Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 2 Minuten

Weltweite Zementindustrie kündigt neues Programm zur Förderung nachhaltiger Technologien an – „Open Challenge" für Start-ups mit den brillantesten Innovationen stellt erste Partnerschaften vor

  • Die ersten sechs Start-ups bekannt gegeben, die Unterstützung von weltweit führenden Zementunternehmen auf dem Weg der Branche zur „Netto-Null" erhalten

  • Kohlenstoffarmer Beton und Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoff unter den nachhaltigen Tätigkeiten der Start-ups, die von der weltweiten Zementindustrie gefördert werden

LONDON, May 10, 2022--(BUSINESS WIRE)--Die Global Cement and Concrete Association (GCCA) hat heute die ersten sechs Start-ups vorgestellt, die von ihren Mitgliedsunternehmen im Rahmen der erstmals durchgeführten Innovandi „Open Challenge" auf dem Weg zur „Netto-Null" bis 2050 gefördert werden.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20220509005691/de/

Thomas Guillot, CEO, GCCA (Photo: Business Wire)

Die aus mehr als 100 Bewerbern für die Open Challenge ausgewählten sechs Start-ups kommen aus den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Italien und den Niederlanden. Zusammen mit weltweit führenden Zementunternehmen wollen sie weitere Innovationen in der Branche voranbringen und werden jeweils einem formellen Konsortium angehören, um ihre bahnbrechenden Technologien weiter zu testen, zu entwickeln und einzusetzen.

Einer der Hauptschwerpunkte der Branche ist die Technologieentwicklung und Realisierung der Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoff (CCUS); Start-ups, die von der Branche unterstützt werden, sind CarbonOrO, MOF Technologies und Saipem. Die Mitglieder der GCCA haben sich verpflichtet, im Rahmen von den mehreren Dutzend laufenden Pilotprojekten und der im Oktober 2021 angekündigten bahnbrechenden Net Zero Roadmap, bis 2030 zehn Anlagen zur Kohlenstoffabscheidung im industriellen Maßstab zu errichten. Bei der CCUS werden verschiedene Technologien und Methoden genutzt, um CO2 aus großen Quellen „abzuscheiden"- wie etwa der industriellen Stromerzeugung. Das CO2 wird dann entweder vor Ort verwendet oder komprimiert und zur Verwendung oder Lagerung an einen anderen Ort transportiert.

Sowohl Carbon Upcycling Technologies als auch Fortera stellen mithilfe von abgeschiedenem CO2 kohlenstoffarmen Zement und zementähnliche Stoffe her. Auch das Start-up Coomtech ist dabei, ein britisches Unternehmen, das eine kostengünstige Trocknungstechnologie entwickelt hat, die mittels kontrollierter, turbulenter Luft erzeugte kinetische Energie nutzt.

Mithilfe von sechs neu gegründeten Konsortien wird die Entwicklung von Technologien beschleunigt, die den Kohlenstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Zement und Beton senken oder beseitigen. Jedes Konsortium besteht aus einem Start-up-Unternehmen mit seiner eigenen bahnbrechenden Technologie sowie drei bis acht Zementunternehmen; 16 GCCA-Mitgliedsunternehmen sind an den sechs Innovationskonsortien beteiligt.

Thomas Guillot, Chief Executive der GCCA, sagte: „Es ist ein wichtiges Ereignis, dass die Industrie sich zusammenschließt, um solch innovative Start-ups auf ihrem Weg zu unterstützen. Unsere Mitgliedsunternehmen sind sehr beeindruckt von ihrem Ziel, eine wichtige Rolle bei der Klimalösung zu spielen. Für die Erschließung von Innovationen, die uns bei der Erreichung unseres Netto-Null-Ziels helfen, ist das Programm ein weiterer großer Schritt.

Da die Gemeinschaften aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung dringend widerstandsfähig und resilient werden müssen, werden Zement und Beton für die Bereitstellung der von der Gesellschaft benötigten Infrastrukturen und Gebäude unabdingbar sein. Um eine Netto-Null-Bilanz für Beton zu erreichen, müssen verschiedene Gruppen ihren Teil beitragen, und als Industrie richten wir unseren Blick sowohl nach außen als auch nach innen, um herauszufinden, wie Start-ups wie diese unsere Ziele unterstützen können.

Um die Emissionen bis 2050 weltweit auf netto-null zu reduzieren, müssen wir auch die künftigen Generationen einbeziehen und unterstützen, die innovative Ideen und Energie in die Branche einbringen. Wir bei der GCCA identifizieren und initiieren Forschung und Entwicklung mit großem Potenzial und bieten unsere Unterstützung durch Beratung und effektive Zusammenarbeit an."

Als zukünftige Generation helfen diese jungen Start-ups dabei, den Fortschritt der Branche zu beschleunigen, und als Beschleuniger der UN-Kampagne „Race to Zero" unterstützt die GCCA auch weiterhin innovative Entwicklungen, um weltweit eine Netto-Null-Bilanz bei Beton zu erreichen.

Die Mitglieder jedes Konsortiums arbeiten gemeinsam an der Entwicklung ihrer Technologien im Vorfeld eines Demonstrationstags, der Ende 2022 stattfinden soll. Um Start-ups für den Wettbewerb zu finden, hat die GCCA mit Techstars zusammengearbeitet, dem weltweiten Netzwerk, das den Erfolg von Unternehmern fördert. Weitere Informationen über das Innovandi-Programm finden Sie unter https://gccassociation.org/innovandi/.

ENDE

Über die Innovandi Open Challenge

2021 ins Leben gerufen, spielt die Open Challenge eine wichtige Rolle im Engagement der Branche, die Netto-Null zu erreichen. Diese allererste Ausgabe bietet Start-ups eine Plattform, um Innovationen in der Zement- und Betonbranche voranzubringen. Die Open Challenge konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und Kalzinierung sowie die Verbesserung der Kohlenstoffnutzung in der Lieferkette des Bauwesens und dem Wiederverwertungsprozess von Beton. Die Mitgliedsunternehmen stellen den Start-ups durch die Partnerschaft ihre globalen Ressourcen zur Verfügung und bieten ihnen die erforderliche Unterstützung zur Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Produkte.

Die in die engere Wahl gekommenen Start-ups, die noch keine formellen Konsortien gebildet haben, werden von der GCCA bei der Entwicklung ihrer Technologien begleitet. Die Bekanntgabe weiterer Konsortien erfolgt voraussichtlich in den nächsten Wochen.

Neben den formellen Konsortien hat die Open Challenge dazu geführt, dass zwei GCCA-Mitglieder (Cementos Argos und Holcim) Minus Materials im Rahmen der Förderung von 3 Millionen Dollar der ARPA-E des US-Energieministeriums als Industriepartner unterstützen.

Die sechs in die engere Wahl gekommenen Start-ups sind:

  • CarbonOrO (Niederlande)

    • Technologie zur Kohlenstoffabscheidung, die ein einzigartiges zweiphasiges Amin bei niedrigeren Abscheidungskosten nutzt.

    • Unterstützt von CEMEX, Holcim, SCG, Titan Cement, UltraTech Cement und Votorantim Cimentos.

  • Carbon Upcycling Technologies (Kanada)

    • Carbon Upcycling Technologies aktiviert und bindet CO2 chemisch in festen Abfallstoffen mit einem patentierten Niedrigenergieverfahren, um verschiedene sekundäre zementähnliche Materialien für die Herstellung von kohlenstoffarmem Zement und Beton zu produzieren.

    • Unterstützt von Cementos Argos, CEMEX, CRH, Holcim, Shree Cement und Taiheiyo.

  • Coomtech (VK)

    • Coomtech hat eine kostengünstige, energiearme Trocknungstechnologie entwickelt, die mittels kontrollierter, turbulenter Luft kinetische Energie zum Entzug von Feuchtigkeit erzeugt.

    • Durch die Revolutionierung eines 100 Jahre alten Verfahrens kann eine einzige, von Coomtech ausgerüstete Anlage die CO2-Emissionen um das Äquivalent von mehr als 600.000 ausgewachsenen Bäumen pro Jahr senken, während der Betrieb um 75 % kostengünstiger ist.

    • Unterstützt von Buzzi Unicem, CRH, JSW Cement und UltraTech Cement.

  • Fortera (USA)

    • Die Technologie von Fortera scheidet CO2-Emissionen aus Zementwerken ab und kombiniert sie mit Kalzium zu reaktivem Kalziumkarbonat. Es ist in trockener Pulverform stabil und seine zementartigen Eigenschaften werden bei Befeuchtung aktiviert.

    • Unterstützt von Cementos Argos, CRH, Holcim, JSW Cement, Taiheiyo Cement und Ultratech Cement.

  • MOF Technologies (VK)

    • Die Kohlenstoffabscheidungstechnologie Nuada nutzt metallorganische Gerüstverbindungen (MOF) für eine energieeffiziente CO2-Rückholung zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Amine.

    • Unterstützt von Buzzi Unicem, Cementir Holding und HeidelbergCement,

  • SAIPEM (Italien)

    • Saipem hat eine revolutionäre Kohlenstoffabscheidungstechnologie entwickelt, die eine nicht flüchtige wässrige Karbonatlösung verwendet, bei der Enzyme, die toxische Produkte weder benötigen noch erzeugen, als Katalysator wirken. Das Verfahren kann direkt Nachverbrennungsemissionen aus industriellen Quellen wie etwa Schornsteinen abscheiden und nutzt für den Prozess niederwertige Restwärme.

    • Unterstützt von Buzzi Unicem, Cementir Holding, Cementos Molins, CEMEX, GCC, Holcim, Titan Cement und Votorantim Cimentos.

Zitate

Start-ups

Jan Hoppenbrouwers, Miteigentümer und Leiter Vertrieb und Marketing, CarbonOrO

„Zwar wird viel über CCUS gesprochen, jedoch ist die Anzahl aktiver Testprojekte weltweit begrenzt. Angesichts der knappen Zeit macht das stutzig. Die gemeinsamen Anstrengungen der GCCA-Mitglieder und ihrer Konsortien bieten alle Voraussetzungen, um dies zu ändern. Ich danke Ihnen dafür."

Natalie Giglio, Senior Business Development Associate, Carbon Upcycling Technologies

„Wir haben bei Carbon Upcycling eine neuartige Technologie geschaffen, die CO2 als Ressource und nicht als Abfall für die Zementindustrie verwendet. Indem wir reichlich vorhandene, lokale Abfälle und CO2 direkt aus Zementöfen verwenden, ermöglichen wir Zirkularität für örtliche Lieferketten. Mit der Teilnahme an der Innovandi Open Challenge wurde uns eine Plattform für unsere einsatzbereite Technologie geboten, mit der wir ihren Weg zur weltweiten Vermarktung beschleunigen können."

Chris Every, Chief Commercial Officer und Gründer, Coomtech

„Als junges Unternehmen, das eine radikal neue Technologie etablieren will, kann man die anvisierten Branchen oder die Kunden, die man informieren und denen man seine Fähigkeiten demonstrieren will, in der Regel nicht so leicht erreichen. Jeder Interessent muss individuell entwickelt und betreut werden. Die Innovandi Open Challenge verbindet ein strenges Prüfungsverfahren mit dem Zugang zur kombinierten Marktmacht der weltweit größten Akteure der Zementindustrie. Denjenigen unter uns, denen die Überwindung der Bewertungshürden während des Verfahrens gelungen ist, ermöglicht die Challenge einen einzigartigen und äußerst wertvollen direkten Zugang zu unseren potenziellen Märkten und Technologieanwendern. Dass wir als Konsortialpartner für die Innovandi Open Challenge ausgewählt worden sind, erfüllt uns mit Freude und Stolz, und wir sehen der Phase der Ausführung, in der Coomtech einen Beitrag zu einer saubereren und kosteneffizienteren Zementindustrie leistet, mit Spannung entgegen."

Ryan Gilliam, CEO, Fortera

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Technologie bei der Innovandi Open Challenge für eine Zusammenarbeit mit der Industrie ausgewählt wurde. Fortera hat ein Verfahren zur Herstellung von kostengünstigem, kohlenstoffarmem Zement in einer Zeit entwickelt, in der Netto-Null-Lösungen dringend erforderlich sind. Gerne werden wir bei der Weiterentwicklung klimafreundlicher Alternativen, die die Kosten und die Leistung von Portlandzement bieten und gleichzeitig Kohlenstoff in der gebauten Umwelt abscheiden, mit den GCCA-Partnern zusammenarbeiten."

Dr. Conor Hamil, Co-CEO, MOF Technologies

„Wir haben ein System zur Kohlenstoffabscheidung entwickelt, das die klassischen Hindernisse für eine Einführung, nämlich Energie und Kosten, überwindet, und gerne werden wir mit den Mitgliedern der GCCA zusammenarbeiten, um unsere Technologie in die Praxis umzusetzen. Unsere Kohlenstoffabscheidungstechnologie Nuada ist auf eine hocheffiziente CO2-Abtrennung ausgelegt, die für eine Überwindung dieser Hindernisse notwendig ist, sodass unsere Partner ihre Netto-Null-Ziele erreichen können. Wir freuen uns daher sehr, an der Innovandi Open Challenge teilzunehmen und unseren Teil dazu beizutragen, die Betonwertschöpfungskette zu dekarbonisieren."

Saipem

„Saipem ist stolz, das Interesse der GCCA-Mitglieder an seiner einzigartigen enzymatischen Kohlenstoffabscheidungstechnologie zu wecken. Das offene Innovationsprogramm der GCCA trägt dazu bei, dass die Verbreitung von Technologien zur Kohlenstoffabscheidung beschleunigt werden kann. SAIPEM wird mit den Mitgliedern des GCCA-Konsortiums zusammenarbeiten, um die Umwelt- und Energiebilanz herkömmlicher Kohlenstoffabscheidungstechnologien zu verbessern und so dem Zementsektor bei der wettbewerbsfähigen Dekarbonisierung seiner Abläufe zu helfen, und gleichzeitig in Industriesektoren, in denen die Dekarbonisierung schwierig ist, Positives zu erreichen. Diese Anerkennung bestätigt erneut die führende Rolle von Saipem im CCUS-Sektor, in dem Saipem über die Kompetenzen, Fähigkeiten, Anlagen und Technologien verfügt, um die gesamte Wertschöpfungskette zu bedienen."

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20220509005691/de/

Contacts

Ed Coy
GCCA@BCW-global.com

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.