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"Es wird zu wenig gemacht": Jella Haase schlägt wegen Berliner Wohnungsnot Alarm

Die Wohnungsnot in ihrer Heimatstadt Berlin macht Schauspielerin Jella Haase Sorgen. (Bild: Netflix / Timothy Schaumburg)
Die Wohnungsnot in ihrer Heimatstadt Berlin macht Schauspielerin Jella Haase Sorgen. (Bild: Netflix / Timothy Schaumburg)

Wie in allen deutschen Großstädten gehen auch in Berlin die Mieten stetig nach oben. In einem Interview äußerte sich Jella Haase besorgt über die Wohnungsnot - und erinnerte sich an ihre eigene wilde Jugend in einem ehemals besetzten Haus.

Menschen mit wenig Einkommen und das Leben in Großstädten - das passt immer weniger zusammen. Grund dafür sind die stetig steigenden Mieten. Auch in Berlin ist bezahlbarer Wohnraum knapp. "Es wird auf jeden Fall zu wenig gemacht", wirft Schauspielerin Jella Haase in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau der Politik vor. "Zwar wird viel gesagt, dass das Bewusstsein da wäre und man versucht sich, mit Berlin zu schmücken. Aber so richtig was passieren tut da nicht wirklich."

Dabei sei die deutsche Hauptstadt für so viele Menschen "ein Magnet", schwärmt die gebürtige Berlinerin. Die Metropole würde eine besondere Freiheit ausstrahlen, zeigt sich die 29-Jährige überzeugt. "Aber diese Freiheit ist in Gefahr, weil die Wohnmöglichkeiten zugrunde gehen. Den Menschen, die die Stadt haben so frei werden lassen, wird es unmöglich gemacht, hier zu leben", sorgt sich Jella Haase angesichts der voranschreitenden Gentrifizierung.

Die fehlenden Rückzugsorte machen die Bildung von Subkulturen laut der Schauspielerin schwierig. "Wenn man eine Bar oder ein Atelier eröffnen will, findet man ja überhaupt keine Gewerbeflächen mehr, die irgendwie zu bezahlen sind." Man müsse "mittlerweile richtig Asche haben, um ein Hipster-Café aufzumachen", so Haase.

Ab 19. August ist Jella Haase in der Hauptrolle der Netflix-Serie "Kleo" zu sehen. (Bild: Netflix / Julia Terjung)
Ab 19. August ist Jella Haase in der Hauptrolle der Netflix-Serie "Kleo" zu sehen. (Bild: Netflix / Julia Terjung)

"Wir feierten da richtig wilde Partys"

Vor einigen Jahren war das noch anders, wie Jella Haase am eigenen Leib erfuhr. Einst lebte die Schauspielerin in einem ehemals besetzten Haus. "Damals haben wir dort 375 Euro für 90 Quadratmeter gezahlt", erinnerte sie sich an ihr einstiges Heim, das mit Kohleöfen beheizt wurde. "Wir feierten da richtig wilde Partys, sodass die Dielen sich durchgebogen haben." Mittlerweile sei das Haus aber luxussaniert worden, samt teuren Wohnungen.

Ab 19. August ist Jella Haase in ihrer ersten Netflix-Serie zu sehen: "Kleo". In dem unterhaltsamen Mix aus Action, Komödie, Drama und Thriller spielt sie die fallengelassene DDR-Spionin Kleo Straub. Die Auftragskillerin wird zunächst von der nationalen Heldin zum Häftling. Nach dem Mauerfall kommt Kleo aber aus dem Stasi-Knast frei und schwört Vergeltung.