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"Die Wollnys": Große Sorgen um Tochter Estefania nach Hiobsbotschaft

Christina Raftery
·Lesedauer: 3 Min.

Erst die Pandemie, die den Alltag der Wollnys fest im Griff hat, dann auch noch Hiobsbotschaft für Tochter Estefania: Die 18-Jährige muss wegen einer Hirnhautentzündung ins Krankenhaus - unter verschärften Bedingungen.

Im April 2020 überschattet die Covid19-Pandemie als einen der ersten deutschen Hotspots den Landkreis Heinsberg: "Der Corona stellt im Moment alles auf den Kopf", fasst Silvia Wollny die prekäre Lage in der jüngst ausgestrahlten Folge der RTL2-Dokusoap "Die Wollnys" (mittwochs, 20.15 Uhr) zusammen. Fast alles geschlossen und fast alle Kontakte untersagt: Daher geht die Großfamilienmanagerin entschlossen ihre eigenen Wege - auch in puncto Mund-Nasen-Schutz. Nichts mit stylishem Leo-Satin oder bunter Baumwolle: Ihre Maske Marke Eigenbau besteht aus zwei Haargummis - und einer Babywindel.

"Wie im Horrorfilm!" - So erlebten die Wollnys den Heinsberg-Schock

"Fühlt sich angenehm an", kommentiert Lebensgefährte und Versuchskaninchen Harald die Konstruktion, die Silvia als Geistesblitz beim Wickeln von Enkelin Cataleya gekommen ist. Nicht wirklich kleidsam und optisch kaum ernstzunehmen - egal! "Hauptsache dicht", meint Silvia. Tatsächlich ist alles Nötige dran, atmungsaktives Vlies und Rüschenverzierung inklusive. "Ob es hundertprozentig schützt, weiß ich nicht", wagt Harald das Konstrukt doch ein wenig zu bezweifeln, "aber es riecht gut." "Na klar", bekräftigt Silvia: "Ist ja auch noch nicht benutzt." Die Schwiegersöhne Flo und Peter weigern sich allerdings standhaft, die Windelmaske beim Trip zum Baumarkt einzusetzen. Silvias fassungsloses Fazit: "Die nehmen dat einfach nicht ernst."

Mama Wollnys Corona-Rat: "Atmet nicht zu viel Luft!"

In harten Zeiten wie diesen gilt es für Silvia vor allem, ihre Familie zusammenzuhalten und aufgrund wegfallender Strukturen nicht im Chaos zu versinken. "Du hörst nur noch negative Sachen, dabei bin ich ein positiver Mensch!", nutzt sie eine derzeit etwas prekäre Formulierung.

Strenges Regiment beim Homeschooling: Die Wollnys in Zeiten von Corona

"Die Wollnys": Große Sorgen um Tochter Estefania nach Hiobsbotschaft
"Die Wollnys": Große Sorgen um Tochter Estefania nach Hiobsbotschaft

Eifrig von ihr umgesetzt wird jede Aktion außerhalb des Wollny-Hauses zur Hochsicherheits-Mission, auch der Supermarkteinkauf, für den sie die Töchter Sarafina und Loredana mit Masken, Handschuhen, Desinfektionsmitteln und einem eindringlichen Hinweis ausrüstet: "Atmet nicht zu viel Luft!" Die beiden haben wiederum eher Bedenken, in "Hamster"-Verdacht zu geraten: "Für Leute, die in einem Drei-, Vier- oder Fünfpersonenhaushalt leben, sind unsere normalen Mengen schon Hamstern", befürchtet Sarafina, die sich im Supermarkt unbedingt solidarisch zeigen will: "Ich versuche halt, immer darauf zu achten, dass noch genügend für die anderen da ist, die nach mir einkaufen gehen." - "Ich nehme das auch megaernst", versichert Schwester Loredana: "So schnell werden wir ja nicht verhungern."

"Die Wollnys" (RTL2): "Das Risiko ist mir zu risikohaft"

Die Lage vor Ort: Kein Zucker, kein Mehl, natürlich kein Klopapier und nur die "teuren" Nudeln. Das alles mitsamt der misslichen Weltlage relativiert sich jedoch für die Wollnys, als plötzlich Tochter Estefania wieder krank wird. Nach ihren Zusammenbruch im Mai 2019, dem chronische Kopf- und Bewegungsschmerzen folgten, geht es der 18-Jährigen mit Fieber und Übergeben erneut so schlecht, dass sie nachts in Krankenhaus eingeliefert wird. "Gehirnhautentzündung" lautet die niederschmetternde Diagnose. Fast noch gravierender sind die aktuellen Konsequenzen: Estefania liegt isoliert auf der Station, Besuch ist strengstens untersagt.

Das deprimiert nicht nur Mutter Silvia. Sie schwankt zwischen Hilflosigkeit ("Es ist wie Durst haben und nichts zu trinken zu bekommen"), Ahnungslosigkeit ("Ist das ansteckend?"), Sorge um Risikopatient Harald und blindem Aktionismus ("Alle im Haus isolieren, Loch in die Tür, Essen durch"). 14 Tage vergehen, in denen Estefanias Krankheit immer noch Rätsel aufgibt. Abgelenkt wird sich durch Homeschooling, Gartenarbeit und fanatischem Fiebermessen ("Das Risiko ist mir zu risikohaft"). Auch nach Estefanias Rückkehr in den Kreis der Familie bleibt die Unsicherheit: Wann wird es ihr wieder richtig gut gehen? Wird sie ihren Realschulabschluss schaffen? Vor der Kamera wirkt sie aufgeräumt und blickt nach vorne, aber vorerst gilt Silvias Lieblingsmotto: "Vorsicht ist besser wie Nachsicht."

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