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Wochenrückblick KW 23

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes stärker entwickelt. So zog der DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) im Wochenvergleich um 1,3 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 2,4 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei (Osaka: ^N225 - Nachrichten) -Index stieg daneben im Wochenvergleich um 0,23 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones (DJI: ^DJI - Nachrichten) gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 2,4 Prozent zu Buche.

Die wichtigsten deutschen Indizes beendeten den ersten Tag der neuen Handelswoche mit Abschlägen. Angesichts der anhaltenden Probleme in der Eurozone herrschte am Markt erneut Krisenstimmung. Der DAX verlor zuletzt 1,19 Prozent auf 5.978,23 Punkte. Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte, prognostiziert der IWH-Flash-Indikator eine Fortsetzung der kräftigen konjunkturellen Belebung vom Beginn des Jahres. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dürfte im zweiten Quartal 2012 nochmals kräftig um 0,5 Prozent ansteigen, und auch im dritten Quartal dürfte mit 0,3 Prozent die konjunkturelle Belebung anhalten. Bei den Einzelwerten gab der Energieversorger E.ON (-0,4 Prozent) bekannt, dass er beabsichtigt, das Regionalversorgungsgeschäft in Deutschland künftig auf die vier größten Regionalversorger E.ON Avacon AG, E.ON Bayern AG, E.ON edis AG und E.ON Hanse AG zu konzentrieren. Für Aktien der Deutschen Lufthansa ging es derweil um 0,9 Prozent nach unten. Einem Medienbericht zufolge will man sich von weiteren Tochtergesellschaften trennen. Ferner hat die zum Deutsche Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) - Konzern (-0,1 Prozent) gehörenden Geschäftskundensparte T-Systems hat einen weiteren Großauftrag erhalten. So wird der schweizerische Industriekonzern Georg Fischer AG künftig Cloud Services aus einem deutschen Rechenzentrum von T-Systems beziehen. Der brasilianische Eisenerzproduzent und Rohstoffkonzern Vale will derweil einem Medienbericht zufolge die hoch defizitäre brasilianische Stahlschmelze von ThyssenKrupp (-1,2 Prozent) in Brasilien übernehmen. Am unteren Ende fanden sich Aktien von Infineon (-3,2 Prozent) wieder. Der Technologiekonzern hat die zweite Generation seiner embedded Power (ePower)-Bausteine vorgestellt. Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) verloren ebenfalls 3,2 Prozent. Dabei gab der Automobilkonzern am Samstag bekannt, dass er mit einer umfassenden strukturellen und personellen Neuaufstellung seiner Strategie 2018 zusätzliche Schubkraft gibt. Der Aufsichtsrat hat den geplanten Maßnahmen bereits zugestimmt. Am Dienstag fanden die deutschen Aktienmärkte keine eindeutige Richtung. Neue Sorgen um das spanische Bankensystem und die Konjunktur der Eurozone lasteten auf der Stimmung der Marktteilnehmer. Der DAX verlor zuletzt 0,15 Prozent auf 5.969,40 Punkte. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bekannt gab, hat sich der Auftragseingang in der Industrie im April 2012 reduziert. Nach vorläufigen Angaben sanken die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,9 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 3,2 Prozent angezogen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen April unterdurchschnittlich. Im aussagekräftigeren Zwei (Other OTC: ZWECF.PK - Nachrichten) -Monats-Vergleich März/April gegenüber Januar/Februar nahmen die Auftragseingänge in der Industrie deutlich um 2,6 Prozent zu. Ihren Vorjahresstand unterschritten die Industrieaufträge im März/April um 2,0 Prozent. Im DAX zogen Aktien von MAN (Other OTC: MAGOF.PK - Nachrichten) an der Spitze um mehr als 9 Prozent an, nachdem Volkswagen bekannt gab, dass man bei der Schaffung eines integrierten Nutzfahrzeugkonzerns einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen ist. Der Konzern hat seinen Stimmrechtsanteil an MAN auf 75,03 Prozent erhöht. Ferner will einem Medienbericht zufolge die Commerzbank (EUREX: CBKF.EX - Nachrichten) (+1,6 Prozent) in den kommenden Jahren im Bereich Baufinanzierung kräftig wachsen. Anteile der Deutschen Post notierten knapp im Minus. Die deutschen Finanzbehörden haben dem Brief- und Logistikkonzern Steuerbescheide angekündigt, aus denen sich eine Umsatzsteuernachzahlung in Höhe von 516 Mio. Euro ergeben wird. Da man in den Vorjahren bereits vorausschauend Rückstellungen gebildet hatte, wird das Konzern-EBIT im zweiten Quartal 2012 mit 180 Mio. Euro belastet. Für Aktien von Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) ging es um 0,3 Prozent nach unten, obwohl die zum Automobilkonzern gehörende Mercedes-Benz Cars im Mai mit einem Absatzanstieg von 3,1 Prozent aufwarten konnte und dabei einen neuen Rekordwert markierte. Die deutschen Aktien haben dann am Mittwoch mit sehr deutlichen Kursgewinnen geschlossen. Zum Ende des Handelstages wirkten sich die starken Vorgaben aus den USA stützend aus. Am Nachmittag kamen die Kurse vorübergehend etwas zurück, nachdem die Europäische Zentralbank das Zinsniveau bestätigte. Der DAX gewann 2,09 Prozent auf 6.093,99 Punkte. Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau nicht anzutasten. Nach vorläufigen Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) ist die zudem Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im April 2012 zurückgegangen. So fiel die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,2 Prozent, wogegen sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 2,2 Prozent gestiegen war. Hierbei ging die Industrieproduktion um 2,4 Prozent zurück. In der Spitzengruppe des DAX zogen Merck (BSE: MERCKSL.BO - Nachrichten) 3,0 Prozent an. Der Pharmakonzern gab bekannt, dass er und der indische Generikahersteller Dr. Reddy`s Laboratories eine Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung eines Portfolios von Biosimilars in der Onkologie geschlossen haben. Der Chemiekonzern BASF (+2,3 Prozent) meldete, dass die Metanomics Health GmbH ab sofort eine leistungsfähige Lösung anbietet, die Arzneimittelhersteller dabei unterstützt, Medikamente mit einem verträglicheren Nebenwirkungsprofil zu entwickeln und dabei Zeitaufwand und Kosten zu sparen. Der Energieversorger RWE (+2,4 Prozent) fasst mit Wirkung zum 1. Juli 2012 die Organisationseinheiten "Corporate Responsibility", Umweltschutz, Gesellschaftliches Engagement/RWE (Other OTC: RWNFF.PK - Nachrichten) -Stiftung und Diversity in einem neuen Bereich "Corporate Responsibility" zusammen, um so den Bereich Nachhaltigkeit zu stärken. Weiteren Angaben zufolge hat die Rating-Agentur Moody's infolge der Finanzkrise die Bonitätseinschätzung der Commerzbank (+2,9 Prozent) gesenkt. So verschlechtert sich das Langfrist-Rating der Commerzbank (Other OTC: CRZBF.PK - Nachrichten) bei negativem Ausblick auf "A3". Für die Vorzugsaktie von Volkswagen ging es in der Schlussgruppe 1,4 Prozent aufwärts. Die Ratingagentur Fitch hat ihren Ausblick für den Automobilkonzern angehoben. Die MAN-Stammaktie war mit -1,2 Prozent schwächster DAX-Wert. Volkswagen hatte am Vortag die Ausweitung des Stimmrechtsanteils bei MAN auf mehr als 75 Prozent gemeldet. Am Donnerstag konnten die deutschen Standardwerte erneut mit kräftigen Zugewinnen schließen. Dabei sorgte vor allem die überraschende Leitzinssenkung der Chinesischen Notenbank für gute Stimmung auf dem Parkett. Die Rede von US-Notenbankchef Bernanke sorgte am Nachmittag dann wieder etwas für Ernüchterung, wobei der DAX im Zuge der darauf folgenden Konsolidierung an den US-Börsen einen großen Teil seiner Zugewinne wieder abgeben musste. Am Ende reichte es jedoch in einem feiertagsbedingt ruhigen Umfeld trotzdem für deutliche Kursaufschläge.Der DAX schloss mit einem Plus von 0,82 Prozent bei 6.144,22 Punkten. Die Deutsche Börse (+2 Prozent) hat die Geschäftszahlen ihrer Tochter Clearstream für Mai 2012 veröffentlicht. Wie der Börsenbetreiber am Donnerstag mitteilte, sank der Wert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens um 2 Prozent auf 11,1 Bio. Euro, nach 11,3 Bio. Euro im Vorjahresmonat. Bei Anteilsscheinen von Daimler waren Zugewinne von 0,3 Prozent auszumachen. Hier konnte die Tochtergesellschaft Mercedes-Benz Special Trucks einen Großauftrag der Bundeswehr vermelden. Demnach wurde Mercedes-Benz Special Trucks mit der Lieferung von 110 Zetros Lkw für Logistikeinsätze der Bundeswehr beauftragt. Deutlich unter Druck standen Anteilsscheine von ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) , die am unteren Ende des DAX 3,7 Prozent abgeben mussten. Am Vortag hatte eine Ratingagentur die Bonitätsnote für den Stahlkocher gesenkt. Wie am Freitag bekannt gegeben wurde, musste das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland im April 2012 einen Umsatzrückgang verbuchen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts fiel der Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat arbeitstäglich bereinigt um 0,7 Prozent, nach einem Umsatzplus von 0,9 Prozent im März. Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im April 2012 vergrößert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 14,4 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 10,8 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 16,1 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 11,2 Mrd. Euro, nach 7,5 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die zur Allianz gehörende Allianz France und die Versicherungsgesellschaft Groupama haben eine bindende Vereinbarung unterzeichnet, nach der Allianz France die Schaden- und Unfallversicherungssparte von Gan Eurocourtage übernimmt, einer Tochter von Groupama. Die Vereinbarung hat die Übertragung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der Schaden- und Unfallversicherung von Gan Eurocourtage (ausgenommen Transportaktivitäten) mit einem Prämienvolumen von rund 800 Mio. Euro und Gesamtaktiva von 1,9 Mrd. Euro zum Gegenstand. Der Autobauer Volkswagen hat im Zuge der strukturellen Neuaufstellungen des Volkswagen-Konzerns im Markenvorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge personelle Veränderungen angekündigt. Zudem musste die Motorradsparte des Automobilkonzerns BMW im Mai einen Absatzrückgang ausweisen.

Nachdem die US-Leitindizes am Montag mit Abschlägen in die Woche gestartet sind, konnten sich die Kurse zum Ende des Handels wieder erholen. Dabei hatten die Märkte unter Anzeichen einer weltweiten Konjunkturschwäche sowie der sich vertiefenden Schuldenkrise in Europa zu leiden. Der Dow Jones verlor 0,14 Prozent auf 12.101,39 Zähler. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im April 2012 erneut geschrumpft. Demnach sank der US-Auftragseingang für Industriegüter um 0,6 Prozent, wogegen Volkswirte ein Plus von 0,1 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Rückgang von revidiert 2,1 Prozent (vorläufig: -1,9 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen auf (vorläufig: +0,2 Prozent) dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Minus von 3,7 Prozent im März. Auf Unternehmensseite meldete der Erdgasproduzent Chesapeake Energy (+6,0 Prozent), dass er nach intensiven Verhandlungen mit seinen zwei größten Aktionären eine neue Zusammensetzung des Board of Directors beschlossen hat. Indes will sich Facebook (-3,0 Prozent) einem Medienbericht zufolge neue Nutzergruppen erschließen und nimmt dabei offenbar auch Kinder unter 13 Jahren ins Visier. Laut einem Zeitungsbericht entwickelt der Betreiber des weltweit führenden Sozialen Netzwerks derzeit Angebote, die es Kindern unter Aufsicht der Eltern erlauben sollen, Facebook zu nutzen. Papiere von Universal Health Services (NYSE: UHS - Nachrichten) tendierten am Ende 1,6 Prozent fester. Der Betreiber von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen teilte mit, dass er die Ascend Health Corp. für rund 500 Mio. US-Dollar übernehmen wird. Zu guter Letzt gab es einen interessanten Medienbericht zu WellPoint (Düsseldorf: AE1.DU - Nachrichten) (-1,4 Prozent). Demnach beabsichtigt der nach Mitgliederzahlen größte Krankenversicherer in den USA, die 1-800 Contacts Inc. im Rahmen einer Transaktion im Volumen von 900 Mio. US-Dollar zu übernehmen. Der Einzelhändler für Brillen und Kontaktlinsen erzielt zweistellige Gewinnmargen nach Steuern. Die Transaktion, die ab 2014 zum Konzernergebnis beitragen soll, wird voraussichtlich im dritten Quartal abgeschlossen. Die anhaltende Schuldenkrise in Europa lastete am Dienstag auch an der Wall Street weiter auf der Stimmung der Anleger. Der unerwartete Anstieg des ISM-Service-Index sorgte nach den Verlusten der Vortage aber für eine kleine Erholung. Der Dow Jones gewann 0,22 Prozent auf 12.127,95 Punkte. Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im Mai 2012 im Vergleich zum Vormonat stärker entwickelt. Wie das Institute for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, mitteilte, kletterte der ISM-Service-Index auf 53,7 Zähler, nach 53,5 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 53,1 Punkte prognostiziert. Daneben gab es gute Quartalszahlen. Der Einzelhändler Dollar General (-3,5 Prozent) konnte im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten und dabei die Analystenerwartungen übertreffen. Nach Aussage von CEO Rick Dreiling habe man vor allem von der überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung profitieren können. Dank Kostensenkungsmaßnahmen konnten die Margen trotz höherer Rohstoffpreise stabil gehalten werden. Ebenfalls im Blick befand sich United Natural Foods (Xetra: 542741.DE - Nachrichten) (+2,0 Prozent). Der Lebensmittelkonzern konnte im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Profitiert habe man im Berichtszeitraum von der weiterhin starken Nachfrage in allen Produktsegmenten. Die umgesetzten Effizienzsteigerungen hätten sich außerdem positiv auf die Margenentwicklung des Konzerns ausgewirkt, hieß es. Der Software-Konzern Oracle (+1,8 Prozent) verkündete derweil, dass er Collective Intellect, einen Anbieter von cloud-basierten Social Intelligence-Lösungen, übernehmen wird. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, helfen die Lösungen von Collective Intellect Organisationen dabei, Online-Konversationen von Verbrauchern auf Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter zu sammeln und zu verarbeiten. Weiteren Angaben zufolge konnte der Automobilhersteller General Motors (+0,7 Prozent) im Mai 2012 einen deutlichen Anstieg bei den Absatzzahlen auf dem chinesischen Markt verbuchen. Wie aus einer Pressemitteilung des größten US-Autobauers hervorgeht, wurden im Monat Mai insgesamt 231.183 Fahrzeuge im Reich der Mitte abgesetzt. Dies entspricht gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert einem Plus von 21,3 Prozent. Die Drugstore-Kette Walgreen (+0,2 Prozent) musste jedoch für Mai 2012 einen Rückgang bei den Same-Store Sales ausweisen. Unternehmensangaben zufolge verringerten sich die vergleichbaren Umsätze demnach um 5,8 Prozent. Der Gesamtumsatz belief sich auf 5,98 Mrd. US-Dollar, was einer Abnahme um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mit 6,08 Mrd. US-Dollar entspricht. Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch trotz schwacher Konjunkturdaten mit klar grünen Vorzeichen. Nach den Abschlägen der vergangenen Tage waren die Käufer zur Wochenmitte wieder eindeutig zurück. Besonders die Lage in Europa stand hierbei im Fokus. Der Dow Jones gewann 2,37 Prozent auf 12.414,79 Zähler. Die US-Produktivität hat sich im ersten Quartal 2012 stärker reduziert als zunächst gemeldet. Demnach schrumpfte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um revidiert 0,9 Prozent (vorläufig: -0,5 Prozent). Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,8 Prozent prognostiziert, wogegen im vierten Quartal 2010 ein Plus von 1,2 Prozent ermittelt worden war. Daneben ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 1. Juni 2012 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 1,3 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Minus von 1,3 Prozent ermittelt worden. Die US-Notenbank hat im Rahmen des Beige Book erklärt, dass die wirtschaftliche Aktivität in den USA in den vergangenen zwei Monaten weiterhin "moderat" gewachsen ist. Ferner meldete die weltgrößte Baumarktkette Home Depot (+3,4 Prozent), dass sie an ihren Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2012 festhält. Zudem wurde das laufende Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. Wie der Krankenversicherer UnitedHealth (+3 Prozent) mitteilte, hat er die Quartalsdividende angehoben. Zudem wurde das Aktienrückkaufprogramm erneuert. Schließlich gab der Medienkonzern News Corp. (+4,3 Prozent) bekannt, dass er die 50 Prozent-Beteiligung des Sport- und Entertainment (London: ETO.L - Nachrichten) -Unternehmens ESPN an ESPN STAR Sports (ESS (SNP: ^ESSY - Nachrichten) ) erwerben wird. ESPN gehört zu 80 Prozent der ABC Inc., die wiederum eine indirekte Tochter des Medien- und Entertainment-Konzerns Walt Disney (+1,5 Prozent) ist. Der Börsenbetreiber NASDAQ OMX Group (+1,7 Prozent) hat angekündigt, Händlern, die Unregelmäßigkeiten beim Börsengang von Facebook (+3,6 Prozent) verkraften mussten, mit insgesamt 40 Mio. US-Dollar zu entschädigen. Beim Börsengang des weltgrößten Social Media-Konzerns am 18. Mai war der erste Kurs nur mit Verzögerung festgestellt worden. Anstatt ursprünglich um 17 Uhr deutscher Zeit, hatte sich das Börsendebüt auf 17.30 Uhr verschoben. Zudem herrschte bei vielen Marktteilnehmern zunächst Unsicherheit darüber vor, ob sie Aktien gehandelt haben und zu welchem Preis. Konkret will der Börsenbetreiber den betroffenen Händlern 13,7 Mio. US-Dollar in bar auszahlen. Die restliche Entschädigung soll über sechs Monate gestreckt in Form von Handelsrabatten gewährt werden. Allerdings muss die Maßnahme noch durch die US-Börsenaufsicht SEC genehmigt werden. Nach einem freundlichen Start in den Tag, schlossen die US-Leitbörsen am Donnerstag uneinheitlich. Der Dow Jones gewann unterm Strich 0,37 Prozent auf 12.460,96 Zähler. Das Volumen der US-Verbraucherkredite ist im April 2012 um 6,5 Mrd. US-Dollar gestiegen. Dies gab die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bekannt. Daneben meldete sich der US-Notenbankchef zur aktuellen Wirtschaftslage in den USA zu Wort. Nach Aussage von Ben Bernanke habe sich die moderate wirtschaftliche Erholung im laufenden Jahr fortgesetzt. Das US-Arbeitsministerium erklärte, zudem dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 2. Juni 2012 verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 377.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Bei den Einzelwerten gab der Nutzfahrzeughersteller Navistar (-14,4 Prozent) bekannt, dass er für das zweite Quartal einen deutlichen Verlust ausweisen musste. Beim Nettoergebnis wurde ein deutlicher Verlust von 172 Mio. US-Dollar bzw. 2,50 US-Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 74 Mio. US-Dollar bzw. 93 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Verlust im Berichtszeitraum bei 1,99 US-Dollar je Aktie. Zudem erwartet der Konzern für das Gesamtjahr ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das im Bereich eines Break-Even bis zu einem Gewinn von 2,00 US-Dollar liegen soll. Zuletzt hatte Navistar hier einen bereinigten Gewinn von 4,25 bis 5,25 US-Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Die Drugstore-Kette Rite Aid (-3,9 Prozent) wies für den Monat Mai einen Umsatzanstieg aus. Demnach lag der konsolidierte Konzernumsatz mit 2,45 Mrd. US-Dollar um 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg von 1,1 Prozent erzielt. Zudem konnte der Lebensmittel-Konzern J.M. Smucker (+0,1 Prozent) für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg ausweisen. Profitiert hatte der Konzern unter anderem von einer verbesserten Kostenbasis und der erfolgreichen Integration der zuletzt getätigten Zukäufe. Sehr stark habe sich vor allem das Kaffee-Segment und das Auslandsgeschäft entwickelt, so der Konzern. Dabei konnten die Analystenschätzungen geschlagen werden. Der Ausblick auf das laufende Fiskaljahr enttäuschte jedoch etwas. Der weltweit führende Pharmakonzern Pfizer (+0,2 Prozent) bereitet unterdessen einen Zulassungsantrag für einen Börsengang seiner Tiergesundheitssparte vor. Dabei soll ein Minderheitsanteil der Tiergesundheitssparte an die Börse gebracht werden. Am Freitag wurden die Daten zur Handelsbilanz der weltweit führenden Volkswirtschaft veröffentlicht. So hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im April weiter reduziert, jedoch nicht ganz so stark, wie von den Volkswirten im Vorfeld erwartet. Das Handelsbilanzdefizit sank im Berichtsmonat demnach um 4,9 Prozent auf 50,1 Mrd. US-Dollar, während Volkswirte 49,7 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Zudem sind die Lagerbestände im Großhandel im April 2012 weiter angewachsen. Das gab das Commerce Department heute bekannt. Demnach wurde ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, nach einem Plus von 0,3 Prozent im März. Marktbeobachter hatten zuvor mit einer Zunahme um 0,5 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels zogen gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent an, nach einem Zuwachs um 0,4 Prozent im März. Im Fokus stehen unter anderem Anteilsscheine des Technologiekonzerns Altera. Am Vorabend nach Börsenschluss hatte sich der Halbleiterkonzern bezüglich der weiteren Umsatzentwicklung zu Wort gemeldet. Das Unternehmen erklärte hierbei, dass es für das zweite Quartal 2012 ein sequenzielles Umsatzwachstum von 14 bis 18 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2012 erwartet. Geschäftszahlen gab es am Vorabend nach Börsenschluss auch vom US-Konzern Quiksilver. Dabei konnte der auf Sportbekleidung spezialisierte Konzern den Verlust im zweiten Quartal reduzieren. Die amerikanische Schnellrestaurantkette McDonald`s konnte derweil im Mai 2012 einen Zuwachs bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Dabei profitierte man von einer guten Entwicklung in den USA. Wie der weltweit führende Betreiber von Schnellrestaurants am Freitag verkündete, erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche mindestens 13 Monate geöffnet waren (Same-Store Sales), gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einem Anstieg von 5,2 Prozent ausgegangen. Auf Konzernebene verzeichnete McDonald`s einen Zuwachs der Umsatzerlöse um 1,2 Prozent, während man auf wechselkursbereinigter Basis ein Plus von 5,6 Prozent ausweisen konnte. Weiteren Angaben zufolge hat der US-Industriekonzerns Rockwell Automation eine Dividendenerhöhung und ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von bis zu 1 Mrd. US-Dollar angekündigt.

Die Stimmung an den europäischen Börsen verbesserte sich zum Handelsschluss am Montag ein wenig, nachdem es zu Beginn des Handels wesentlich düsterer ausgesehen hatte. Die Schuldenkrise blieb dabei das bestimmende Thema am Markt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,50 Prozent auf 2.078,96 Punkte. Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Juni 2012 erneut einen Rückgang. Der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur verlor zum dritten Mal in Folge und notiert mit -28,9 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Mai 2009, nach -24.5 Punkten im Vormonat. Lage und Erwartungswerte fielen dabei gleichermaßen zurück. Der Pharmakonzern Novartis (-1,0 Prozent) hat derweil eine Kooperationsvereinbarung mit dem dänischen Biotech-Konzern Genmab geschlossen. In deren Rahmen wird Novartis die DuoBody-Technologieplattform von Genmab (Other OTC: GNMSF.PK - Nachrichten) zur Schaffung und Entwicklung bispezifiischer Antikörper verwenden. Genmab erhält den Angaben zufolge eine Upfront-Zahlung in Höhe von 2 Mio. US-Dollar von Novartis. Sollten alle Meilensteine des Rahmenabkommens erfüllt werden, würde Genmab insgesamt 175 Mio. US-Dollar zuzüglich Lizenzgebühren von Novartis erhalten. Aktien von EVN (Düsseldorf: 428837.DU - Nachrichten) tendierten im österreichischen ATX (Wien: ^ATX - Nachrichten) zum Schluss unverändert. Der Energieversorger hat das derzeit günstige Umfeld zur Refinanzierung einer Kreditlinie genutzt. So wurde eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 500 Mio. Euro unterzeichnet. Die neue Fazilität hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ersetzt die seit September 2006 bestehende syndizierte revolvierende Kreditlinie. Die europäische Schuldenkrise und neue Sorgen um das Bankensystem in Spanien lasteten auch am Dienstag auf der Stimmung der Anleger. Nach den Verlusten der Vortage konnten sich die europäischen Börsen aber ein wenig erholen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verbesserte sich um 0,40 Prozent auf 2.087,31 Punkte. Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im April 2012 gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 1,0 Prozent und in der EU27 um 1,1 Prozent. Im März war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 0,3 bzw. 0,8 Prozent gestiegen. Binnen Jahresfrist sank der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsabsatz in der Eurozone um 2,5 Prozent, nach einem Minus von 0,2 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 1,9 Prozent weniger verkauft wie im April 2011, während der Absatz im März 2012 um 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen hatte. An der Pariser Börse ging es für Aktien von Lagardère (Paris: FR0000130213 - Nachrichten) um 1,4 Prozent nach oben, nachdem der Medienkonzern bekannt gab, dass er sein Übernahmeangebot für die LeGuide (Paris: FR0010146092 - Nachrichten) .com S.A. angehoben hat. So bietet der Konzern nun 28 Euro in bar für jeden Aktie des Online-Einkaufsführers. Bisher war man lediglich 24 Euro je Aktie zu zahlen bereit. Die jüngste Offerte beinhaltet damit eine Prämie von 41 Prozent auf den gestrigen Schlusskurs der LeGuide.com-Aktie. Anteile von LeGuide.com sprangen um 10,8 Prozent in die Höhe. Die europäischen Börsen konnten im Verlauf des Mittwoch ihre Gewinne ausweiten. Hoffnungen auf eine Rettung spanischer Banken und die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) prägten dabei das Marktgeschehen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,42 Prozent auf 2.137,73 Punkte. Das europäische Statistikamt Eurostat legte seine zweite Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal 2012 vor, wonach sich die Wirtschaft stabilisiert hat. Gegenüber dem Vorquartal blieb das BIP im Euroraum (ER17) als auch in der gesamten Europäischen Union (EU27) unverändert. Im vierten Quartal war das BIP dagegen um jeweils 0,3 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich ging die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,1 Prozent zurück und stieg in der EU27 um 0,1 Prozent an, während sie im Vorquartal um 0,7 bzw. 0,8 Prozent angewachsen war. Der größte Spirituosenhersteller der Welt, Diageo (Other OTC: DGEAF.PK - Nachrichten) (+4,3 Prozent), meldete dass er beabsichtigt, in den nächsten fünf Jahren mehr als 1 Mrd. Britische Pfund (GBP) in die Produktion von Scotch-Whisky zu investieren. Ferner ist geplant, in neue Warehousing-Kapazitäten zu investieren, um die Millionen zusätzlichen Liter an Scotch-Whisky zu lagern, die aus den geplanten Investitionen hervorgehen werden. Aktien von Vodafone (London: VOD.L - Nachrichten) (-2,7 Prozent) fanden sich auf dem letzten Platz wieder. Der Mobilfunkbetreiber gab bekannt, dass er mit dem australischen Telekommunikationsunternehmen Telstra in Verhandlungen bezüglich dessen neuseeländischer Tochter TelstraClear getreten ist. Den Angaben zufolge strebt der britische Konzern eine Übernahme von TelstraClear an. ArcelorMittal (Other OTC: ARCXF.PK - Nachrichten) (+3,3 Prozent), der größte Stahlkonzern der Welt verkauft Presseangaben zufolge seine 48-prozentige Beteiligung an dem weltgrößten Hochofenbauer Paul Wurth an die SMS Group. Im niederländischen AEX (Amsterdam: FTI.AS - Nachrichten) fielen Ahold (Mailand: AH.MI - Nachrichten) als schwächster Wert um 4,2 Prozent zurück, nachdem der Einzelhandelskonzern meldete, dass sein Gewinn im ersten Quartal leicht gesunken ist. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Der Konzern litt im Berichtsquartal vor allem unter geringeren Verbraucherausgaben bei Lebensmitteln. Wie Ahold weiter mitteilte, geht man unverändert von einem schwierigen Jahr 2012 für den gesamten Lebensmitteleinzelhandel aus. Am Donnerstag gingen die europäischen Aktienindices nach einem freundlichen Handelstag mit grünen Vorzeichen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 notierte abschließend 0,25 Prozent fester bei 2.143,08 Punkten. Der Geldpolitische Rat der Britischen Notenbank hat im Rahmen seiner turnusmäßigen Sitzung das Leitzinsniveau mit 0,5 Prozent bestätigt. Aus Großbritannien wurde zudem bekannt dass Tullow Oil (Stuttgart: 591219 - Nachrichten) (+2,1 Prozent) im Zuge einer Offshore-Explorationsbohrung vor der Elfenbeinküste auf ein Ölvorkommen gestoßen ist. Dabei handelt es sich um eine Ölsäule von etwa 31 Metern. Um das Volumen und die genaue Ausdehnung des Vorkommens bestimmen zu können, sind weitere Tests erforderlich. Auf dem zweiten Platz im französischen CAC40 (Paris: ^FCHI - Nachrichten) rangierten Papiere von EADS (Other OTC: EADSF.PK - Nachrichten) (+3,6 Prozent), nachdem bekannt wurde, dass die Flugzeugbau-Tochter Airbus einen Festauftrag des US-Flugzeugleasingunternehmens Air Lease Corp. (ALC) erhalten hat. So hat der US-Konzern den Auftrag für insgesamt 36 Maschinen vom Typ A320neo bestätigt. Der Festauftrag beinhaltet außerdem Kaufoptionen über vierzehn weitere Maschinen. Dagegen notierte die Fluggesellschaft Air France-KLM 0,4 Prozent schwächer, nachdem das Unternehmen im Mai einen Passagierrückgang ausweisen musste. Demnach wurden im Berichtszeitraum insgesamt 6,552 Millionen Fluggäste befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 6,602 Millionen einem Minus von 0,8 Prozent entspricht. Die Stimmung an den europäischen Börsen ist am Freitag gedämpft. Das Rating-Downgrade von Spanien durch die Ratingagentur Fitch lasten auf dem Sentiment. Fitch hatte am Donnerstagabend die Bonitätsnote des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds Spanien herabgestuft. So wurde das Kreditrating Spaniens von "A" um drei Stufen auf "BBB" gesenkt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,60 Prozent auf 2.130,20 Punkte. Die Leistungsbilanz der EU27 hat das erste Quartal 2012 mit einem kleineren Passivsaldo abgeschlossen. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde vom Freitag betrug das Defizit 8,8 Mrd. Euro, nach einem Passivsaldo von 31,3 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Auf der Unternehmensseite wurde mitgeteilt, dass der schweizerische Hardware-Hersteller Logitech in Zusammenhang mit den zuletzt angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen von Einmalbelastungen in zweistelliger Millionenhöhe ausgeht. Der Bierkonzern Heineken kündigte daneben einen weiteren Zukauf an. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des belgischen Apfelweinherstellers Stassen S.A. geschlossen. Durch die Übernahme baut Heineken (EUREX: HNKF.EX - Nachrichten) seine Marktposition in dieser Produktkategorie in Kontinentaleuropa weiter aus. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Die größten Börsen in Asien sind angesichts der schlechten Vorgaben der US-Börsen und der anhaltenden Unsicherheiten in der Eurozone deutlich schwächer in die neue Woche gestartet. Dabei schloss der Nikkei-Index mit einem Minus von 1,71 Prozent bei 8.295,63 Punkten. Aktien von Canon (Other OTC: CAJFF.PK - Nachrichten) brachen um 5,1 Prozent ein, nachdem der weltgrößte Hersteller von Kopierern, Digitalkameras und Laserdruckern erklärte, dass sein Board of Directors entschieden hat, 1,4 Prozent aller ausstehenden Aktien zurückzukaufen. Der Rückkauf erfolgt zwischen dem 5. Juni und dem 27. Juli 2012. Auch weitere exportorientierte Unternehmen kamen heute in Tokio unter die Räder. Am Dienstag entwickeln sich die bedeutendsten asiatischen Aktienmärkte stärker. Der Nikkei erzielte ein Plus von 1,04 Prozent auf 8.382,00 Punkte. In Tokio legten insbesondere exportorientierte Unternehmen zu, so gewannen Sony (Stuttgart: 853687 - Nachrichten) 3,3 Prozent, Canon 3,4 Prozent und TDK (Berlin: TDK.BE - Nachrichten) 4,4 Prozent. Auch Autowerte entwickelten sich stärker. Toyota legten um 0,8 Prozent zu, während Nissan 2,0 Prozent und Mazda 5,6 Prozent hinzugewannen. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich am Mittwoch mehrheitlich stärker. Hierbei schloss der Nikkei-Index mit einem Plus von 1,81 Prozent bei 8.533,53 Punkten. In Tokio wurden unter anderem Finanztitel gesucht. So gewannen Anteile der Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) 2,4 Prozent. Aktien der Mizuho Financial Group zogen um 2,6 Prozent an. Die asiatischen Aktienmärkte beenden den Donnerstaghandel unentschlossen. Dabei schloss der Nikkei-Index mit einem Plus von 1,24 Prozent bei 8.639,72 Punkten. Wie das Kabinettsbüro bekannt gab, isr der Index der Frühindikatoren in Japan (EUREX: FMJP.EX - Nachrichten) im April 2012 zurückgegangen. Nach vorläufigen Berechnungen verringerte sich der Index auf 95,1 Punkte, womit die Prognose der Volkswirte von 95,1 Punkten exakt erreicht wurde. Davor hatte der Index im März noch bei 96,4 Punkten gestanden. Freundlich zeigte sich in Tokio der Stahlsektor, hier wiesen JFE Holdings (Frankfurt: 724564 - Nachrichten) ein Plus von 2,5 Prozent, Kobe Steel (Düsseldorf: 762280.DU - Nachrichten) eine Kurssteigerung von 2,2 Prozent und Nippon Steel (Frankfurt: 859164 - Nachrichten) ein Plus von 1,8 Prozent aus. Die südkoreanische Wirtschaft ist derweil im ersten Quartal 2012 mit beschleunigtem Tempo gewachsen. Dies teilte die Bank of Korea (BoK) mit. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Land der Morgenstille um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal erhöht. Davor war die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2011 nur um 0,3 Prozent angewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterte das BIP der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens um 2,8 Prozent. Davor war im vierten Quartal ein Zuwachs um 3,3 Prozent ausgewiesen worden. Am Freitag ging der Nikkei mit einem Verlust von 2,09 Prozent auf 8.459,26 Punkte ins Wochenende. Olympus (Xetra: 856840 - Nachrichten) (-3,6 Prozent), der weltweit viertgrößte Hersteller von Digitalkameras kündigte ein umfassendes Restrukturierungsprogramm an. In diesem Zusammenhang will man tausende von Stellen abbauen. Durch die geplanten Maßnahmen will Olympus in den kommenden fünf Jahren wieder zu alter Stärke zurückfinden und die Profitabilität nachhaltig verbessern. Die japanische Regierung legte zudem in Tokio ihre zweite Veröffentlichung zur Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2012 vor und gab bekannt, dass sich Japans Wirtschaft stärker entwickelt hat wie zunächst gemeldet. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um revidiert 1,2 (vorläufig: +1,0) Prozent, gegenüber einem unveränderten Niveau im Schlussquartal 2011. Zudem erhöhte sich das BIP im Vergleich zum Vorjahresquartal um revidiert 4,7 Prozent, während zunächst nur ein Plus von 4,1 Prozent ausgewiesen worden war. Davor war im vierten Quartal 2011 ein Wachstum von 0,1 Prozent ermittelt worden. Die japanische Leistungsbilanz hat derweil den April 2012 mit einem kleineren Überschuss abgeschlossen. Dies teilte das Finanzministerium in Tokio mit. So verringerte sich der Aktivsaldo auf 333,8 Mrd. Japanische Yen (JPY), nach einem Überschuss von 1,59 Bio. JPY im Vormonat.

In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Remy Cointreau (Paris: FR0000130395 - Nachrichten) , Deutsche Beteiligungs AG, Gerry Weber International, Heidelberger Druckmaschinen (Xetra: 731400 - Nachrichten) , Kabel Deutschland Holding, Kroger (Düsseldorf: 945916.DU - Nachrichten) , Pier 1 Imports (Xetra: 864967 - Nachrichten) und Smithfield Foods (Xetra: 876812 - Nachrichten) an.

Bei den Konjunkturdaten dürften am kommenden Montag in Deutschland Beschäftigte und Umsatz im Handwerk Aufmerksamkeit finden. Es folgen am Dienstag die Insolvenzen in Deutschland sowie die Ein- und Ausfuhrpreise und der Staatshaushalt in den USA. Am Mittwoch stehen der Auftragseingang des Maschinenbaus in Japan, die Verbraucherpreise in Deutschland, die Industrieproduktion in Europa sowie die Hypothekenanträge, der Einzelhandelsumsatz, die Erzeugerpreise, die Lagerbestände und der Ölmarktbericht in den USA im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Deutschland die Großhandelspreise, in der EU der EZB-Monatsbericht, die Arbeitskosten und Verbraucherpreise sowie in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Leistungsbilanz, die Verbraucherpreise und die Realeinkommen vorgestellt. Zum Wochenschluss werden noch das BoJ-Sitzungsergebnis, die deutsche Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe, die europäischen Außenhandelsdaten und Beschäftigung sowie der amerikanische Empire State Index, die Industrieproduktion und die Verbraucherstimmung veröffentlicht.

Indexstände (08.06.2012, 18:00 Uhr) DAX: 6.130,82 TecDAX (EUREX: FTDX.EX - Nachrichten) : 744,78 Dow Jones STOXX 50: 2.277,62 Nikkei 225: 8.459,26 Dow Jones: 12.484,43 Nasdaq Composite (Nasdaq: ^IXIC - Nachrichten) : 2.842,57 (08.06.2012/ac/n/m)

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