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Reus schlägt nach nächster BVB-Pleite Alarm

Maximilian Schwoch
·Lesedauer: 6 Min.

Der BVB verliert nach durchwachsener Leistung im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen. Die Terzic-Elf wacht erst nach der Pause auf, wird dann kurz vor Schluss überrumpelt.

Eine gute Halbzeit reicht nicht!

Der BVB kassiert zum Hinrundenabschluss einen herben Dämpfer im Kampf um die Champions League. Das Team von Trainer Edin Terzic enttäuschte vor allem in der ersten Hälfte und unterlag Bayer Leverkusen mit 1:2.

Moussa Diaby brauchte die Werkself in der ersten Spielhälfte in Führung, Julian Brandt besorgte gegen sein ehemaliges Team den Ausgleich aus Dortmunder Sicht. In der Schlussphase sorgte der 17 Jahre alte Florian Wirtz für den Leverkusener Sieg. Durch den Erfolg springt Bayer vorerst auf Platz zwei vor dem punktgleichen Konkurrenten RB Leipzig. Dortmund bleibt drei Zähler zurück auf Rang vier. (Service: Tabelle der Bundesliga)

"Wir sind eigentlich ganz gut in die Partie gekommen, hatten ein paar gute Ballgewinne. Die restliche erste Hälfte war nicht gut. Wir hatten keine gute Intensität im Spiel, haben den Leverkusenern zu viel Zeit und Ballbesitz gelassen", monierte Brandt nach dem Spiel bei Sky. Er kann zudem nicht verstehen, weshalb sein Team so inkonstant auftritt. "Kein Spieler auf dem Platz macht das mit Absicht. Es zieht sich durch die Saison, dass wir nicht in der Lage sind, unser Niveau 90 Minuten zu halten. Es gibt zu viele Phasen, in denen wir uns mit eigenen Fehlern aus dem Spiel bringen lassen. Das bricht uns oft das Genick."

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Terzic moniert Körpersprache und "doofes" Gegentor

Auch BVB-Kapitän Marco Reus war nicht zufrieden. "Es ist ein enttäuschender Abend von uns, weil wir nach dem 1:1 vom Wochenende einen direkten Konkurrenten schlagen wollten. Das haben wir nicht getan. Das ist sehr enttäuschend." Mit Blick auf die Tabelle schlug der 31-Jährige Alarm: "Wir müssen am Freitag gegen einen direkten Konkurrenten dreifach punkten, sonst verlieren wir den Anschluss nach oben. Das müssen wir verhindern."

Terzic monierte vor allem die Reaktion auf das Gegentor. "Mit der Körpersprache waren wir überhaupt nicht einverstanden. Der Kopf ging runter, wir wollten uns nicht wehren und haben akzeptiert, was passiert ist. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und wollten es unbedingt ändern." Danach sei Dortmund besser in die Partie gekommen. "Dann kassieren wir erneut ein sehr doofes und einfaches Gegentor. Danach ging leider nicht mehr viel."

Auf SPORT1-Nachfrage, ob die Ziele der Dortmunder nun in Gefahr seien, erklärte er: "Bevor wir daran denken, müssen wir erstmal unsere Leistung stabilisieren. Wir waren nicht zielstrebig genug, wollten Ball ins Tor tragen, statt ins Tor zu schießen. Wir sind aber immer noch in allen drei Wettbewerben drin und können unsere Ziele erreichen. Es werden noch so viele Punkte vergeben."

Der BVB erwischte einen guten Start, kontrollierte anfangs die Partie. Bei einem Schuss aus 19 Metern rutschte Kapitän Marc Reus allerdings weg und der Ball trudelte in die Arme von Bayer-Torwart Lukas Hradecky.

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Bürki hält BVB in Hälfte eins im Spiel

Doch nach und nach wurde die Werkself stärker, und ging in der 14. Minute nach einem Traumpass von Leon Bailey in Führung. Der Jamaikaner hebelte mit einem Steilpass von der linken Seite von Höhe der Mittellinie die komplette Dortmunder Hintermannschaft aus, der durchgestartete Moussa Diaby konnte den Ball an der Strafraumgrenze annehmen und ließ Roman Bürki keine Chance. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Leverkusen bekam nun zunehmend Oberwasser. Die Bosz-Elf störte den Spielaufbau der Gäste früh und ließ so kaum einen geordneten Spielaufbau zu. Und sie kamen zu weiteren Chancen. In der 27. Minute parierte Bürki gegen Diaby, eine Minute später hielt er einen Schuss von Florian Wirtz.

Die Dortmunder konnten sich beim Schweizer Schlussmann bedanken, dass sie nur mit einem Treffer Rückstand in die Kabine gingen. Denn der rettete zehn Minuten vor dem Pausenpfiff nach gegen Diaby, der Franzose hatte zuvor bei einem Solo Mats Hummels vernascht. Kurz vor der Pause hielt wehrte Bürki dann erst einen Distanzschuss Diabys ab, kurze Zeit später flankte der Franzose auf den Kopf von Lucas Alario, doch wieder war Bürki zur Stelle.

Dortmund wacht nach der Pause auf

Nach der Pause zeigte sich Dortmund engagierter. In der 53. Minute spielte Jude Bellingham Marco Reus im Strafraum frei. Der versuchte querzulegen, doch Leverkusen konnte die Situation bereinigen. Wenige Minuten später vergab Thomas Meunier eine gute Schusschance aus halbrechter Position.

Die Dortmunder übernahmen nun mehr und mehr die Kontrolle, Leverkusen lauerte auf Konter. Brandt bediente Haaland nach gut einer Stunde, doch Edmond Tapsoba konnte sich in den Schuss des Norwegers werfen. Einen Augenblick später wollte Brandt Haaland mit einem Querpass bedienen, doch Jonathan Tah konnte den ungenauen Pass abfangen. Der Norweger schlug als Reaktion mit den Fäusten auf den Boden, Mats Hummels mahnte zu mehr Konzentration.

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Brandt trifft gegen Ex-Klub

Die hatte Brandt dann nur wenige Augenblicke später. Thomas Delaney jagte Wirtz den Ball ab. Der Ball landete über Raphael Guerreiro bei Brandt, der den Ball aus 18 Metern ins lange Eck schlenzte. Hradecky bekam zwar noch die Hände an den Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. Aus Respekt vor seinem ehemaligen Team verzichtete Brandt auf einen Torjubel. Es war sein erster Ligatreffer seit dem 18. Januar 2020 – also genau einem Jahr.

Um ein Haar hätte der Ex-Leverkusener innerhalb weniger Sekunden das Spiel komplett gedreht. Nach einer Flanke von Bellingham kam er am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz zum Abschluss, der Ball wurde jedoch auf der Linie geklärt.

Der BVB war nun am Drücker. Jadon Sancho hatte aus zentraler Chance wenige Minuten später die große Chance zur Führung, der Ball rutschte dem Engländer jedoch über den Schlappen.

Doch auch Bayer gab sich mit dem Punkt nicht zufrieden. Eine Viertelstunde vor dem Ende prüfte Diaby ein weiteres Mal den starken Bürki, der wehrte den Ball zur Seite ab. Zehn Minuten vor dem Ende machte es die Bosz-Elf dann besser. Ein Konter landete über Diaby bei Wirtz, der Bürki freistehend keine Abwehrchance ließ.