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William und Harry: Hintereinander statt Seite an Seite

·Lesedauer: 1 Min.

Seit Tagen kennt die britische Presse kaum ein anderes Thema als die nahende Beerdigung von Prinz Philip (†99) am Samstag (17. April). Besonders interessiert die Briten, wie sich Prinz Harry (36) und Prinz William (38) wohl verhalten werden.

Zerrüttetes Verhältnis nach Interview

Beiden Brüdern wird ein zerrüttetes Verhältnis nachgesagt, besonders nach dem Skandal-Interview, welches Oprah Winfrey vor kurzem mit Harry und seiner Frau Meghan Markle (39) führte. Darin wurde das britische Königshaus unter anderem des Rassismus bezichtigt. Jetzt stellt sich ganz England die Frage, ob die Brüder wohl ihren Zwist beiseite legen und gemeinsam hinter dem Sarg ihres Großvaters laufen werden. Bietet der traurige Anlass gar eine Chance auf Versöhnung?

Harry und William laufen getrennt

Diese Hoffnung wurde jetzt von Palastoffiziellen zunichte gemacht. Auf der Prozession, die genauso wie die Beerdigung selbst wegen Corona nur in kleinstem Kreise stattfindet, werden Harry und William nicht Seite an Seite erscheinen. William wird dem Sarg gemeinsam mit seinem Cousin Peter Phillips folgen, dem Sohn von Prinzessin Anne. Hinter ihm ist dann Harry an der Seite von David Armstrong-Jones eingeteilt, einem Neffen der Queen.

Der Grund sei ein praktischer und habe nichts mit den Spannungen innerhalb der Familie zu tun, hieß es in der am Donnerstag herausgegeben Erklärung: "Dies ist eine Beerdigung und wir werden uns nicht in vermeintliche Dramen ziehen lassen." Vielleicht soll dieses Arrangement den Brüdern auch eine traumatische Erinnerung ersparen: 1997 waren sie im Alter von 12 und 15 Jahren vor den Augen der Welt hinter dem Sarg ihrer Mutter Diana zur Beerdigung gegangen — ein Erlebnis, dass Prinz Harry und Prinz William bis heute nicht loslässt.

Bild: Patrick van Katwijk/picture-alliance/Cover Images