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Werder-Königstransfer Ducksch: "Wir sind heiß!"

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Werder-Königstransfer Ducksch: "Wir sind heiß!"
Werder-Königstransfer Ducksch: "Wir sind heiß!"

Marvin Ducksch ist nach seinem Wechsel von Hannover 96 zu Werder Bremen in Topform. Der Stürmer erzielte in seinen ersten beiden Partien drei Tore und hat damit maßgeblichen Anteil an den jüngsten Erfolgen der Mannschaft von Trainer Markus Anfang. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Im SPORT1-Interview redet der 27-Jährige über das anstehende Nordderby gegen den Hamburger SV, seinen Transfer zu Werder und die Erwartungshaltung bei seinem neuen Klub.

SPORT1: Sie haben nach ihrem Wechsel an die Weser einen Start nach Maß hingelegt, in den ersten beiden Partien gleich dreimal getroffen. Wie haben Sie die erste Zeit wahrgenommen und die Spiele erlebt? (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Marvin Ducksch: Das stimmt. Mich hat es aber umso mehr gefreut, dass wir zweimal zu null gespielt und sechs Punkte geholt haben. Dass ich mich mit drei Toren in den ersten beiden Spielen belohnen konnte, ist für mich persönlich sehr schön gewesen.

SPORT1: Bei Ihrer Vorstellung erwähnten Sie, dass sich der Transfer ziemlich lange hingezogen hat. Wie haben sie die Zeit wahrgenommen?

Ducksch: Es war schon eine aufregende Zeit für mich. Ich habe das Interesse gespürt. Von meiner Seite aus wollte ich das dann auch machen. Es hat dann zunächst nicht funktioniert, weil Hannover gesagt hat, dass sie mich nicht abgeben möchten. Das habe ich dann auch hingenommen und mich darauf eingestellt, dass ich bleiben werde. Werder ist aber hartnäckig geblieben.

Wiedersehen mit Anfang in Bremen

SPORT1: Mit Markus Anfang treffen Sie auf einen Trainer, mit dem Sie schon in Kiel erfolgreich zusammengearbeitet haben. Welche Rolle hat er am Ende gespielt, dass Sie nach Bremen gekommen sind und was trauen Sie ihm hier bei Werder zu? (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Ducksch: Klar war man dann auch im Kontakt, als das Interesse da war. Ich glaube, ein Trainer informiert sich dann auch bei einem Spieler, den er haben möchte. So war das bei mir auch. Das Interesse von Werder Bremen hat mich aber auch so gereizt. Da war jetzt nicht Markus Anfang ausschlaggebend.

SPORT1: Markus Anfang sprach ja von Tag eins hier von einem Wiederaufbau, statt vom direkten Wiederaufstieg. Nun sind die ersten Spiele absolviert, Werder steht auf Platz drei. Wie sehen Sie diesen Prozess und welche Rolle wollen Sie darin spielen?

Ducksch: Eine sehr große. Ich habe das Potenzial in der Mannschaft von Beginn an gespürt. Ich versuche der Mannschaft mit meinen Mitteln zu helfen, dass wir den Prozess weiter gehen.

SPORT1: In der Öffentlichkeit gab es oft Kritik, dass die Transfers zu schleppend laufen und der Kader nicht ausgeglichen genug ist, um direkt wieder oben mitzuspielen. Ist die Kritik berechtigt?

Ducksch: Nein, gar nicht.

Ducksch vor Nordderby-Premiere

SPORT1: Am Samstag steht das Nordderby an - für viele Bremer und Hamburger das wichtigste Spiel des Jahres. Wie nehmen Sie die Vorfreude und auch die Anspannung wahr?

Ducksch: Natürlich ist das ein besonderes Spiel für den ganzen Verein, für die Leute hier in der Stadt. Das spürt man auch. Es wird über nichts anderes gesprochen. Ich bin heiß.

SPORT1: Für sie ist es jetzt das erste Nordderby, Werder gegen den HSV. Wie haben sie die Begegnungen in der Vergangenheit wahrgenommen?

Ducksch: Also, ich habe das so richtig nicht wahrgenommen. Klar hat man sich die Spiele immer mal wieder angeschaut. Aber wie gesagt, ich bin ein Gewinner-Typ, ich möchte jedes Spiel gewinnen - das gilt auch am Samstag.

SPORT1: Inwieweit ändert sich der Ablauf in der Vorbereitung? Wie ist die Stimmungslage in der Mannschaft und im Training?

Ducksch: Bei uns in der Mannschaft spürt man schon, dass das ein besonderes Spiel ist, aber wir haben die gleichen Abläufe.

Ducksch mit Werder heiß auf mehr

SPORT1: Nun hat Werder nach der empfindlichen Niederlage gegen Paderborn zwei überzeugende Auftritte hingelegt. Ist das Derby die Möglichkeit, die Fans und Kritiker davon zu überzeugen, dass Werder oben mitspielen kann?

Ducksch: Natürlich ist es ein wichtiges Spiel für den ganzen Verein und für die ganze Stadt, auch für uns selbst. Aber es ist jetzt ein Spiel von 34.

SPORT1: Samstagabend, 20:30 Uhr, Flutlicht ist an und Sie laufen auf das Feld - was wird da in Ihnen vorgehen und was haben Sie sich vorgenommen?

Ducksch: Es ist ein Abendspiel, damit hatte ich zuletzt eine gute Erfahrung, hier noch gegen Werder (lacht) (Ducksch traf beim 1:1 in Bremen für Hannover am ersten Spieltag, Anm. d. Red.). Ich werde versuchen, die Mannschaft mitzuziehen.

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