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Zahl der Neuzulassungen im September um mehr als acht Prozent gestiegen

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Neuwagen am Duisburger Hafen
Neuwagen am Duisburger Hafen

Die Nachfrage nach neuen Autos zieht langsam an. Im September wurden 8,4 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mitteilte. Demnach wurden 265.227 neue Pkw angemeldet. 

Die gewerblichen Zulassungen stiegen im September laut KBA um 3,5 Prozent im Vorjahresvergleich, die privaten Zulassungen um 18,3 Prozent. Auch im Vergleich zum August stieg die Zahl - in dem Monat waren 251.100 Pkw neu zugelassen worden. 

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erklärte, der September 2019 habe ein "vergleichsweise niedriges Niveau" aufgewiesen und einen Arbeitstag weniger gehabt. In den ersten neun Monaten sanken die Neuzulassungen demnach um 25 Prozent.

Der Anstieg im September zeigt für den Branchenexperten Peter Fuß von EY: "Die Lage normalisiert sich." Die erhofften starken Aufholeffekte bleiben demnach aber aus; das massive Minus im ersten Halbjahr könne nicht aufgeholt werden. 

Fuß betonte, der Gebrauchtwagenmarkt entwickle sich mit einem Plus von 13 Prozent erneut deutlich besser als der Neuwagenmarkt: "Privatleute entscheiden sich derzeit eher für einen günstigeren Gebrauchtwagen als für einen Neuwagen." Ein Grund dürfte die konjunkturelle Lage sein.

Einen Boom erleben Elektroautos, auch dank der hohen Förderung durch den Bund. Der Absatz im September von reinen E-Autos und Plug-In-Hybriden vervierfachte sich im Vorjahresvergleich (plus 337 Prozent). Der gemeinsame Marktanteil stieg damit laut EY von 3,9 auf 15,6 Prozent - ein neuer Rekordwert. 

Einen weiteren kräftigen Schub erwartet der Experte mit dem Beginn der Auslieferungen des ID.3 von Volkswagen. Neue Modelle, die stark beworben werden, dürften demnach auch im kommenden Jahr für Schub sorgen.

ilo/jm