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Yamaha-Trio in Lauerstellung: Vinales zuversichtlich, Quartararo abwartend

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 4 Min.

Das Yamaha-Trio hat sich für das zweite MotoGP-Rennen im MotorLand Aragon (Spanien) eine gute Ausgangsposition geschaffen. Franco Morbidelli eroberte Startplatz zwei. Maverick Vinales und Fabio Quartararo werden als Vierter und Sechster aus der zweiten Startreihe angreifen.

"Wir sehen nicht so stark aus wie vergangenes Wochenende", gibt Morbidelli dennoch zu bedenken. "Aber dort waren wir im Training stark und im Rennen schwach. Hoffentlich ist es jetzt umgekehrt, ich weiß es nicht."

"Bis zum Start ist es immer ein Fragezeichen. Wir haben die Dinge verbessert, die vergangenen Sonntag im Rennen gefehlt haben." Das Petronas-Team probierte auch den neuen hinteren Stoßdämpfer von Öhlins aus. Für Morbidelli ist das ein klarer Fortschritt.

Franco Morbidelli freit sich über seine gute Ausgangsposition

Franco Morbidelli freit sich über seine gute Ausgangsposition<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Franco Morbidelli freit sich über seine gute AusgangspositionMotorsport Images

Motorsport Images

"Ich bin mit meiner Rundenzeit sehr zufrieden", sagt der Italiener. "Unter 1:47 zu fahren, ist immer toll. Das Training verlief recht gut. Am Ende war ich mit Fabio und Alex auf der Strecke, aber ich habe sie etwas ziehen lassen. Ich hatte keine richtige Referenz, aber ich konnte sie sehen."

Vinales für das Rennen sehr zuversichtlich

Zum vierten Mal startet Morbidelli in dieser Saison aus der ersten Reihe. Dass gute Starts wichtig sind, weiß auch Vinales aus Erfahrung. Der Spanier blickt dem Rennen zuversichtlich entgegen, weil seine Rennpace deutlich besser war als sein Speed über eine Runde.

"Ich habe keine gute Runde geschafft", sagt Vinales nach dem Qualifying. "In FT4 war das Motorrad anders abgestimmt und ich hatte ein gutes Gefühl und einen guten Rhythmus. Ich bin sehr gute Runden gefahren. Das Motorrad war fantastisch."

Speziell der Rhythmus im vierten Training macht Maverick Vinales zuversichtlich

Speziell der Rhythmus im vierten Training macht Maverick Vinales zuversichtlich<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Speziell der Rhythmus im vierten Training macht Maverick Vinales zuversichtlichMotorsport Images

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"Für den neuen Hinterreifen mussten wir das Set-up etwas verändern, das Turning war nicht so gut. Deshalb war es schwierig, schnell zu sein und 1:46 zu fahren. Ich konnte Nakagami folgen und drei Plätze gewinnen." Vinales brauchte einen Vordermann, um es auf Startplatz vier zu schaffen.

Das Rennen wird eine andere Geschichte. Der Spanier, der in der WM nur zwölf Punkte Rückstand hat, sprüht vor Zuversicht: "Ich bin überzeugt, dass ich morgen kämpfen kann. Auf der Bremse fühle ich mich sehr gut. Die Traktion ist auch gut. Deshalb werde ich alles geben. "

Vergangenen Sonntag war ich gegen Rennende sehr schnell, aber bei Rennhalbzeit habe ich Fehler gemacht. Ich werde versuchen, zu folgen. Heute konnten wir den Rückstand auf 'Taka' etwas verkürzen. Morbidelli und Alex sind auch schnell. Ich fühle mich für morgen bereit."

An ein bestimmtes Ergebnis oder die Weltmeisterschaft denkt Vinales dabei aber nicht, wie er betont: "Ich habe nichts zu verlieren und versuche ab der ersten Kurve 100 Prozent zu geben. Ich versuche mich auf mich zu konzentrieren und in jedem Rennen dabei zu sein. Das ist unser Plan."

Quartararo verliert in einem Bereich die entscheidende Zeit

Erster WM-Verfolger von Suzuki-Pilot Joan Mir ist Quartararo mit sechs Punkten Rückstand. Die Pole-Position war im Gegensatz zu vor sieben Tagen diesmal nicht in Reichweite. Quartararo war sogar um 0,3 Sekunden langsamer als im ersten Aragon-Qualifying.

"Das Qualifying war schwierig", sagt der Franzose deshalb. "Wir haben an diesem Wochenende viele Änderungen beim Motorrad vorgenommen. Das war für die Rennpace etwas besser, aber nicht so gut für das Qualifying. Ich hatte kein Gefühl."

Euphorisch blickt Fabio Quartararo dem Rennen nicht entgegen

Euphorisch blickt Fabio Quartararo dem Rennen nicht entgegen<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Euphorisch blickt Fabio Quartararo dem Rennen nicht entgegenMotorsport Images

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"Meine Pace ist nicht fantastisch, aber wir sind nicht meilenweit weg. Ich denke, uns fehlen zwei Zehntelsekunden und glaube, wir können sie noch finden. Es ist noch nicht klar, welchen Hinterreifen wir verwenden werden."

"Der weiche Hinterreifen ist besser, aber nicht für viele Runden. Der mittlere Reifen ist zu Beginn nicht so gut, aber die Konstanz ist besser. Deswegen müssen wir clever sein, ob wir das Potenzial von Motorrad und Reifen verbessern können."

"Meine Pace ist besser als vergangene Woche. Aber bei jedem ist die Pace besser geworden. Deswegen habe ich gesagt, dass mir zwei Zehntel fehlen, um in einer guten Position zu sein. In zwei Kurven bin ich richtig schlecht. Wir müssen etwas finden. Bisher ist uns das nicht gelungen."

"Das Hauptproblem sind die langgezogenen Kurven, wo man in Schräglage Gas gibt. Das sind die Kurven 10, 16 und 17. In diesen Kurven verliere ich drei Zehntelsekunden. Der Rest der Strecke ist gut. Wir haben gearbeitet, aber das Turning ist dort nicht besser geworden", seufzt Quartararo, der deshalb für das Rennen etwas Sorge hat.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.