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Wucherpreise für WG-Zimmer: In diesen Städten zahlen Studenten am meisten

Bezahlbarer Wohnraum ist vielerorts Mangelware – zumindest für Studenten. (Bild: dpa)

Bezahlbaren Wohnraum zu finden, wird für Studenten in Deutschland zunehmend schwieriger. Sogar WG-Zimmer sind inzwischen in einigen Städten fast unbezahlbar. Wo die Lage besonders angespannt ist, erklärt ein neues Ranking.

Das neue Wintersemester steht vor der Tür und in ganz Deutschland suchen Studenten nach einer Bleibe für die Ausbildungszeit. Besonders in den Universitätsstädten sind Angebot und Nachfrage im Ungleichgewicht. Darüber hinaus bevorzugen Vermieter gern Berufstätige mit festem Einkommen, statt Studenten Wohnraum zu bieten. Aus diesem Grund steigen auch die Kosten für ein einzelnes WG-Zimmer inzwischen ins Unermessliche.

Studentenwohnheime können dem Bedarf nicht gerecht werden. (Bild: dpa)

Das Moses-Mendelssohn-Instituts (MMI) ermittelt jährlich, in welchen der 93 Hochschulstädte mit mehr als 5000 Studenten der größte Notstand herrscht. Dabei werden Kriterien wie Preis, Leerstandsquote, Zuwanderung und Verfügbarkeit von Einraumwohnungen geprüft. Das neue Ranking ergibt: In München ist es für Studenten besonders schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Hier kostet ein WG-Zimmer durchschnittlich 570 Euro. Auch Hamburg liegt mit einem Durchschnittspreis von 420 Euro weit vorn.

„Erfreulicherweise konnten wir feststellen, dass die Preise für ein Zimmer in Wohngemeinschaften nach einem enormen Anstieg in den Vorjahren zumindest in einigen Städten nicht weiter gestiegen sind“, so das MMI laut „Welt“. Dazu zählen Städte wie Frankfurt am Main und Köln. In Stuttgart habe man dagegen eine Zuspitzung der Wohnungssituation festgestellt. Vergleichsweise günstig lebt es sich im Osten Deutschlands. In Sachsen-Anhalt liegt der WG-Zimmer-Preis bei 250 Euro.

Die teuersten WG-Zimmer gibt es in München und Hamburg. (Bild: dpa)

 

Damit sich die Lage entspannen kann, muss vielerorts neu gebaut werden. Kleinraumwohnungen, die an die Situation von Studenten angepasst sind, wurden in den letzten Jahren vernachlässigt. Das bemerken auch die Studentenwohnheime, die jedes Jahr viele Bewerber enttäuschen müssen.