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WWF: Emissionshandel muss deutlich nachgeschärft werden

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Um das verschärfte EU-Klimaziel für 2030 zu erreichen, muss der europäische Emissionshandel aus Sicht des Umweltverbands WWF drastisch reformiert werden. So müssten das Einsparziel für die betroffenen Sektoren deutlich erhöht und überschüssige Zertifikate gezielt aus dem Markt genommen werden, erklärte der Verband am Dienstag.

Der Emissionshandel funktioniert so: Für jede Tonne Kohlendioxid, die in die Atmosphäre gelangt, brauchen Verursacher eine Berechtigung. Diese Zertifikate können gehandelt werden. Jährlich sinkt die erlaubte Menge an Emissionen, so dass Zertifikate teurer werden und sich Klimaschutzinvestitionen eher lohnen. Das Handelssystem ETS umfasst Fabriken, Kraftwerke und Fluggesellschaften.

Die EU-Staaten wollen die Treibhausgase bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu bringen - bisher anvisiertes Ziel waren 40 Prozent. In einer Verhandlungsrunde mit dem EU-Parlament am Dienstagnachmittag sollte geklärt werden, ob das neue Ziel vielleicht sogar noch ehrgeiziger ausfällt.

Doch selbst wenn es bei minus 55 Prozent bleibe, müsste die Zielmarke für die Sektoren des Emissionshandels von heute minus 43 Prozent auf mindestens minus 65 Prozent verschärft werden, rechnete der WWF vor. Entsprechend müsste die Menge an verfügbaren Zertifikaten schneller sinken. Die Organisation plädiert dafür, 350 Millionen Zertifikate 2023 einmalig aus dem Markt zu nehmen und die Menge danach um rund 3,6 Prozent pro Jahr zu reduzieren - statt nur um jährlich um 2,2 Prozent.

Pläne zur Ausweitung des Emissionshandels auf andere Sektoren wie Verkehr und Gebäude sieht der WWF skeptisch. Die Auswirkungen auf das komplizierte System seien nicht einzuschätzen, sagte Klimaexperte Felix Matthes vom Freiburger Öko-Institut, der für den WWF eine Studie zur Reform des Emissionshandels angefertigt hatte.