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Wissenschaftler: Corona-Angst raubt Menschen den Schlaf

·Lesedauer: 1 Min.

Bilder von Corona-Patienten auf Intensivstationen wecken Ängste und können Menschen den Schlaf rauben. Dabei ist ausreichender und erholsamer Schlaf ein wichtiges Vorbeugungsmittel, sagen Wissenschaftler.

Caucasian teenage girl has her eyes closed as she is lying in a hospital bed during childbirth. Young pregnant mother is preparing to have her first baby.
Unruhiger Schlaf einer Patientin. (Symbolbild: Getty Images)

ESSEN (dpa-AFX) - Die Angst vor einer Corona-Ansteckung raubt vor allem Menschen mit gesundheitlichen Risiko-Faktoren vielfach den Schlaf. "Ich sehe das auch aus der eigenen Sprechstunde. Es gibt Vorerkrankte, die sich große Sorgen machen", sagte der Direktor der Klinik für Pneumologie der Evangelischen Kliniken Essen-Mitte, Prof. Georg Nilius, am Donnerstag der dpa. "Da gibts ein deutlich höheres Angstniveau. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Schlaf." Nilius ist einer der Kongresspräsidenten bei der digitalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) vom 29. bis 31. Oktober.

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Der Lungen- und Schlafmediziner verwies auf eine fortlaufende bundesweite Online-Studie unter Leitung der Psychologin Madeleine Hetkamp (Universität Duisburg-Essen) mit gut 16 000 Teilnehmern. Laut der im Fachmagazin "Sleep Medicine" (75, 2020) veröffentlichten Studie hatten kurz nach dem Corona-Shutdown Mitte März dieses Jahres rund 13,5 Prozent der Teilnehmer von einer "deutlich verschlechterten Schlafqualität" und 7,2 Prozent von generellen Ängsten ("anxiety") berichtet. Als die Infektionszahlen nachließen, seien diese Werte wieder zurückgegangen. Mit dem aktuell neuen Hochschießen der Zahlen sei es wahrscheinlich, dass auch die Ängste wieder zunähmen, sagte Nilius.

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