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Weltmeisterschaft 2026: Arbeitsbedingungen im Rose-Bowl-Stadion erhalten „F" von UNITE HERE Local 11

UNITE HERE Local 11 bewertet Austragungsorte in Los Angeles, die für die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer infrage kommen

LOS ANGELES, June 14, 2022--(BUSINESS WIRE)--UNITE HERE Local 11, die Gewerkschaft der Beschäftigten im Gastgewerbe in Südkalifornien, hat heute eine Wertungsliste der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in den großen Fußballstadien in Los Angeles veröffentlicht. Diese Wertungsliste erscheint im Vorfeld der für den 16. Juni 2022 von der Federation Internationale de Football Association („FIFA") geplanten Bekanntgabe der Städte und Stadien, die für die Weltmeisterschaft 2026 ausgewählt wurden.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20220613005252/de/

(Graphic: Business Wire)

Die Local 11 hat jedes Stadion anhand acht zentraler Kriterien bezüglich der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte an Ständen und in Premiumbereichen von Stadien innerhalb von Los Angeles beurteilt: Arbeitsschutz, Beschäftigungssicherheit, Sozialleistungen, Schutz vor Lohndumping, Förderung von Diversität, Schutz vor ungerechter Disziplinierung, Mitbestimmung sowie Schutzmaßnahmen für zugewanderte Arbeitskräfte. Für jedes Kriterium erhielt ein Stadion jeweils einen Punkt, wenn der Arbeitgeber nach den verfügbaren Informationen eine einklagbare Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern eingegangen ist.

Das SoFi Stadium, ein potenzieller Austragungsort für die Weltmeisterschaft, erhielt mit 8 von 8 Punkten die Höchstbewertung „A". Für gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte gelten hier einklagbare Verpflichtungen zu Gesundheits- und Sicherheitsschulungen, einer erschwinglichen Gesundheitsversorgung, Zugang zu kostengünstigen Rechtsdienstleistungen und Weiterbildungen, Schutz vor willkürlicher Kündigung und Lohndumping sowie zu ungehindertem Kontakt mit der Gewerkschaftsvertretung.

Im Gegensatz dazu erhielt das Rose-Bowl-Stadion, ein nicht gewerkschaftlich organisierter Veranstaltungsort, der ebenfalls von der FIFA in die Auswahl gezogen wurde, mit 0 von 8 Punkten die Bewertung „F". Das Rose-Bowl-Stadion setzt an den Erfrischungsständen unbezahlte Ehrenamtliche ein. Diese leisten Arbeit, für die in anderen lokalen Stadien bezahlte Arbeitskräfte ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Für die Ehrenamtlichen und die von Levy Restaurants – dem Konzessionsinhaber im Rose Bowl – beschäftigten Arbeitskräfte gibt es auch weder den gleichen bezahlbaren Gesundheitsplan noch die Rechte bezüglich der Arbeitsplatzsicherheit, die Schutzmaßnahmen für zugewanderte Arbeitskräfte, die Sicherheitsmechanismen, die Verpflichtungen zur Nichtdiskriminierung oder die Förderungen von Schulungen für unterrepräsentierte Gemeinschaften, wie es sie für andere in Stadien Beschäftigte aufgrund von Tarifvereinbarungen gibt. Die von Levy im Rose Bowl beschäftigten Arbeitskräfte werden zudem am Arbeitsplatz von keiner Gewerkschaft vertreten und genießen keinerlei kritischen Schutz, der ihnen die Möglichkeit geben würden, sich frei zu organisieren.

Die FIFA hat sich bisher nicht dazu verpflichtet, Austragungsorte auszuwählen, die den Arbeitskräften das Recht garantieren, sich frei zu organisieren und die geltenden Beschäftigungsstandards zu gewährleisten. Zu Beginn dieses Jahres reichte die Local 11 eine Beschwerde ein, wonach es die FIFA versäumt hat, bei der Auswahl der Austragungsorte in Los Angeles für die Weltmeisterschaft 2026 ihrer „menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht" nachzukommen. Die Gewerkschaft reichte ihre Beschwerde in der Schweiz, der Heimat der FIFA, bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung („OECD") ein, einer internationalen Organisation, die Normen für die Achtung der Menschenrechte und für die Unternehmensführung bei multinationalen Konzernen festgelegt hat.

„Während die FIFA ihre Entscheidungen für die Weltmeisterschaft 2026 finalisiert, muss sie den Aufrufen der Beschäftigten folgen und Austragungsorte auswählen, die sich an die geltenden Normen halten und die Arbeitsrechte schützen", sagt Kurt Petersen, Co-Präsident der Local 11. „Wir ermahnen die FIFA, ihrer Verantwortung für die Menschenrechte gerecht zu werden, und bestehen auf einer Weltmeisterschaft, bei der die Beschäftigten würdevoll und fair behandelt werden."

UNITE HERE Local 11 ist eine Gewerkschaft, die über 32.000 Beschäftigte im Gastgewerbe in Südkalifornien und Arizona repräsentiert, die in Hotels, Restaurants, Hochschulen, Konferenzzentren und Flughäfen arbeiten.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20220613005252/de/

Contacts

Maria Hernandez | 623-340-8047 | mhernandez@unitehere11.org

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