Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.419,33
    +48,88 (+0,28%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.872,57
    +17,21 (+0,35%)
     
  • Dow Jones 30

    39.131,53
    +62,42 (+0,16%)
     
  • Gold

    2.045,80
    +15,10 (+0,74%)
     
  • EUR/USD

    1,0823
    -0,0005 (-0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.149,03
    +43,44 (+0,09%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,57
    -2,04 (-2,60%)
     
  • MDAX

    25.999,48
    -100,28 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.394,36
    -10,65 (-0,31%)
     
  • SDAX

    13.765,66
    -59,10 (-0,43%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.706,28
    +21,79 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    7.966,68
    +55,08 (+0,70%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.996,82
    -44,80 (-0,28%)
     

Wissenschaftler haben aus menschlichen Zellen winzige lebende „Roboter“ hergestellt – so könnten sie die Medizin revolutionieren

Die mikroskopisch kleinen "Roboter" wurden aus menschlichen Lungenzellen hergestellt. - Copyright: Carlos Duarte / Getty
Die mikroskopisch kleinen "Roboter" wurden aus menschlichen Lungenzellen hergestellt. - Copyright: Carlos Duarte / Getty

Wissenschaftler haben aus Lungenzellen winzige biologische "Roboter" geschaffen, die eines Tages durch unseren Körper reisen könnten, um beschädigtes Gewebe zu regenerieren und Krankheiten zu behandeln.

Was sind „Anthrobots“?

Die Roboter, Anthrobots genannt, haben eine Größe von der Breite eines menschlichen Haares bis zur Spitze eines angespitzten Bleistifts und können sich selbst organisieren, berichtet das Portal "TuftsNow".

Sie wurden von einem Team von Wissenschaftlern der Universitäten Tufts und Harvard entwickelt, die dafür die chemische Zusammensetzung von anonym gespendeten Lungenzellen veränderten. Die Wissenschaftler entdeckten, dass sich die Flimmerhärchen – winzige haarähnliche Strukturen auf der Oberfläche der Zellen – zu bewegen begannen, wenn sie nach außen gerichtet waren. Und als eine Gruppe von Anthrobots, ein sogenannter "Superbot", auf geschädigte Neuronenzellen angesetzt wurde, konnte er neues Wachstum fördern.

Die Studie bringt neue Erkenntnisse

Die Forscher wissen noch nicht, wie die Zellregeneration abläuft, glauben aber, dass die Anthrobots eines Tages eingesetzt werden könnten, um verstopfte Arterien zu reinigen, Rückenmark zu reparieren, Krebszellen zu identifizieren oder Medikamente an bestimmte Körperteile zu liefern, so "TuftsNow".

Die am Donnerstag in der Zeitschrift "Advanced Science" veröffentlichten Forschungsergebnisse werfen neue Fragen darüber auf, wie sich menschliche Zellen zusammensetzen und zusammenarbeiten. Dasselbe Forscherteam hatte zuvor ähnliche winzige Roboter, sogenannte Xenobots, aus Zellen von Embryonen des afrikanischen Krallenfroschs entwickelt. Aber die Anthrobots beweisen, dass Zellen nicht amphibisch oder embryonal sein müssen, um sich zu regenerieren.

Mitautor Michael Levin sagte zu "CNN": "Dieser Vorgang hat nichts damit zu tun, ein Embryo zu sein. Er hat auch nichts damit zu tun, ein Frosch zu sein. Ich denke, es ist eine viel allgemeinere Eigenschaft von Lebewesen."

Forschung in einem neuen Gebiet

Obwohl sie aus menschlichen Zellen entstanden sind, sagte Levin, dass die Anthrobots keinen vollständigen Lebenszyklus durchlaufen haben und daher nicht als vollwertige Organismen betrachtet werden.

"Es erinnert uns daran, dass diese strengen binären Kategorien, mit denen wir bisher gearbeitet haben – ist das ein Roboter, ist das ein Tier, ist das eine Maschine? – nicht sehr hilfreich für uns sind. Wir müssen darüber hinausgehen", so Levin zu "CNN".

Auch wenn Ärzte in naher Zukunft vielleicht keine Anthrobots einsetzen werden, so sind sie doch ein weiteres Beispiel für den Fortschritt in der Medizintechnik. Die US Food and Drug Administration (FDA) hat bereits mehr als 500 medizinische KI-Algorithmen zugelassen, die bei der Diagnose und Behandlung von Patienten helfen.

Lest den Originalartikel auf Business Insider