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Jeder zehnte Mittelständler fürchtet um seine Existenz

Stuttgart (dapd). Die Staatsschuldenkrise bringt zahlreiche mittelständische Firmen in Existenznot. Jeder zehnte Betrieb will in den kommenden Monaten den Fokus auf das eigene Überleben richten, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Mittelstandsbarometer der Wirtschaftsberatung Ernst & Young hervorgeht.

Knapp ein Viertel setzt demnach auf weiteres Wachstum, der große Rest versucht, Stabilität ins Unternehmen zu bekommen. Wenn die Konjunkturabkühlung sechs weitere Monate anhält, sieht sich sogar knapp ein Drittel aller Firmen im Überlebenskampf.

Die Schuldenkrise in Europa ist ein wichtiger Grund für Umsatzeinbußen der Betriebe: 45 Prozent der Mittelständler klagten über Rückgänge, im August 2012 hatte der Anteil bei 30 Prozent gelegen. "Immer mehr Mittelständler kämpfen mit einer rückläufigen Auftragslage und könnten bei einer Fortdauer der Flaute in ernsthafte Schwierigkeiten geraten", sagte Peter Englisch, Partner bei Ernst & Young. Für das halbjährlich erhobene Barometer werden 3.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland befragt.

Entsprechend der konjunkturellen Lage halten sich die Betriebe auch bei Neueinstellungen zurück. Nur noch 18 Prozent gaben an, ihre Belegschaft aufstocken zu wollen. Vor einem halben Jahr hatten das noch 22 Prozent vor. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen, die Personal abbauen wollen, von 9 auf 14 Prozent. "Statt Investitionen und Neueinstellungen dürften in den kommenden Monaten vor allem Kostensenkungen auf der Agenda stehen", sagte Englisch.

Es gibt aber Lichtstreifen am Horizont. So erwarten 28 Prozent der Betriebe eine Verbesserung der Wirtschaftslage in Deutschland. Diese Ansicht hatten vor einem halben Jahr nur elf Prozent. Während damals 45 Prozent noch mit einer Verschlechterung rechneten, sind derzeit nur noch 23 Prozent so pessimistisch.

dapd

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