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WSBK Magny-Cours FT2: Yamaha-Bestzeit, Top 3 innerhalb von 0,084 Sekunden

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 4 Min.

Der erste Trainingstag in Magny-Cours ging mit einer Überraschung zu Ende. Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als würde Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) nach seiner souveränen FT1-Bestzeit auch im FT2 zum Ergebnis die Wertung anführen. Doch dann schob sich GRT-Yamaha-Pilot Garrett Gerloff mit seiner Vorjahres-R1 an die Spitze.

Zu Beginn des FT2 waren die Bedingungen deutlich schwieriger als im FT1 am Vormittag. Durch den Regen bildeten sich einige Pfützen auf der Strecke. Die Regenreifen mussten deutlich mehr Flüssigkeit verdrängen. Die Gefahr von Aquaplaning war deutlich größer als im FT1. Entsprechend langsam waren die Rundenzeiten.

Schwierige Bedingungen zu Beginn des Nachmittags-Trainings

Mehr als fünf Sekunden langsamer waren die schnellsten Zeiten zu Beginn des FT2 im Vergleich zum Training am Vormittag. Erneut war Jonathan Rea der mit Abstand schnellste Fahrer im Feld. Der Rekord-Champion wartete wie im FT1 eine Weile ab und schob sich dann sofort souverän an die Spitze der Wertung.

Als Rea an die Box zurückkehrte, führte er die Wertung mit einer 1:52.094er-Runde an. Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes lag über eine Sekunde zurück. Der Rest des Feldes hatte mehr als zwei Sekunden Rückstand. Während Rea bereits beim ersten Versuch schnell war, mussten sich die Gegner langsam an das Limit herantasten.

Ergebnisse der Superbike-WM in Magny-Cours

Nach einem kurzen Boxenstopp fuhr Rea erneut auf die Strecke und schraubte die Bestzeit auf 1:51.237 Minuten herunter. Der Vorsprung auf Lowes wuchs auf 1,890 Sekunden an. BMW-Pilot Tom Sykes bestätigte die starke Form vom Vormittag und schob sich auf die zweite Position. Zu Rea fehlten Sykes 1,199 Sekunden. Nach der Halbzeit kam Sykes bis auf 0,322 Sekunden an Reas Zeit heran.

Und auch Ducati-Werkspilot Scott Redding machte Fortschritte. Der WSBK-Neuling drehte viele Runden und wurde mit jeder Runde schneller. Nach zehn Runden war Redding bis auf 0,558 Sekunden an Reas Zeit herangekommen und lag auf Position drei.

Rinaldi verdrängt Rea an der Spitze und auch Gerloff ist schnell

21 Minuten vor dem Ende des FT2 übernahm Michael Ruben Rinaldi (GoEleven-Ducati) die Führung. Der Ducati-Pilot fuhr 0,050 Sekunden schneller als Rea und stellte mit einer 1:51.187er-Runde die neue Bestzeit auf. Fünf Minuten später wurde Rinaldi von Yamaha-Pilot Garrett Gerloff an der Spitze abgelöst. Der US-Amerikaner durfte sich aber nicht lange über die Spitzenposition freuen.

Jonathan Rea kehrte auf die Strecke zurück und unterbot Gerloffs Zeit bereits beim ersten gezeiteten Umlauf. Rea schraubte die Bestzeit auf 1:50.381 Minuten herunter und kam näher an seine eigene FT1-Bestzeit heran. Gerloff und Rea wechselten sich erneut an der Spitze ab.

Jonathan Rea fuhr nicht viele Runden, fand aber schnell einen guten Rhythmus

Jonathan Rea fuhr nicht viele Runden, fand aber schnell einen guten Rhythmus<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Jonathan Rea fuhr nicht viele Runden, fand aber schnell einen guten RhythmusMotorsport Images

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Zwölf Minuten vor dem Ende des FT2 stellte Rea mit einer 1:49.217er-Runde die bisher schnellste Runde des Tages auf und war damit über 0,9 Sekunden schneller als seine Verfolger. Wenig später schraubte Rea die Bestzeit auf 1:48.991 Minuten herunter und baute seinen Vorsprung auf über eine Sekunde aus.

Ereignisreiche Schlussphase: Sykes, Rea und Redding im Kiesbett

Tom Sykes' FT2 war nach einem Sturz in Kurve 5 vorzeitig beendet. Der BMW-Pilot lag auf Position zwei, als er mit seiner S1000RR im Kiesbett landete. Wenig später rutschte der Ex-Champion auf die dritte Position zurück, denn Loris Baz übernahm Position zwei.

Und auch Jonathan Rea landete im Kiesbett. Der Weltmeister befand sich auf Bestzeitkurs, konnte einen Sturz verhindern, musste aber in die Auslaufzone ausweichen. Ducati-Pilot Scott Redding stürzte in Kurve 15, als noch zwei Minuten übrig waren.

Rea zeigte sich von seinem Kiesbett-Ausritt nicht beeindruckt und war noch einmal mit absoluten Sektor-Bestzeiten unterwegs. Der Weltmeister unterbot seine eigene Bestzeit und fuhr in 1:48.845 Minuten die bis dahin schnellste Runde des Tages.

Rinaldi scheiterte um 0,069 Sekunden an der Bestzeit und schob sich auf die zweite Position. Garrett Gerloff überraschte beim finalen Versuch noch mit der absoluten Bestzeit und holte sich mit einer 1:48.830er-Runde die Tages-Bestzeit. Rea, Rinaldi, Baz und Lowes komplettierten die Top 5.

Tom Sykes rutschte auf die sechste Position ab. Scott Redding wurde Siebter vor Leon Haslam (Honda), Eugene Laverty (BMW) und Michael van der Mark (Yamaha). Alvaro Bautista (Honda) hatte erneut zu kämpfen und beendete das FT2 auf Position 18.

Die Superpole wird am Samstag um 11:00 Uhr gestartet. Um 14:00 beginnt Lauf eins.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.