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Wut in Marokko: Warum mussten 2 Jetskifahrer an Grenze zu Algerien sterben?

In Marokko haben Hunderte vor dem Parlament in Rabat demonstriert, um ihren Unmut über die Tötung zweier marokkanischer Urlauber durch die algerische Küstenwache Ausdruck zu verleihen.

Die Demonstranten verurteilten das Verhalten der algerischen Sicherheitsbehörden und forderten die marokkanische Regierung zu mehr entschlossenem Handeln in dem Vorfall. Dieser ereignete sich vergangene Woche an der Grenze zwischen den beiden benachbarten Ländern im Mittelmeer.

Am Sonntag erklärte Algerien, seine Küstenwache habe das Feuer eröffnet, nachdem eine Gruppe von Jetskifahrern aus Marokko Warnschüsse ignoriert und sich geweigert hätte, den Befehlen Folge zu leisten.

STR/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Ein Todesopfer der Schießerei an der marrokanisch-algerischen Grenze wird beigesetzt - STR/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.

Das algerische Verteidigungsministerium erklärte am Sonntag, die Einheiten der Küstenwache drei Wasserscooter abgefangen, die heimlich in algerische Gewässer eingedrungen seien.

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"Angesichts der zunehmenden Aktivität von Drogenbanden und organisierter Kriminalität in dieser Seegrenzregion und der Sturheit der Wasserscooter-Fahrer gaben Mitarbeiter der Küstenwache Warnschüsse ab. Nach mehreren Versuchen wurden Schüsse abgefeuert, die einen der Wasserscooter zum Anhalten zwangen, während die anderen beiden flohen", heißt es in der Erklärung.

Einer der Männer auf den Wasserscootern, Mohamed Kissi, sagte gegenüber der marokkanischen Nachrichten-Website 360.ma, er, sein Bruder Bilal und seine Freunde seien im Urlaub gewesen und vor der Küste der marokkanischen Stadt Saaidia Wasserscootern gefahren, als ihnen das Benzin ausging und sie in algerisches Gewässer abdrifteten. Sein Bruder sei bei dem Vorfall getötet worden.

Das Verhältnis zwischen Algerien und Marokko ist seit Langem angespannt. Die zwei benachbarten Länder in Nordafrika unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, die gemeinsame Seegrenze ist seit den 1990er Jahren aufgrund langjähriger politischer Streitigkeiten, vor allem wegen der Westsahara, geschlossen. Allerdings sind solche Konfrontationen und Schießereien auf See eher ungewöhnlich.