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Wenn Wein aus dem Wasserhahn sprudelt

In einer italienischen Kellerei verursachte diese Woche ein technischer Defekt eine scheinbar göttliche Fügung: Weil Wein in die Wasserleitung gelangte, sprudelte wenig später Lambrusco aus den Wasserhähnen nahe gelegener Haushalte.

Wenn Lambrusco Grasparossa aus dem Wasserhahn kommt, stimmt etwas nicht. Oder handelt es sich um göttliche Fügung? Foto: Symbolbild / gettyimages / www.marcuslam.com

Und Wasser wurde zu Wein: Nein, es hatte nichts Göttliches, als diese Woche aus einigen Wasserhähnen im Viertel Settecani der italienischen Gemeinde Castelvetro di Modena, nahe Bologna, Wein sprudelte. Genauer: Lambrusco Grasparossa. Schuld daran war laut übereinstimmenden Medienberichten ein technischer Defekt der nahe gelegenen Kellerei “Cantina Settecani Castelvetro”. Anstatt den Wein in die Abfüllanlagen zu pumpen, geriet er aufgrund eines kaputten Ventils in die Wasserleitung.

Den Wein aus dem Wasserhahn oder der Flasche?

Die Kellerei entschuldigte sich am Mittwoch auf Facebook für den Vorfall und betonte, dass es keine gesundheitliche oder hygienische Gefahr gegeben habe: “Es handelte sich um Wein, der bereits abfüllbereit war.” Am Donnerstag legte die Kellerei nach mit einem Video der zahlreichen Berichte, die ihr Versehen nach sich gezogen hatte. Und stellte dazu die Frage: “Wie trinken Sie Ihren Wein, aus der Flasche oder dem Wasserhahn?”

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Auch die Gemeinde meldete sich schnell auf dem sozialen Netzwerk zu Wort und beruhigte die Bewohner und Bewohnerinnen: “Der Fehler wurde bereits behoben und es gibt keinerlei Probleme.”

Erst Entwarnung, dann Werbung

Auch hier folgte am Tag darauf ein weiterer Beitrag, der die öffentliche Aufmerksamkeit einfangen sollte. Da heißt es: “Im Land der Exzellenz fließt der Wein sogar aus dem Wasserhahn. Für alle, die nicht schnell genug reagiert und ausreichend Wein abgefüllt haben, haben wir eine Idee: Ein leckeres Glas Grasparossa von unseren zahlreichen regionalen Betrieben!”

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