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Weltbank-Schätzung: Milliardenhoher Erdbeben-Sachschaden in Türkei

WASHINGTON (dpa-AFX) -Die Erdbeben-Katastrophe im türkisch-syrischen Grenzgebiet mit mehr als 50 000 Toten hat nach einer Schätzung der Weltbank allein in der Türkei einen reinen Sachschaden von mindestens 34,2 Milliarden US-Dollar (rund 32,4 Mrd Euro) verursacht. Das entspreche vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes im Jahr 2021, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Die Kosten für den Wiederaufbau könnten möglicherweise mehr als doppelt so hoch sein. Das hänge auch davon ab, inwieweit neue Bauvorschriften angewendet würden.

Die von der Katastrophe betroffenen Regionen haben in der Türkei die höchste Armutsquote und beherbergen außerdem mehr als 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge, wie es in dem Bericht weiter heißt. Die Weltbank schätzt, dass 1,25 Millionen Menschen aufgrund der Schäden an ihren Wohnhäusern oder eines vollständigen Gebäudeeinsturzes vorübergehend obdachlos geworden sind. Dem Bericht zufolge machen Schäden an Wohngebäuden rund 18 Milliarden US-Dollar (17 Milliarden Euro) aus. 9,7 Milliarden US-Dollar (9,2 Milliarden Euro) betreffen Nichtwohngebäude und 6,4 Milliarden US-Dollar (6 Milliarden Euro) die Infrastruktur wie Straßen oder Strom- und Wasserversorgung.

Der Bericht hat sich nur auf die Schäden in der Türkei und nicht in Syrien konzentriert. Ebenso nicht berücksichtigt wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen und Verluste für die türkische Wirtschaft sowie die wohl weitaus höheren Kosten für den Wiederaufbau. Die Bewertungen sind wegen der Nachbeben auch noch nicht abgeschlossen - der Bericht konzentriert sich vorrangig auf die Schäden infolge der ersten beiden Beben Anfang Februar. Die Weltbank wollte am Dienstag einen Bericht zum Schaden in Syrien vorstellen.

Die Weltbank hatte bereits angekündigt, der Türkei nach den Erdbeben Unterstützung in Höhe von 1,78 Milliarden US-Dollar (1,65 Milliarden Euro) zur Verfügung zu stellen. Bei der Unterstützung handele es sich etwa um 780 Millionen US-Dollar Soforthilfe. An der Bereitstellung einer weiteren Milliarde US-Dollar wird gearbeitet.