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Weil warnt vor dritter Coronawelle: „Das wäre der Worst Case“

Haerder, Max
·Lesedauer: 1 Min.

Nachdem Bund und Länder am Mittwochabend die Coronamaßnahmen verlängert haben, wirbt Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil für die Entscheidung. Bei Schul- und Kita-Öffnungen will er auf Schnelltests setzen.

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) wirbt für die neuerliche Lockdown-Verlängerung, um eine weitere Infektionswelle zu verhindern. „Wir können mit Hinblick auf die Mutationen niemandem schnelle Öffnungen versprechen, so sehr ich den Druck und das Leiden nachvollziehen kann“, sagte Weil im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Eines haben wir doch alle schmerzlich gelernt: Der Anstieg kann schnell und plötzlich kommen, ein Abstieg hingegen ist mühsam und schwierig. Für die Betriebe und Firmen wäre es also hochschädlich, wenn wir nach dem mühsamen Kampf der vergangenen Monate in eine dritte Welle hineinlaufen würden. Das wäre der Worst Case.“

Am Mittwochabend hatten Bund und Länder die Verlängerung der Coronamaßnahmen beschlossen. Weil will nun zügig „Klarheit über die weitere Perspektive“ geben, sagte er im WirtschaftsWoche-Interview: „Es muss bis Anfang März ein Konzept geben, im Rahmen dessen aus den bekannten Fakten transparent abgeleitet wird, was möglich ist und was nicht. Das kann je nach Lage Öffnung bedeuten oder, wenn nötig, leider auch weitere Einschränkungen.“

Um die Ausbreitungsrisiken bei geöffneten Schulen und Kitas zu verringern, baut der SPD-Politiker außerdem auf neue Schnelltests. „Ich hoffe und setze bald auf bessere, auf einfachere Schnelltests, bei denen kein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich mehr nötig ist. Sogar Spürhunde, die die Auswirkung einer Coronainfektion auf den menschlichen Stoffwechsel wittern können, sind vielleicht demnächst einsetzbar“, sagte er der WirtschaftsWoche.

Mehr zum Thema: Das gesamte Interview mit Stephan Weil über Luftfilter und Wechselunterricht in Schulen, ein Ende des Lockdowns, die Zukunft der SPD und Steuern für Reiche, lesen Sie hier.