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Deutsche Turnerinnen setzen Zeichen mit Outfit

·Lesedauer: 2 Min.
Deutsche Turnerinnen setzen Zeichen mit Outfit
Deutsche Turnerinnen setzen Zeichen mit Outfit
Deutsche Turnerinnen setzen Zeichen mit Outfit

Wichtige Debatte rund um die deutschen Kunstturnerinnen!

Das Mannschaftsfinale bei den Olympischen Spielen haben Elisabeth Seitz, Pauline Schäfer-Betz, Sarah Voss und Kim Bui auf Rang neun knapp verpasst, dafür aber einen anderen Akzent gesetzt: und zwar mit ihrem Outfit.

Die Athletinnen des deutschen Turn-Verbandes trugen nämlich nicht wie sonst die üblichen kurzen Einteiler, so genannte Leotards, die mitunter sogar mit Klebstoff befestigt werden müssen, um unerwünschte Einblicke zu verhindern. Stattdessen einen Anzug, der auch die Beine komplett bedeckt. Mit der Aktion wollte das Quartett auf versteckten Sexismus im Sport aufmerksam machen.

„Wir wollen zeigen, dass der Turnsport wunderschön ist und dass es dabei nicht darum geht, was man trägt. Das Wichtigste ist, dass sich die Turnerin wohlfühlt“, erklärte Seitz bereits vor Olympia. Die 27-Jährige selbst fühlt sich im langen Einteiler „sehr wohl“, betonte aber, dass dies von Tag zu Tag verschieden sei: „Manchmal mag ich mehr Stoff, manchmal habe ich Lust auf weniger“.

Entscheidung kurz vor dem Wettkampf

Dass sich die deutschen Turnerinnen in Tokio in ihrem Ganzkörperanzug präsentieren würden, entschied das Quartett erst kurz davor.

„Wir saßen heute zusammen und sagten: ‚Okay, wir wollen einen großartigen Wettbewerb haben. Wir wollen uns super fühlen und allen zeigen, wie toll wir aussehen“, sagte Voss nach dem Wettkampf. Kollegin Seitz fügte hinzu: „Wir wollten aufzeigen, dass jede Frau, überhaupt jeder, selbst entscheiden sollte, was sie tragen.“

Seitz ist bei diesen Spielen auch noch im Einzel am Start. Was sie dann tragen wird, steht bisher nicht fest. „Ich kann mit beiden alle Geräte gut turnen. Ich mache das nach Gefühl“, erklärte Seitz.

„Aber beim langbeinigen können keine falschen Gedanken bei denen aufkommen, die sich falsche Gedanken machen wollen. Der Fokus beim Spagat-Sprung liegt eben nicht mehr auf dem Schritt, das ist angenehm als Frau.“

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Superstar Biles unterstützt deutsche Turnerinnen

Seine Premiere feierte das spezielle Outfit der Deutschen aber nicht erst bei Olympia, sondern bereits bei der EM im April. Und die Resonanz ist positiv.

So äußerte sich auch Turn-Superstar Simone Biles. Die nur 1,42 Meter große US-Amerikanerin bevorzugt selbst zwar kurze Einteiler, um optisch länger zu wirken, sie findet das Outfit der Deutschen aber gut.

„Ich stehe hinter ihnen und ihrer Entscheidung zu tragen, was sie wollen und worin sie sich wohlfühlen. Wenn also jemand dort draußen einen kurzen oder langen Einteiler tragen möchte, liegt die Entscheidung bei jedem Einzelnen“, so Biles.

Wer auch immer am Ende welches Outfit tragen wird, eins steht fest: Deutschlands Turnerinnen haben ein starkes und wichtiges Zeichen gesetzt!

Alles zu den Olympischen Spielen 2021 bei SPORT1:


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