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WHO: Soziale Kontakte und anspruchsvolle Jobs fördern die Gehirn-Gesundheit

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Gute soziale Kontakte und anregende Beschäftigungen fördern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge die Gesundheit des Gehirns. Aber nicht nur das: Regierungen müssten auch die Bedingungen für körperliche Gesundheit, eine saubere Umwelt, Sicherheit, Bildung, soziale Netzwerke und ein erreichbares und bezahlbares Gesundheitswesen schaffen.

Das könne vielen neurologischen und psychischen Krankheiten vorbeugen, heißt es in einer am Dienstag präsentierten WHO-Broschüre. Die Organisation ruft Länder auf, mehr für die gesunde Entwicklung und Erhaltung des Gehirns zu tun.

Jeder dritte Mensch entwickle im Leben eine neurologische Krankheit. Diese Krankheiten seien die zweithäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen, schreibt die WHO. In Deutschland erkranken laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie fast 60 Prozent der Bevölkerung an einer neurologischen Krankheit. Dazu gehören beispielswesie Alzheimer und andere Demenzformen, Epilepsien, Kopfschmerzen (wie Migräne und Spannungskopfschmerz), Multiple Sklerose, Parkinson, maligne Hirntumoren, Motoneuronerkrankungen (zum Beispiel Amyotrophe Lateralsklerose/ALS), Infektionen des Nervensystems und Schlaganfälle.

Anregende Jobs und kreative Hobbys können Demenz verhindern

Um eure Gehirn-Gesundheit zu verbessern, könnt ihr der WHO zufolge viel tun: unter anderem die lebenslange Weiterentwicklung fördern und das Lernen neuer Fähigkeiten. Menschen mit geistig anregenden Berufen hätten nach einer Studie ein geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken als Menschen mit weniger anregenden Berufen. Erstere hätten geringere Mengen bestimmter Proteine, die die Bildung von Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn beeinträchtigen.

Gut für die Gesundheit des Gehirns sei es auch, Fremdsprachen zu sprechen, Musik zu machen, zu lesen und sich mit anderen intellektuell auszutauschen. Menschen mit einer größeren Anzahl von sozialen Beziehungen im Erwachsenenalter haben einer anderen Studie zufolge umfangreichere Gehirnstrukturen in der Großhirnrinde als einsamere Menschen.

„Soziale Isolation und Einsamkeit im älteren Erwachsenenalter sind mit einem höheren Risiko der Entwicklung von kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz verbunden“, so die WHO.

hr/dpa