Deutsche Märkte öffnen in 50 Minuten
  • Nikkei 225

    23.547,76
    +73,49 (+0,31%)
     
  • Dow Jones 30

    28.363,66
    +152,84 (+0,54%)
     
  • BTC-EUR

    10.981,62
    +7,74 (+0,07%)
     
  • CMC Crypto 200

    261,55
    +5,45 (+2,13%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.506,01
    +21,31 (+0,19%)
     
  • S&P 500

    3.453,49
    +17,93 (+0,52%)
     

Deutschland vor ‘schwieriger Phase’, Spanien vor Einschränkungen

David Verbeek
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Bundeskanzlerin mahnt zur Einhaltung der Coronaregeln, Spanien stehen neue Beschränkungen ins Haus, und der CEO von Novartis dämpft die Erwartungen an einen möglichen Impfstoff: Der Corona-Überblick.

Deutschland stehe mit Blick auf die Wintermonate eine “schwierige Phase” bevor, sagte Angela Merkel in ihrer Bundestagsrede am Mittwoch. Man könne nicht wissen, wann die Pandemie zu Ende sei, und gerade jetzt sei es wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Die sich verschlechternde Lage müsse ernst genommen werden, erklärte sie.

Am Vortag hatte sich Merkel mit den Länderchefs auf Obergrenzen für private und öffentliche Versammlungen geeinigt. Vorrang habe, die Wirtschaft trotz der wieder stärker aufflammenden Corona-Pandemie “am Laufen zu halten”, sagte sie am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Ein genereller Shutdown müsse “auf jeden Fall” vermieden werden.

Vertreter der spanischen Regionalregierungen diskutieren am Mittwoch über mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in den Coronahotspots des Landes. Die Maßnahmen beziehen sich auf Großstädte wie die Hauptstadt Madrid, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Hier sind auch weitere Einschränkungen für Versammlungen und für Kneipen und Restaurants im Gespräch.

Im Kampf gegen Covid-19 seien Impfstoffe nicht ausreichend, sagte Novartis-Chef Vas Narasimhan in einem Interview. Auch Behandlungen spielten eine entscheidende Rolle. Er erwartet, dass wirksame Impfstoffe nicht vor Ende kommenden Jahres in nennenswerter Menge zur Verfügung stehen werden. Zudem würde ein Serum wahrscheinlich nicht bei jedem Menschen einen Impfschutz bewirken.

In Deutschland haben sich nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Mittwochmorgen in den zurückliegenden 24 Stunden 1.840 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt, gegenüber 2.292 am Vortag. Die bisherigen Höchstwerte bei den Neuinfektionen in Deutschland hatten Ende März an manchen Tagen bei knapp 7.000 gelegen.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Bundesrepublik insgesamt 290.471 Personen mit dem Virus infiziert. Weltweit liegt Deutschland damit auf dem 22. Platz.

Es wurden 15 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt damit bei 9.483.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert, bei 1,12, nach 1,18 am Vortag. Der 7-Tage-R-Wert, der Schwankungen stärker ausgleicht, wurde mit 1,03 angegeben

Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Spanien im 4. Absatz)

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2020 Bloomberg L.P.