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Wirecards Ex-Chef Braun muss verpfändete Aktien abstoßen

Eyk Henning und Steven Arons
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Der gerade ausgetauschte Wirecard-AG-Chef Markus Braun ist informierten Kreisen zufolge dabei, einen großen Teil seines Aktienpakets an dem tief in einen Bilanzskandal verstrickten Zahlungsdienstleister abzustoßen. Dabei geht es um Anteilsscheine, die er 2017 als Sicherheit für ein Darlehen über 150 Millionen Euro hinterlegt hatte.

Nachdem Wirecard eingeräumt hatte, ein Milliardenbetrag sei unauffindbar, hat die Aktie des Unternehmens vergangene Woche 72% an Wert verloren. Damit wurde informierten Kreisen zufolge der Verkauf der als Sicherheit hinterlegten Anteilsscheine notwendig.

Der 2002 zum CEO ernannte Braun hielt gemäß Bloomberg-Daten per 19. Juni 7% der Wirecard-Anteile und war damit größter Aktionär des Unternehmens. Wie zu hören war, half bei der Finanzierung seiner Beteiligung ein ursprünglich mit der Deutsche Bank AG geschlossener Margenkredit über 150 Millionen Euro, den die Bank inzwischen abgestoßen hat. Eine Pflichtmitteilung aus dem Dezember 2017 meldet die Hinterlegung von 4,2 Millionen Aktien als Pfand.

Braun lehnte eine Stellungnahme ebenso ab wie ein Sprecher der Deutschen Bank.

Überschrift des Artikels im Original:Wirecard’s Braun Has to Unwind Shares Pledged as Collateral (2)

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