwohner-Gemeinde Eitorf 35 Kilometer östlich von Bonn befindet sich inzwischen in einer Art Ausnahmezustand. Unter anderem wurde das Rathaus für den Publikumsverkehr gesperrt. Insgesamt gibt es über 130 mit Corona infizierte im Kreis, der Großteil davon arbeitet bei ZF.

Eitorfs Bürgermeister Rainer Viehof appellierte im WDR an die Menschen, auch in der Fußgängerzone einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. „Wir haben jetzt die Personen in Quarantäne gesetzt und müssen schauen, dass wir die Kontakte minimieren.“