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WHO Europa weist auf Gesundheitsfolgen von Einwanderungshaft hin

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die Inhaftierung von Geflüchteten und Migranten schlägt sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO negativ auf die Gesundheit der Betroffenen nieder. Besonders die psychische Gesundheit könne ernsthaft in Gewahrsam während der Migrationsverfahren leiden, erklärte das WHO-Regionalbüro Europa am Mittwoch in Kopenhagen. Einwanderungshaft etwa während des Wartens auf Abschiebebescheide sollte immer nur als letztes Mittel dienen, Alternativen sollten immer Vorrang haben. Es gehe letztlich darum, einen menschlicheren Ansatz zu wählen.

Das Recht auf Gesundheit müsse für alle Menschen geschützt werden, auch für Flüchtlinge und Migranten, betonte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge verschlechtert sich die psychische Gesundheit von Migranten demnach im Laufe der Zeit in Gewahrsam. Die negativen Folgen könnten langfristig sein und die Betroffenen auch nach der Freilassung weiter begleiten.

Viele Migranten würden in so schlechten Bedingungen wie in Gefängnissen gehalten - oder noch schlimmer, veranschaulichte die WHO Europa in einem begleitend veröffentlichten Video. Schlimmer mache das Ganze nur die Unsicherheit darüber, was mit ihnen geschehen werde. Kinder sollten dabei niemals inhaftiert werden, doch dies sei 2019 immer noch in 40 der 53 Staaten der WHO-Region Europa passiert.

Einwanderungshaft (immigration detention, ID) wird international unterschiedlich definiert. Zentraler Bestandteil dieser Definitionen ist aber, dass Flüchtlingen und Migranten während migrationsbezogenen Verfahren die Freiheit entzogen wird. Das kann, muss aber nicht in Haftanstalten oder ähnlichen Einrichtungen erfolgen.

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