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"Wunderkinder" - Nach Tagen aus den Trümmern des Erdbebens gerettet

In der Türkei und auch in Syrien kommt nach und nach internationale Unterstützung an. Trotzdem warten viele Erdbebenopfer noch auf die nötige Hilfe. Die Todeszahlen steigen immer weiter, zur Zeit liegen sie bei 11.000 Opfern. Die Opferzahl schnellt auch deshalb in die Höhe, weil sich immer mehr Rettungsteams an der Bergung beteiligen. Es wird befürchtet, dass angesichts vieler Vermisster noch mehr Leichen gefunden werden.

Vor Ort erschwert nicht zuletzt die politische Lage die Hilfe, zum Beispiel für die Teile Syriens, die nicht von der Regierung kontrolliert werden. sie können nur über einen Grenzübergang von türkischer Seite aus versorgt werden.

Hilfsgüter, die über die Hauptstadt Damaskus ins Land kommen, werden von der Regierung von Präsident Baschar al-Assad verteilt. Es gab mehrfach Berichte darüber, dass die Regierung sich daran selbst bereichert. Neben mehreren arabischen Ländern sicherten auch Iran, Russland und China der syrischen Führung Unterstützung zu.

Täglich drei Bundeswehrflüge mit Hilfslieferungen

Deutlich besser ist die Hilfe aus dem Ausland in der Türkei angelaufen. Aus Deutschland trafen etwa 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in Gaziantep im Südosten des Landes ein. Die Diakonie Katastrophenhilfe teilte mit, Partnerorganisationen hätten damit begonnen, Matratzen, Winterkleidung, Decken und Trinkwasser an Betroffene zu verteilen.

Aus Deutschland werden nach Angaben von Bundesinnen- und Verteidigungsministerium unter anderem Zelte, Schlafsäcke, Feldbetten, Decken, Heizgeräte und Generatoren ins Katastrophengebiet gebracht, etwa 82 Tonnen Material im Gesamtwert von einer Million Euro.

Hoffnung inmitten der Trauer

In einer der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Städte in der Türkei wurden mehrere kleine Kinder gerettet. 43 Stunden nach dem Erdbeben wurde der dreijährige Arif Kaan aus den Trümmern gezogen, live vor Fernsehkameras. Arif wurde zusammen mit seinem zuvor geretteten Vater in ein Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls in Kahramanmaras wurde Masal gerettet. Das eineinhalbjähriges Mädchen war in einem dreistöckigen Gebäude eingeschlossen, Sechsundfünfzig Stunden nach dem Erdbeben wurde sie geborgen. Ihre Eltern überlebten, das kleine Mädchen war zwischen Trümmern gefangen . Nach der Rettung wurde sie mit einem Krankenwagen zu ihrem Vater gebracht.

Mehrere Kinder und Jugendliche wurden nach mehr als zwei Tagen unter den Trümmern aus einem eingestürzten Gebäude in der Stadt Hatay gerettet.

Solche glücklichen Rettungen geben dem trauernden Land Hoffnung, in dem Tausende Häusern zerstört und die Zahl der Verschütteten Menschen ungewiss ist. Bei der Erdbeben-Katastrophe im türkisch-syrischen Grenzgebiet haben bislang mehr als 11 000 Menschen ihr Leben verloren.