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"ZDF-Politbarometer": So denken die Deutschen über nächtliche Ausgangssperren

teleschau
·Lesedauer: 2 Min.
Leere Straßen aufgrund von Ausgangssperren, wie hier in Köln, könnten auch bald in Deutschland weit verbreitet sein, sofern das Corona-Kabinett seinen Vorstoß in die Tat umsetzt.  (Bild: Getty Images / Ying Tang / NurPhoto)
Leere Straßen aufgrund von Ausgangssperren, wie hier in Köln, könnten auch bald in Deutschland weit verbreitet sein, sofern das Corona-Kabinett seinen Vorstoß in die Tat umsetzt. (Bild: Getty Images / Ying Tang / NurPhoto)

Das Corona-Kabinett visiert im Kampf gegen die Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre an. Doch was denken eigentlich die deutschen Bürger über den jüngsten Vorstoß der Politik? Das "ZDF-Politbarometer" hat die Antwort.

Um den zuletzt rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen zu bremsen, ist derzeit eine nächtliche Ausgangssperre in Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 im Gespräch. Doch nicht nur auf der politischen Bühne wird dieser Vorschlag kontrovers diskutiert - etwa von FDP-Chef Christian Lindner und Vizekanzler Olaf Scholz in der ZDF-Talkshow "Maybrit Illner". Auch bei den Deutschen tun sich angesichts der Diskussion Fronten auf, die Bevölkerung ist in der Frage der Ausgangssperren in nahezu gleich große Lager gespalten. Laut "ZDF-Politbarometer" lehnen 53 Prozent der Befragten die geplante Maßnahme ab, 44 Prozent würden ihr Inkfrafttreten begrüßen..

Besonders vehement lehnen AfD-Anhänger (83 Prozent) eine mögliche Ausgangsbeschränkung ab. Auch Wähler von FDP (65 Prozent) und der Linken (60 Prozent) sind in der Mehrheit dagegen, während sich Anhänger der Regierungsparteien mehrheitlich für eine Ausgangssperre stark machen.

Dass es generell eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen braucht, darüber sind sich die Deutschen aber weitgehend einig. 43 Prozent der Befragten halten die aktuell geltenden Regeln für zu schwach. Im Vergleich zur Befragung im März bedeutet das einen Anstieg von zehn Prozentpunkten. Knapp zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) sprechen sich zudem für eine Aussetzung des Präsenzunterrichts in Schulen ab einer Inzidenzzahl über 200 aus.

In der Kanzlerfrage sehen die Deutschen Markus Söder (rechts) als den deutlich geeigneteren Kandidaten im Vergleich zu Armin Laschet. (Bild: Getty Images / Ulrich Baumgarten)
In der Kanzlerfrage sehen die Deutschen Markus Söder (rechts) als den deutlich geeigneteren Kandidaten im Vergleich zu Armin Laschet. (Bild: Getty Images / Ulrich Baumgarten)

Söder in Kanzlerfrage deutlich vor Laschet

Den Vorstoß des Corona-Kabinetts, im Infektionsschutzgesetz dem Bund mehr Entscheidungskompetenzen zu übertragen, heißen laut den Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen 68 Prozent der Umfrageteilnehmer gut. Sehr gespalten zeigen sich die Befragten hingegen bei der Frage nach Privilegien für Geimpfte. Während 48 Prozent dafür plädieren, Corona-Einschränkungen für Geimpfte zumindest teilweise aufzuheben, sprechen sich 50 Prozent dagegen aus. Kritik entlädt sich auch am weiterhin schleppenden Impffortschritt, den 80 Prozent der Befragten beklagen.

Neben Fragestellungen zur Corona-Pandemie erhob das "ZDF-Politbarometer" auch die Meinung der Befragten in der Kanzlerfrage. Bei der Kontroverse um den Unions-Kandidaten offenbart die Umfrage wie zu erwarten klare Vorteile aufseiten von CSU-Chef Markus Söder. Ihm trauen 63 Prozent aller Befragten und 84 Prozent der CDU/CSU-Anhänger die Nachfolge von Angela Merkel zu. Söders CDU-Konkurrenten Armin Laschet hingegen können sich nur 29 respektive 43 Prozent als Kanzler vorstellen.

Bei den Grünen kristallisiert sich bei der Umfrage Robert Habeck (29 Prozent aller Befragten) mit knappem Vorsprung vor Annalena Baerbock (24 Prozent aller Befragten) als Favorit heraus. Im SPD-Kandidaten Olaf Scholz sehen 37 Prozent der Befragten einen geeigneten Kanzler.