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Wordle: K_L_O_N_E

·Lesedauer: 2 Min.

Das Worträtselspiel "Wordle" ist ein Hit. Doch weil es keine App gibt, hoffen Dritte auf das schnelle Geld mit dreisten Kopien. Es gibt aber auch lustige Alternativen.

In "Wordle" gilt es, ein Wort aus fünf Buchstaben zu finden. © Wikipedia /​ Public Domain
In "Wordle" gilt es, ein Wort aus fünf Buchstaben zu finden. © Wikipedia /​ Public Domain

Ein Wort, fünf Buchstaben, sechs Versuche: Das ist das Spielprinzip von Wordle, dem Onlineworträtsel, das die Welt in den vergangenen zwei Wochen im Sturm erobert hat. Inzwischen rätseln jeden Tag Millionen Menschen mit und teilen ihre Erfolge in den sozialen Netzwerken. Erschaffen hat das Spiel der US-amerikanische Softwareentwickler Josh Wardle (daher der Name) für seine Partnerin, weil diese in der Pandemie ihr Faible für Worträtsel entdeckt hat. "Wordle ist eine Liebesgeschichte", schrieb die New York Times.

Dass aus dem kurzweiligen Onlinespiel ein weltweites Phänomen werden würde, konnte Wardle natürlich nicht ahnen, als er Wordle ursprünglich für seine Freunde und Familie veröffentlichte. Folglich war er wohl auch nicht darauf vorbereitet, wie schnell Copycats, Nachahmer, seine Idee kopieren würden, um aus dem Wordle-Fieber Profit zu schlagen.

In dieser Woche tauchten Dutzende Apps in den App Stores von Apple und Google auf, die Wordle im Titel trugen und offensichtlich eine Kopie waren. Wordle gibt es nämlich nicht als Smartphone-App; das Spiel ist einzig über die Website und den Browser spielbar. Diesen Umstand wollen Dritte ausnutzen. Denn viele Menschen, die von Wordle hören, suchen möglicherweise zuerst in den App Stores danach und merken vielleicht gar nicht, dass es sich nicht um das Original handelt. Wer am schnellsten und besten klont, hat dabei die besten Chancen, vom Hype zu profitieren.

Klone sind vor allem bei Games seit jeher ein bekanntes Phänomen in den App Stores. 2013 etwa sorgte der Hype um das Spiel Flappy Bird für zahlreiche Klone, ein Jahr später war es das Rätselspiel 2048, das die Copycats auf den Plan rief. Auch weltweit bekannte Games wie Candy Crush wurden in der Vergangenheit immer wieder kopiert. Doch während sich große Firmen wie Activision Blizzard, der Mutterkonzern hinter Candy Crush, besser dagegen wehren können, wären manche Spieleentwicklerinnen und Spielentwickler durch dreiste App-Store-Kopien fast ruiniert worden. Apple untersagt zwar das Kopieren von Inhalten, doch immer wieder schaffen es Klone dennoch in den App Store. Mit etwas Glück kommen sie sogar auf mehr Abrufe als das Original, das es dann wiederum schwer hat, im Ranking zu klettern.

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