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Wer diese PIN-Codes benutzt, sollte sie schleunigst ändern

Yasemin Kulen
Freie Autorin

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so sucht er sich häufig Passwörter und PIN-Codes aus, die er sich leicht merken kann. Dazu gehören unter anderem der eigene Geburtstag oder auch eine einfache Zahlenreihe. Doch das kann gefährlich werden. Ein Institut hat nun die Zahlenkombinationen ermittelt, die man leichtesten knacken kann.

25 % aller Smartphones lassen sich knacken, weil sie durch ihre PINs nicht ausreichend geschützt sind. (Bild: Getty Images)

Die IT-Sicherheitsexpertin Tarah Wheeler hat per Twitter die Liste des SANS-Insitituts – einer genossenschaftlich organisierten Forschungs- und Ausbildungsorganisation, die Fachwissen und Trainings rund um IT-Sicherheit vermittelt – veröffentlicht.

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Bei den Zahlen dürften sich viele ertappt fühlen oder gar schmunzeln. Doch witzig ist das ganz und gar nicht: Rund 26 Prozent aller Smartphones sollen mit diesen Zahlenkombinationen nämlich geknackt werden können. Die Top 3 der meist genutzten Codes auf dem Handy bilden die Kombinationen “1234”, “1111” und “0000”. Na, wem kommen diese Zahlenreihen bekannt vor?

Auf die Veröffentlichung hin machten sich auch kritische Stimmen auf Twitter breit, denn die gewählten Kombinationen könnten je nach Land variieren. Chinesen würden demnach niemals den PIN “4444” wählen, weil die vier dort als Unglückszahl gilt.

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Und auch in Taiwan, Japan, Vietnam, Nord- und Südkorea sowie Singapur und Malaysia soll die sogenannte “Tetraphobie” weit verbreitet sein.

Andere posteten wiederum Memes, mit denen sie sich über die Zahlenkombinationen lustig machen und verdeutlichen, wie leicht manche Passwörter zu knacken sind.

Tarah Wheeler hat unterdessen eine Liste mit dem Namen “Nerdlist” ins Leben gerufen, auf der Nerds und Systemadmins ihre besten Passwörter teilen können. Stellt sich für uns nun die Frage, wie es mit der Sicherheit aussieht, wenn Leute ihre PINs und Passwörter im Internet veröffentlichen?

Mit den auf Twitter geteilten Zahlenkombinationen versuchen jetzt einige schwarze Schafe mit Sicherheit ihr Glück. So schreibt ein Twitter-User: “Bitte nehmt 1212 von der Liste, ich möchte nicht, dass andere meinen PIN sehen.” Auch wenn das scherzhaft gemeint war, so ganz unrecht hat der Mann vermutlich nicht.

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